Gehaltener Elfmeter macht Steinbach Mut
Nach einem 0:2 gegen Hadamar noch gepunktet
Die Steinbacher Zugänge Daniel Hanslik und Sasa Dimitrijevic holten mit ihrem Team einen Punkt. Foto: Ralph Kraus
Die 700 Besucher am Mühlengrund mussten aber zunächst mächtig durchatmen. Steinbach begann nervös, war zu Beginn noch überhaupt nicht in der neuen Liga angekommen. Schlimme taktische Fehler ließen furchtbares erahnen, als Hadamar per Doppelschlag innerhalb von nur 60 Sekunden mit zwei Toren davon gezogen war. „Wo sind denn unsere Sechser“, fragten sich die aufmerksamen Anhänger. In der Tat sahen Petr Paliatka und Michael Wiegand in beiden Szenen nicht gut aus.
Nachher waren sich dann auch beide Trainer einig: Knackpunkt im Spiel war letztlich die 19. Minute, als Cino Schwab unnötig foul spielte und Hadamar beim fälligen Elfmeter bereits auf 0:3 hätte davon ziehen können. Marco Motzkus parierte aber und hielt seine Mannschaft damit im Spiel. Mehr noch: Der gehaltene Elfmeter weckte die Lebensgeister beim SVS. Jetzt waren die Schwarz-Weißen endlich enger am Mann, fighteten sich ins Spiel. Spätestens so ab der 30., 35. Minute war Steinbach in der Hessenliga angekommen und die Aufholjagd hatte begonnen.
„Man hat gemerkt, dass nach dem vergebenen Elfmeter ein Ruck durch die Mannschaft ging“, freute sich SVS-Coach Karl-Josef Müller, dessen Elf schon vor der Pause zu zwei, drei guten Möglichkeiten kam, die den Anschluss hätten bedeuten können.
So aber dauerte es bis zur 63. Minute, ehe ein kluges Zuspiel von Daniel Hanslik das 1:2 einbrachte. Sasa Dimitrijevic umkurvte noch Keeper Hasselbach und ließ sich dann als erster Steinbacher Hessenliga-Torschütze feiern. Jetzt hatte Steinbach die Gäste aus dem Westerwald im Sack. Kopfballchancen von Kvaca (65.) und Münkel (69.), aber auch der im letzter Sekunde geblockte Ball von Daniel Hanslik (72.) hätten den Ausgleich bereits bringen können. Der fiel dann nach einem ähnlichen Foul wie vorher vor dem möglichen 0:3. Diesmal wurde Daniel Hanslik gefoult. Anders als zuvor Jonas Herdering bewies Florian Münkel vom Punkt aus Nervenstärke und glich aus.
„Weiter, weiter: Da geht noch mehr“, forderte „Kalle“ Müller sofort vom Spielfeldrand, doch daraus wurde nichts: Nach dem Ausgleich gab es keine Chancen mehr für ein mögliches Siegtor. „Das war trotzdem super in Ordnung. Mit dem Ergebnis und dem guten Spiel kann ich leben.“, so Müller.
Steinbach: Motzkus; Schwab, Bott, Trabert, Dimitrijevic (84. Schleinig), M. Wiegand, Paliatka, Kvaca, Rohde, Hanslik, Münkel.
Hadamar: Hasselbach; Schraut, Haubrich, Rademacher, Horz, Herdering, Rücker (83. Heene), Özdemir (66. Böcher), Gros (74. Tey), Schmitz.
Schiedsrichter: Patrick Haustein (FCGroßen-Buseck).
Zuschauer: 700.
Tore:
0:1 Michael Schmitz (13.),
0:2 Michael Schmitz (14.),
1:2 Sasa Dimitrijevic (63.),
2:2 Florian Münkel (79., Foulelfmeter).
Verschossener Foulelfmeter: Marco Motzkus (Steinbach) hält gegen Jonas Herdering (19.).

