Für Saridogan ist Wörsdorf ein "angeschlagener Boxer"

Verbandsliga Mitte: Die Vorschau auf den Spieltag

10. März 2017, 13:00 Uhr

Torjäger Ivan Rebic (rechts) spielt am Sonntag gegen Spitzenreiter Waldgirmes. Foto: Marcel Lorenz.

Am Sonntag hält der Spielplan der Verbandsliga Mitte gleich fünf Begegnungen mit heimischer Beteiligung parat. Unter anderem kommt es ab 15 Uhr zum Derby zwischen Germania Schwanheim und der SG Oberliederbach. Der Tabellenzweite SV Zeilsheim möchte sich derweil gegen TuS Dietkirchen für die jüngste Niederlage gegen den SC Waldgirmes rehabilitieren. Spannend wird es auch im Tabellenkeller: Die DJK Flörsheim bekommt es vor heimischer Kulisse mit dem zuletzt aufstrebenden Tabellennachbarn VfB 1900 Gießen zu tun.

FV Biebrich - TSG Wörsdorf (Sonntag, 15 Uhr)

Nach dem gelungenen Restrundenstart gegen SF/BG Marburg (5:1), durfte der FV Biebrich am vergangenen Wochenende erst einmal wieder pausieren. Gegen Schlusslicht TSG Wörsdorf steht für das Team von Trainer Nazir Saridogan nun das zweite Ligaspiel im neuen Jahr an, vor der Begegnung findet der FV-Übungsleiter mahnende Worte: „Man könnte denken, dass das eine klare Sache ist, aber ich sehe das nicht so.“ Insbesondere gegen vermeintlich einfache Gegner, so Saridogan, habe sich der FVB zuletzt immer wieder schwer getan: „Wörsdorf hat sich noch nicht aufgegeben, das ist ein angeschlagener Boxer. Da wird mit Sicherheit alles abverlangt werden.“

Verletzungsbedingt fehlen wird nach wie vor Christian Kunert, dafür kehrt der zuletzt im Urlaub weilende Abwehrspieler Camilo Rivera in den FV-Kader zurück. „Wir können aus dem Vollen schöpfen, die Jungs sind gut drauf und haben Selbstvertrauen“, so Nazir Saridogan.

SV Zeilsheim - TuS Dietkirchen (Sonntag, 15 Uhr)

„Wir sind natürlich etwas enttäuscht, dass wir gegen Waldgirmes verloren haben, aber wir haben es gestern das letzte Mal besprochen und nun gilt die Konzentration Dietkirchen. Im Hinspiel gab es zwei Seiten: In der ersten Hälfte waren wir sehr dominant und in der zweiten haben die Dietkirchener gezeigt, dass sie eine gute Mannschaft haben und zurecht mit da oben stehen“, äußert sich SV-Trainer Sascha Amstätter vor dem Aufeinandertreffen mit den Limburgern.

Dietkirchen erwischte einen eher missglückten Jahresauftakt mit Niederlagen gegen Braunfels und Schwanheim am vergangenen Samstag. „Wir wollen nun unser Heimspiel gegen Dietkirchen gewinnen, um dann in unsere drei Derby-Wochen zu starten“, so die Marschroute von Amstätter, der den kommenden Gegner erst letztes Wochenende beobachten konnte. Definitiv fehlen wird dem SVZ Abwehrspieler Kevin Effiong, der weiterhin an einer Sprunggelenksverletzung laboriert.

Germania Schwanheim – SG Oberliederbach (Sonntag, 15 Uhr)

„Personell ist es schwierig, wir haben zwei Verletzte vom Spiel gegen Dietkirchen“, berichtet Germania-Trainer Thomas Pelayo vor dem Derby. So muss der Übungsleiter sowohl auf Danyal Tekin (Fußprellung), dem zuletzt die beiden Siegtreffer in Dietkirchen gelangen, als auch auf den angeschlagenen Fabian Pfeifer verzichten. Trotz des Ausfalls beider Stammkräfte, gibt sich Pelayo vorab ambitioniert: „Prinzipiell möchten wir natürlich schon den positiven Trend aufrechterhalten. Gegen Oberliederbach wollen wir punkten, egal wie. Das ist ein Derby und das hat seine eigenen Gesetze.“

Auf Zählbares ist man natürlich auch bei der SGO aus, auch wenn deren Sportlicher Leiter Tobias Merz anerkennende Worte für die Germania findet: „Ich sehe Schwanheim mittlerweile als gestandene Verbandsliga-Elf, die sich vor niemanden verstecken muss. Wir sind aber auch in der Lage, gegen jeden Gegner Punkte zu holen. Das ist auch am Sonntag unser Ziel.“ Nicht im SG-Aufgebot stehen werden übermorgen allerdings Neuzugang Benjamin Pfhal (Fußprellung) sowie der angeschlagene Alper Özdemir, der beim jüngsten Heimauftritt gegen Braunfels in der 15. Minute verletzt vom Feld musste. Dafür kann Oberliederbach-Trainer Asad Ahmad wieder auf seinen Stammkeeper Marco Kapias setzen, der zuletzt eine Gelb-Rotsperre abzusitzen hatte. „Die Mannschaft muss über 90 Minuten Vollgas geben“, spornt Tobias Merz seine Mannschaft vorab an.

FC Eddersheim – SC Waldgirmes (Sonntag, 15 Uhr)

Nach der herben 1:4-Auswärtsniederlage in Gießen, erwartet den FC Eddersheim mit Primus Waldgirmes keinesfalls der typische Aufbaugegner. Dennoch geht der Sportliche Leiter des FCE, Erich Rodler, mit einer ordentlichen Portion Vorfreude in die kommende Begegnung: „Wir waren alle enttäuscht von der Niederlage, aber das Training diese Woche ist gut gelaufen. Wir spielen jetzt nacheinander gegen Waldgirmes und Zeilsheim, mit denen wir uns eigentlich messen wollten. Wir sind sehr gespannt, wie wir uns da schlagen werden. Wir wollen das auf jeden Fall schon positiv gestalten.“ Das Hinspiel konnten die Mittelhessen mit 3:0 für sich entscheiden.

DJK Flörsheim – VfB 1900 Gießen (Sonntag, 15 Uhr)

„Ich denke mal, dass Gießen nun schon etwas bewegt hat mit seinem neuen Trainer. Diese Truppe scheint sich neue Ziele gesetzt zu haben und hat wohl in der Vorbereitung gut gearbeitet. Für uns ist aber natürlich jeder Gegner schwer“, äußert sich DJK-Trainer Hans Richter vor dem wichtigen Kellerduell gegen den VfB. Gießen präsentierte zuletzt ein anderes Gesicht, als noch vor der Winterpause, machte etwa dem Tabellenführer Waldgirmes das Leben schwer (0:1) und triumphierte am vergangenen Sonntag klar gegen den FC Eddersheim.

Nichtsdestotrotz pocht Richter, dem der gesperrte Alexander Stumm fehlen wird, vor dem Spiel auf drei Punkte, auch um sich für das unglückliche 2:2 in Wörsdorf zu rehabilitieren: „Wir wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen!“

(CN)