Fuß: "So gewinnen wir kein Spiel in dieser Saison"

"Blutleerer Auftritt" hinterlässt Fragen

31. Juli 2017, 16:04 Uhr

Benjamin Fuß (Nummer 17) versucht hier vergeblich, den Abschluss von Christian Bohl zu blocken. Foto: Charlie Rolff

Nach einem ganz schwachen Auftritt bei der 0:2-Derbyniederlage gegen den SV Flieden ist der Druck bei Hessenligist Borussia Fulda schon nach einem Spieltag groß.

"Wir haben uns den Druck selbst gemacht, weil es unser Anspruch ist, ganz oben mitzuspielen. Jetzt hast du spielfrei, dann fährst du nach Steinbach, ehe du wieder spielfrei hast. Wir haben maximal drei Punkte auf dem Konto, während die Konkurrenz uns mit vier gespielten Begegnungen natürlich schon ein Stück enteilen kann. Das ist alles andere als optimal, so haben wir uns das nicht vorgestellt", sagte Fuldas Kapitän Benjamin Fuß, der sich die ganz schwache Leistung nicht erklären konnte.

Während die Defensive um die beiden Ex-Profis Markus Gröger und Tobias Henneböle mit dem überragenden Fabian Schaub riesengroße Probleme hatte, lief in der Offensive um Sturmspitze Marcel Mosch so gut wie nichts zusammen. Enttäuschend waren auch die Einwechselspieler Vedran Jerkovic und Daniel Kornagel, die überhaupt keine Impulse setzen konnten. Lediglich Younes Bahssou, der nach seiner Bronchitis noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, sorgte für so etwas wie Belebung im Spiel nach vorne.

"In dieser Verfassung gewinnen wir kein Spiel in dieser Saison. Wir müssen uns um 180 Grad drehen, mit dieser Einstellung geht es nicht weiter", sprach Fuß Klartext, der kritisierte, "dass das ein blutleerer Auftritt von uns war. Wir haben zu keiner Phase der Begegnung zu unserem Spiel gefunden, obwohl uns bewusst war, dass Flieden uns alles abverlangen wird. Das ist schon sehr enttäuschend."

Auch Borussen-Coach Thomas Brendel konnte sich den Auftritt seiner Mannschaft nicht erklären, sprach dafür aber ganz offen über weitere mögliche Neuverpflichtungen. "Aktuell schauen wir uns das alles ganz genau an. Wenn wir der Meinung sind, dass irgendetwas nicht so läuft, wie wir wollen, kann es durchaus sein, dass wir noch etwas machen werden."

Autor: Max Lesser