Friedel wünscht sich andere Körpersprache

Gruppenliga: Bachrain und der SVA hoffen auf den ersten Sieg

15. September 2017, 07:00 Uhr

Marc Friedel

Kehrt der FSV Thalau wieder in die Erfolgsspur zurück? In Müs hat die Mannschaft von Trainer Jörg Meinhardt am Sonntag die nächste schwere Aufgabe zu lösen. Derweil wollen der TSV Bachrain und der SVA Bad Hersfeld endlich den ersten Saisonsieg feiern.

SG Elters/Eckw./Schwarzb. - SG Kerzell (Samstag, 16 Uhr):

Nach dem ersten Sieg in der Gruppenliga will die Dreier-Spielgemeinschaft gegen den direkten Konkurrenten Kerzell nachlegen: „Der Sieg gegen Großenlüder war sonst nichts wert“, macht Trainer Daniel Schirmer deutlich. Und schließlich wollen die Rhöner auf dem Oktoberfest der SG Elters auch einen Grund zum Feiern haben.

SG Ehrenberg - TSV Rothemann (Samstag, 16.30 Uhr):

Zehn Punkte aus den vergangenen vier Spielen – die Punkteausbeute des TSV Rothemann konnte sich zuletzt absolut sehen lassen. „Natürlich können wir mit der Ausbeute zufrieden sein. Das waren aber alles Gegner auf ähnlichem Niveau“, betont TSV-Trainer Sebastian Vollmar. Mit der SG Ehrenberg kommt nun dagegen ein Gegner mit einer anderen Kragenweite: „Das ist sicherlich ein Meisterschaftsfavorit, der ganz andere Möglichkeiten hat. Wir haben in der Rhön nichts zu verlieren, fühlen uns in dieser Rolle aber auch wohl.“ Felix Stephan und Jan-Lucas Krenzer fehlen derweil aufgrund von Sprunggelenksproblemen, Julian Gerbig ist privat verhindert.

SV Müs - FSV Thalau (Sonntag, 15 Uhr):

Beide Seiten mussten am vergangenen Wochenende Rückschläge hinnehmen. Während Müs deutlich gegen Eichenzell den Kürzeren zog, endete die Siegesserie des FSV im Topspiel gegen Hosenfeld. „Ich glaube aber nicht, dass Thalau deswegen jetzt einen Knacks bekommen hat. Dafür haben sie mit Jörg Meinhardt einen erfahrenen Trainer, der die Mannschaft schon wieder auf die richtige Spur bringen wird“, sagt Müs-Coach Marc Friedel, dem es nun vor allem auf die Reaktion seiner Mannschaft ankommt: „Gegen Eichenzell haben wir nicht unsere Leistung aus den ersten sechs Spielen abgerufen. Aber die Mannschaft ist sehr jung, deswegen muss ich ihr das auch mal verziehen. Wichtig ist jetzt, dass wir wieder eine ganz andere Körpersprache, einen ganz anderen Willen zeigen.“ Dann sei möglicherweise auch ein Punktgewinn gegen Thalau drin, auch wenn Friedel deutlich macht, „dass das kein Gegner ist, mit dem wir uns über die ganze Saison hinweg messen müssen.“ Personell sieht es bei den Germanen wieder etwas besser aus:Die beidenDefensivspieler Tom Reinhardt und Cihan Yildirim kehren im Vergleich zur Vorwoche in den Kader zurück.

SG Bronnzell - SG Schlüchtern/Elm (Sonntag, 15 Uhr):

Auf den guten Saisonstart sind in Bronnzell zuletzt vier Partien ohne Sieg gefolgt. „Wir haben in den letzten Spielen zu wenig Ertrag erwirtschaftet“, moniert Trainer Stefan Dresel, der unter anderem die Verwertung der Torchancen als ein Problem aufführt. In sieben Spielen erzielte die Viktoria bisher nur sieben Treffer. Ganz im Gegensatz zu Schlüchtern/Elm, die SG stellt die viertbeste Offensive der Liga. „Das ist eine ganz gefährliche Mannschaft. Wir müssen aufpassen, dass wir die richtige Bilanz zwischen Offensive und Defensive finden“, fordert der Übungsleiter, der wohl weiterhin auf Routinier Jens Keim (Wadenprobleme) verzichten muss. Auch Lukas Haas’ Einsatz ist nach Grippe noch fraglich.

TSV Bachrain - Spvgg. Hosenfeld (Sonntag, 15 Uhr):

Unterschiedlicher könnten die Gefühlswelten aktuell wohl kaum sein. Während Bachrain noch immer auf den ersten Sieg wartet, erlebt Aufsteiger Hosenfeld einen Höhenflug, der zuletzt mit dem Sieg gegen Thalau gekrönt wurde. Mit jenen Thalauern bekommt es Bachrain nach dem Duell mit Hosenfeld zu tun. „Jetzt, wo wir nicht gut drauf sind, kommen die starken Gegner. Das sind natürlich undankbare Aufgaben für uns – oder vielleicht auch nicht, weil wir dann nichts zu verlieren haben“, sagt TSV-Trainer Francisco Martinez, der von einer „schwierigen Situation“ spricht:
„Wir sind nicht schlechter als die anderen Mannschaften. Aber irgendwann spielt eben auch der Kopf eine Rolle. Wir müssen jetzt alle dafür arbeiten, dass wir gemeinsam aus der Situation herauskommen.“ Dabei gelte es insbesondere die Torchancen besser zu verwerten: „In den letzten beiden Spielen hatten wir sehr viele Chancen, haben aber nur ein Tor erzielt. Die Gegner machen dagegen aus wenigen Chancen die Tore“, so Martinez, der sich gegen seinen Ex-Club schönere Vorzeichen gewünscht hätte.

FC Eichenzell - TSV Künzell (Sonntag, 15 Uhr):

Zuletzt sind die Britannen aus Eichenzell wieder richtig gut inFahrt gekommen: Dank der Erfolge gegen Ehrenberg und Müs ist die Rützel-Elf auf den fünften Tabellenplatz nach oben geklettert und hat mit Künzell nun den nächsten direkten Konkurrenten vor der Brust. In der Vorsaison hatten die Britannen beide Duelle für sich entschieden, dennoch warnt Trainer Heiko Rützel vor dem Gegner: „Sie haben vor der Saison einen Alexander Scholz verpflichtet, der da sicher nicht hingeht, um im gesicherten Mittelfeld zu landen. Der Start hat mich nicht überrascht, das wird für uns eine harte Nuss“, so Rützel, der der einzige Ausfall bei den Eichenzellern ist. Lucas Maierhof und Matthias Heumüller kehren wieder zum Team zurück. „Man merkt jetzt auch, dass alle inzwischen auf dem nötigen Fitnessstand sind. So kommt dann auch ein 7:0-Sieg in Müs zustande, wo wir ein perfektes Spiel abgeliefert haben.“

SVA Bad Hersfeld - VfL Eiterfeld/SG Leimbach (Sonntag, 15 Uhr):

SVA-Trainer Frank Ullrich spricht vor dem Duell von einem „extrem wichtigen Spiel. Zum einen, weil Eiterfeld aktuell in Schlagdistanz ist, zum anderen kommen auch danach mit Großenlüder und Kerzell Gegner, die auf Augenhöhe sind. Da dürfen wir vorher nicht den Anschluss verlieren.“ Aktuell weisen die Bad Hersfelder einen Rückstand von drei Punkten auf die Eiterfelder auf, gegen die Ullrich eine ganz enge Partie erwartet.

Obwohl die Asbacher aktuell noch auf ihren ersten Saisonsieg warten, ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft weiterhin bestens, wie Ullrich berichtet: „Eigentlich könnte ich meine Einschätzung auf Kassette aufnehmen und jede Woche neu abspielen. Mit unserer Einstellung bin ich sehr zufrieden, zuletzt lief nur oft alles gegen uns. Ich bin aber guter Hoffnung, dass wir jetzt mal drei Punkte holen, zumal wir diesmal außer Lucas Führer alle Mann an Bord haben.“ Ullrich wünscht sich für die Partie vor allem eines: „Ein frühes Tor, um wieder Selbstsicherheit zu bekommen.“

SG Aulatal - SV Großenlüder (Sonntag, 15 Uhr):

Es ist das Duell zweier Arbeitskollegen. Die beiden Trainer Markus Pflanz (Aulatal) und Frank Atzler (Großenlüder) kennen sich und das Team des jeweils anderen bestens, treten am Sonntag aber erstmals in einem Pflichtspiel gegeneinander an. Gesprächsstoff für die Mittagspause ist so oder so garantiert. Für Aulatal ist es bereits das fünfte Heimspiel der noch jungen Saison. Die bisherige Bilanz: Ein Sieg, zwei Unentschieden, eine Niederlage. / vg, kol

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