Ginsheim schafft historischen Vereinserfolg

Verbandsliga Süd: 2:1- Sieg gegen Wald-Michelbach

21. Mai 2017, 18:05 Uhr

Die Ginsheimer - in der Mitte Trainer Artur Lemm - schworen sich nach dem Spiel auf Alsbach ein. Foto: Christoph Weß

Durch den 2:1 (2:1)-Heimsieg gegen Eintracht Wald-Michelbach hat der VFB Ginsheim die Meisterschaft wegen des Auswärtserfolges der Spvgg. Neu-Isenburg bei der Usinger TSG vorzeitig zwar nicht gewonnen, die Aufstiegsrunde aber dadurch mindestens und somit schon ein Novum in der Vereinsgeschichte Ginsheims erreicht.

VFB Ginsheim - Eintracht Wald-Michelbach 2:1 (2:1)

Für Ginsheim lief es bis zu weiten Teilen in der ersten Halbzeit wie am Schnürchen: Schon nach dreizehn Minuten ging die Lemm-Elf in Führung, und das sehr sehenswert mit einem trockenen Schuss von Kamil Kwiaton ins rechte halbhohe Eck. Als nach zwanzig Minuten die erste Wasserstandsmeldung über die Usinger Führung kam, hatte das keinen besonders interessiert: "Neu-Isenburg hat mich überhaupt nicht interessiert. Wir wollten über den Fleiß kommen, das haben wir gemacht, und so verdient gewonnen", sagte Ginsheims Coach Artur Lemm nach dem Spiel. Erst in der 17. Minute durfte Ginsheims Torwat Lukas Langenstein einen Ball halten, Malcom Darffour startete den Versuch aus etwa 22 Metern.

Dann aber wieder der VFB: Nachdem Ilyasse Attia Wald-Michelbachs Keeper Sven Helfrich nach einer halben Stunde zu einer Glanzparade zwang, traf dann doch Tobias Bednarz per Kopf zum 2:0 (33.). Das war doch mal eine beruhigende Führung - aber nur für drei Minuten, denn zu was die Odenwälder selbst nicht in der Lage waren, besorgte Ginsheims Oliver Schmitt mit einem Eigentor. Dem scharf und fest hereingebrachten Ball von Jens Bundschuh konnte er aber so gut wie garnicht ausweichen.

Jetzt schon größter Erfolg in Vereinsgeschichte

Mit Beginn der zweiten Halbzeit schöpfte Wald-Michelbach sein Auswechselkontingent aus, das brachte zwar nicht gerade den Umschwung, aber schon etwas mehr Dynamik in das Spiel der Haag-Truppe: "Wir haben das Spiel erst nach etwa 20 Minuten angenommen. Wir haben uns einen schönen Abschluss gewünscht, weil viele Spieler wie ich zum Saisonende gehen. Das war heute für uns eine zusätzliche Motivation. Ginsheim hat aber verdient gewonnen", konstatierte der Neu-Isenburger Jan Gebhardt. So sehr viel tat sich in Durchgang zwei auch nicht mehr. Die Männer vom Mainspitzdreieck versuchten es zu oft durch die Mitte, entgegengesetzte Konter der Gäste konnten aber auch nicht so richtig zum Abschluss gebracht werden.

"Wir mussten gewinnen , um unsere Position zu behalten. Jetzt gilt es, in Alsbach noch einmal zu gewinnen. Den größten Erfolg unserer Vereinsgeschichte haben wir durch das Erreichen der Aufstiegsrunde schon erreicht. Alles, was dazukommt, nehmen wir gerne an", so Lemm. Gebhardt möchte in der kommenden Saison auch gerne mit seinem neuen Verein, der Spielvereinigung Neu-Isenburg in der Hessenliga spielen: "Für mich war das heute hier in Ginsheim eine zusätzliche Motivation. Es hat leider nicht ganz gereicht. Ich denke, dass Neu-Isenburg vielleicht schon noch Meister werden kann, sie sich zumindest aber über die Aufstiegsrunde für die Hessenliga qualifizieren. Die Mannschaft ist einfach sehr stark", urteilte Gebhardt.

Die Statistik:

VFB Ginsheim: Langenstein; Carbone, Finger, Bednarz, Manneck (81. Halla), Kwiaton, Attia (74. Raspaglia), Görlich, Karabey (87. Wein), Wagner, Schmitt - Trainer: Artur Lemm.
Eintracht Wald-Michelbach: Helfrich; Memic, Bundschuh, Brunner, Darffour, Stojnic, Artun (46. Fetsch), Hastert, Roth (46. Kappes), Strkalj (46. Schmidt), Gebhardt - Trainer: Sebastian Haag.

Schiedsrichter: Patrick Glaser (Wiesbaden).
Zuschauer: 270.
Tore: 1: 0 Kamil Kwiaton (13.), 2:0 Tobias Bednarz (33.), 2:1 Oliver Schmitt (36., Eigentor).

Autor: Christoph Weß

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