Gajic ist bitter enttäuscht und sprachlos

SVG-Coach versucht, 0:11-Debakel zu erklären

08. März 2017, 12:00 Uhr

Goran Gajic hat an der 0:11-Niederlage zu knabbern. Foto: Friedhelm Eyert

Sein Debüt als Trainer in der Frauen-Hessenliga hat sich Goran Gajic gewiss anders vorgestellt: Mit 0:11 (0:6) musste sich der SV Gläserzell im Spitzenspiel, das nur auf dem Papier eines war, Eintracht Frankfurt geschlagen geben.

Bereits vor der Partie war Gajic bewusst, dass auf die SVG-Damen eine ganz schwere Aufgabe warte. "Mit so einer Niederlage haben wir aber nicht gerechnet. Wir waren alle sprachlos und bitter enttäuscht, zumal wir wirklich eine ordentliche Vorbereitung absolviert hatten", gewährt Gajic Einblicke in seine Gefühlswelt. Bemerkbar machte sich vor allem der dünne Kader der Gläserzellerinnen, so reiste der SVG nur mit 13 Spielerinnen nach Frankfurt, zwei mussten während der Partie allerdings verletzt ausgewechselt werden. "Da wir für beide Mannschaften am Wochenende nur 22 Spielerinnen hatten, musste einige doppelt spielen", berichtet Gajic.

Zu allem Überfluss musste Torfrau Jasmin Jökel kurz vor Ende der Begegnung ausgewechselt werden, nachdem sie sich am Arm verletzt hatte. "Gebrochen ist nichts, aber sie muss auf jeden Fall noch einmal zum MRT, da ihr Arm taub war. Wir müssen derzeit davon ausgehen, dass sie uns längere Zeit fehlen wird", bedauert Gajic, der seit seinem Amtsantritt im Januar mit großen Personalproblemen zu kämpfen hat. "Wir müssen über jedes Training froh sein, in dem sich niemand verletzt. Momentan ist nach jeder unserer Begegnungen ein Krankenwagen da."

So fehlten Gajic gegen Frankfurt schlichtweg die Alternativen auf der Bank, um weiteren Einfluss auf den Verlauf der Partie zu nehmen. "Mir waren einfach die Hände gebunden", sagt Gajic, der mitansehen musste, wie der Regionalligaabsteiger den SVG mit frühem Anlaufen immer wieder vor große Probleme stellte. "Wir müssen die nächsten Wochen irgendwie über die Runden kommen und können froh sein, dass wir schon so viele Punkte auf dem Konto haben."

Autor: Max Lesser