Gipfeltreffen in Eichenzell - "Deshalb spielt man Fußball"

Gruppenliga: Rothemann hofft auf erneuten Coup

16. September 2016, 07:00 Uhr

Wird Heiko Rützel auch heute jubeln? Foto: Charlie Rolff

In der Gruppenliga rückt an diesem Wochenende vor allem eine Partie in den Fokus: Das Topspiel am heutigen Freitagabend in Eichenzell. Sowohl auf Seiten der Britannen als auch der SG Johannesberg ist die Vorfreude riesig.

Eichenzell - Johannesberg (Freitag, 18 Uhr)

„Wir freuen uns auf das Spiel: Es ist jetzt der zehnte Spieltag und da sagt die Tabelle schon ein bisschen was aus. Von daher ist es ein echtes Schlagerspiel. Deshalb spielt man Fußball“, so Eichenzells Spielertrainer Heiko Rützel, der wieder auf Jan-Friedrich Meister zurückgreifen kann.

„Nach den torreichen Spielen gegen Ehrenberg und Großenlüder wäre ich diesmal auch mit einem 0:0 zufrieden. Letzte Runde in Kerzell hatten wir die beste Abwehr. Das war und ist eigentlich auch mein Anspruch in Eichenzell. Vor allem bei Standards sind wir aber immer wieder vogelwild.“

Große Vorfreude herrscht auch bei Johannesberg-Coach Jochen Maikranz vor dem Schlagerduell. "Es wird aber eine große Herausforderung für uns, wir treffen auf die torreichste Offensive der Liga", sagt Maikranz, der abgesehen von Radomir Vlk (Gesperrt) sowie die Langzeitverletzten Robin Kleemann, Marius Diel und Onur Özger auf den gesamtem Kader zurückgreifen kann. "Wir fahren als Tabellenführer nach Eichenzell und wollen das auch bleiben", gibt Maikranz die Marschroute vor.

TSV Rothemann – SG Ehrenberg (Sonntag, 15 Uhr):

„Natürlich sind wir unzufrieden den Spielen und vor allem mit der Punktausbeute. Aber wir werden jetzt garantiert nicht alles in Frage stellen. So schlecht waren die Spiele nicht und wir haben ja auch erst zweimal verloren. Momentan ist das für uns auch so ein bisschen eine Geduldsfrage“, sagt Ehrenbergs Spielertrainer Robert Schorstein, der auch die Ausfälle nicht als Entschuldigung ansehen will. „Ich bin kein Freund davon zu argumentieren, dass der ein oder andere mal fehlt.“

Wesentlich besser läuft es für sein Gegenüber Daniel Rother. Der denkt entsprechend frech schon an den nächsten möglichen Coup: „Letztes Jahr haben wir gezeigt, wie es gegen Ehrenberg geht. Da haben wir 1:0 gewonnen. Das war zwar ein dreckiger Sieg, aber wenn es diesmal wieder so kommt, dann nehme ich das sehr gerne an“, lacht Rother, der diesmal wieder auf Sebastian Ruhl (Urlaub beendet) zurückgreifen kann.

SVA Bad Hersfeld - Bachrain (Sonntag, 15 Uhr):

Von „ein bisschen mehr Druck“ spricht Asbachs Spielertrainer Fabian Kallée nach dem Unentschieden im Kellerduell gegen Kerzell und vor dem Heimspiel gegen den TSV Bachrain. Gerade in der ersten Halbzeit habe sein Team in Kerzell nicht das auf den Platz bringen können, was sich die Asbacher eigentlich vorgenommen hatten. „Vieles ist im Moment Kopfsache. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die aktuell in manchen Situationen zu viel nachdenkt“, so Kallée.

In puncto Erfahrung sei der kommende Gegner Bachrain seinem Team jedenfalls einiges voraus: „Das wird auf jeden Fall ein anderes Kaliber. Bachrain gehört für mich in der Tabelle auch deutlich weiter nach oben.“ Während Maximilian Schuch gegen den TSV in den Kader zurückkehrt, mussten die Asbacher in dieser Woche eine neue Hiobsbotschaft verdauen: Tim Ulrich muss am Meniskus operiert werden und fällt somit in den nächsten Wochen definitiv aus.

Schlitzerland - Thalau (Samstag, 17 Uhr)

Zuletzt waren die Thalauer gut drauf, feierten einen 3:0-Erfolg gegen Bronnzell und hatten vor der knappen Niederlage gegen Eichenzell auch Künzell und Borussia Fulda II bezwungen. Nun soll der Lauf von Überraschungsteam Schlitzerland gestoppt werden. Im Vorjahr konnte allerdings Schlitzerland in beiden Partien die Oberhand behalten.

Bronnzell - Großenlüder (Sonntag, 15 Uhr)

"Beide Mannschaften sind schlecht gestartet. Wer dieses Spiel verliert, wird noch eine Weile unten in der Tabelle bleiben", sagt Großenlüders Trainer Thomas Reith, der hofft, dass nach dem 5:6 gegen Eichenzell nun wieder die Defensivleistung seiner Mannschaft passt. "Offensiv geht dann bei uns immer etwas."

Autor: Viktoria Goldbach

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