Gavrics Lufthoheit sichert Dreieich einen Punkt in Stadtallendorf

Hessenliga: Topspiel hält was es verspricht

18. März 2017, 16:38 Uhr

Ljubisa Gavric (links) sicherte dem Spitzenreiter mit zwei Kopfballtreffern nach Eckbällen einen Punkt in Stadtallendorf. Foto: Marcel Lorenz

Im Topspiel der Hessenliga haben sich Eintracht Stadtallendorf und Hessen Dreieich 2:2 (1:0)-unentschieden getrennt. In einem rassigen Spiel vor 500 Zuschauern kam es gerade in der zweiten Hälfte zu einem offenen Schlagabtausch, der eines Topspiels absolut würdig war.

Dreieichs Niko Opper war nach dem Spiel mit der Punkteteilung zufrieden. "Auswärts ein Punkt beim direkten Verfolger ist absolut in Ordnung. Gerade, dass wir zweimal nach Rückstand zurückgekommen sind, zeigt die große Qualität und Begeisterung, die in dieser Mannschaft steckt", ist der Kapitän voll des Lobes für seine Mannschaft, die sich "am Anfang schwer getan hat."

Denn zu Beginn fand Dreieich nicht wirklich in die Partie, obwohl der Spitzenreiter bereits nach fünf Minuten die dicke Chance zur Führung hatte. Alban Lekaj zog von links in den Strafraum und sah den mitgelaufenen Tino Lagator in der Mitte, der aber aus kurzer Distanz an Manuel Bachmeier im Tor der Gastgeber scheiterte.

Danach übernahm die Eintracht aber mehr und mehr die Initiative und hatte nach zwölf Minuten eine gute Möglichkeit. Kristian Gaudermann hatte sich auf der rechten Außenbahn gegen Loris Weiss durchgesetzt und flankte scharf herein. Daniel Vier zog aus zehn Metern direkt ab, verfehlte das Gehäuse aber knapp. In der Folge war etwas Leerlauf in der Partie, bevor sich nach einer halben Stunde die Ereignisse überschlugen. Erst scheiterte Opper aus der Distanz, dann Lagator wieder im Eins-gegen-Eins an Bachmeier. Auf der anderen Seite setzte Vier einen Kopfball knapp drüber, ehe Dominik Völk die Gastgeber in Front brachte. Nach einem Eckball von Erdinc Solak lauerte Völk am langen Pfosten und nickte aus kurzer Distanz über Maurice Paul im Dreieicher Gehäuse hinweg ein (33.). Daraufhin übernahm Dreieich das Kommando, aber die Gastgeber verteidigten leidenschaftlich und konnten die Führung in die Pause retten.

Alle Tore nach Standards

Die Hausherren kamen druckvoll aus der Kabine und hatten durch Laurin Vogt per Kopf die erste Chance der zweiten Hälfte. Kurz darauf schlug der Spitzenreiter aber zurück. Nach Ecke von Youssef Mokthari stieg Ljubisa Gavric am höchsten und köpfte wuchtig zum Ausgleich (53.). Sieben Minuten später hatte erneut Lagator die Gästeführung auf dem Fuß. Die Eintracht spielte auf Abseits und der Stürmer hatte freie Bahn, ließ sich aber zu viel Zeit, so dass Stadtallendorf noch klären konnte.

Die erneute Führung für den Tabellenzweiten erzielte schließlich Ceyhun Dinler. Nach einem Freistoß landete der Ball vor den Füßen von Vier, der fast von der Grundlinie in die Mitte auf Dinler flanken konnte, der kurz vor dem Tor keine Mühe hatte und einköpfte (66.). Doch nur vier Zeigerumdrehungen später fiel der erneute Ausgleich, wieder nach einem Eckball, der diesmal von Abassin Alikhil getreten wurde. Wieder stieg Gavric am höchsten und traf mit dem Kopf (70.).

In der Folge boten beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch und keiner wollte sich mit nur einem Punkt zufrieden geben. Weiss und der eingewechselte Khaibar Amani auf Seiten der Gäste, sowie Vogt für die Eintracht hatten jeweils den Siegtreffer auf dem Fuß. Gerade Vogt hätte vermutlich das "Tor des Jahres" erzielt, als er nach einer Flanke von der rechten Seite im Vorwärtsfallen mit der Hacke in Mkhitaryan-Manier an den Ball kam, aber das Gehäuse knapp verfehlte. "Ich habe einfach nur versucht, irgendwie an den Ball zu kommen. Wenn das Ding reingeht, ist hier was los", erklärte Vogt seinen Versuch.

"Gerecht ist das Unentschieden auf alle Fälle, beide Mannschaften hatten noch gute Chancen, aber mit ein bisschen Glück können wir auch gewinnen", gibt Vogt anschließend zu Protokoll. Den Kampf um die Meisterschaft will der Außenbahnspieler trotz der weiter neun Punkte Rückstand noch nicht vollends aufgeben. "Es sind noch acht Spiele", so Vogt, der aber auch zugibt, dass Dreieich natürlich so viele erfahrene Spieler hat, dass sie das eigentlich schaffen müssten."

Die Statistik

Eintracht Stadtallendorf: Bachmeier; Vidakovics, Völk, Döringer (69., Ademi) - Gaudermann, Vier, Arifi, Dinler - Solak, Williams, Vogt.
Hessen Dreieich: Paul; Lekaj (46., Kohl), Taljan, Gavric, Opper - Alikhil, Henrich (77., Dudda) - Weiss, Mokthari, Amiri - Lagator (77., Amani).
Schiedsrichter: Tobias Vogel (Frankfurt). Zuschauer: 500. Tore: 1:0 Dominik Völk (33.), 1:1 Ljubisa Gavric (53.), 2:1 Ceyhun Dinler (66.), 2:2 Ljubisa Gavric (70.).

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