2:0 gegen Lütter

Gerhard schießt den SVG zum Seriensieger

Frauen-Regionalpokal, Finale: Lütter entwickelt einen Derbyfluch

25. September 2019, 19:00 Uhr

Im Finale standen sich wie im Vorjahr Lütter (in grün) und Gläserzell (schwarz) gegenüber. Foto: Steffen Kollmann

Zum dritten Mal in Folge hat der SV Gläserzell den Frauen-Regionalpokal gewonnen. Im Finale gegen Hessenliga-Konkurrent TSG Lütter gab es auf dem Sportgelände von FT Fulda einen verdienten 2:0 (1:0)-Sieg.

„Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen, wie sie trotz ihres Alters so ruhig und abgezockt agiert“, freute sich der Trainer des Seriensiegers, Felix Dorn, der gleich neun Spielerinnen in der Startelf hatte, die jünger als 23 Jahre alt sind. Eine der ganz Jungen, Angreiferin Celine Gerhard, war die Matchwinnerin mit ihrem Doppelpack. Zunächst wurde sie nach 25 Minuten von Alicia Schmidt in Szene gesetzt und blieb vor dem Tor cool, ehe Gerhard mit einer eigentlich verunglückten Flanke, die im Kasten einschlug, für die Entscheidung sorgte (78.).

Schon die erste Chance des Spiels hatte die Tochter des Rückerser Spielertrainers, da konnte Lütters Torfrau Eva Lohmann aber noch gut parieren (13.). Grundsätzlich fehlte bei der TSG in Hälfte eins aber einiges. „Anscheinend können wir kein Derby“, stellte deshalb Trainer Andre Kleinheinz fest, dessen Elf schon vor zwei Wochen in der Liga gegen Gläserzell verloren hatte. „Das war von uns nur halbherzig. Wenn wir mehr kämpferischen Willen an den Tag gelegt hätten, hätte es der Gegner schwer gehabt.“

Etwas besser wurde es in Halbzeit zwei, wobei die ganz klare Ausgleichsmöglichkeit ausblieb. Wenn es gefährlich wurde, dann mit Distanzschüssen, weder bei Karolina Burkard noch bei Janine Pankow musste sich Torhüterin Jasmin Jökel aber wirklich Sorgen machen. Das System mit einer Fünferkette in der Defensive und einer Dreierkette in der Offensive funktionierte beim SVG super. „Wir wollten auch viel Ballbesitz haben und dominant spielen, ich denke das ist uns gut gelungen“, frohlockte Dorn.

Sein Gegenüber Kleinheinz war dagegen froh, dass es am Wochenende zu Frankfurt II und damit einem auswärtigen Gegner geht. Chance zur Derby-Wiedergutmachung gibt es dann am 3. Oktober in Pilgerzell, dessen Trainer Marcus Neugebauer sich vor Ort ein Bild machen konnte.

Die Statistik:

SV Gläserzell: Jökel – Schmidt, M. Schneider, Wypart – März, Schick, Breitfelder, Kolbe – Beck (73. Emde), Gerhard, Herzig (65. Koll).
TSG Lütter: Lohmann – Belz (79. Kerber), Nawrath, Auth, Bahr – Pankow – Betz (70. Strott), A. Schneider, Gaul (56. Henkel), Klaus – Burkard.
Schiedsrichter: Aaron Fritz (TSV Weyhers).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0, 2:0 Celine Gerhard (25., 78.).

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