Für Gören ist klar: "Die wollen Revanche"

Verbandsliga: Derby in Lehnerz

23. März 2017, 19:31 Uhr

Sedat Gören erwartet mit Lehnerz II den Hünfelder SV. Foto: Charlie Rolff

Eine Heimklatsche fast schon historischen Ausmaßes musste der Hünfelder SV in der Hinrunde gegen Lehnerz II hinnehmen. Das 1:5 hinterließ Spuren beim Verbandsliga-Dritten, die Scharte soll am Sonntag in Lehnerz ausgemerzt werden. Bereits am Samstag kann Buchonia Flieden die Tabellenführung mit einem Heimsieg gegen den Melsunger FV verteidigen.

SV Buchonia Flieden - Melsunger FV (Samstag, 15.30 Uhr).

Der Auswärtssieg in Schwalmstadt war ein hartes Stück Arbeit für die Buchonen, allerdings bedarf es solcher Siege, um letztlich ganz oben zu landen - und das weiß auch Coach Meik Voll, der die Megaserie nun gegen Melsungen ausbauen will: "Wir sind sehr gut auf den Gegner eingestellt. Melsungen kämpft ums nackte Überleben und ist ein gefährlicher Gegner, wir wollen aber ganz einfach wieder unser Spiel durchziehen, was uns auch schon in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hat." Und damit will er auch wieder ein paar mehr Zuschauer ins Königreich locken, schließlich seien die Zahlen dahingehend noch immer nicht befriedigend. Zurück in den Kader werden Sascha Rumpeltes und André Leibold kehren.

TSV Lehnerz II - Hünfelder SV (Sonntag, 15 Uhr).

Das Hinspiel brachte für den HSV einen großen Lerneffekt mit sich, wie Trainer Dominik Weber noch allzu gut weiß: "Da hatte sich gezeigt, dass gewisse Spieler auf gewisse Positionen zu stellen, ein Fehler war." Die Balance im Spiel der Hünfelder ist seither eine ganz andere, die Vorraussetzungen für Weber aber ähnliche: "Im Hinspiel hatte Lehnerz eine enorme Qualität auf dem Platz und das wird am Sonntag nicht anders werden. Ich rechne mit Mistretta, Tusha, Jordan, Lesser und Kress. Das sind gestandene Top-Hessenligaspieler. Aber für meine Mannschaft ist es auch schön, sich gegen so Spieler zu beweisen, das ist ihr Anspruch." Weber nahm den kommenden Gegner zuletzt in Neuhof in Augenschein und ist voll des Lobes: "Gaul hat mir in der Innenverteidigung gegen Görner überragend gefallen, mit Hohmann und Wolf haben sie super Freistoßschützen und Herr und Say auf der Doppelsechs haben auch richtig Qualität." Wieder im Kader werden Kapitän Johannes Helmke und Lukas Budenz sein.

Sedat Gören erinnert sich freilich gerne an das Hinspiel zurück: "Das war sicherlich eines unserer besten Spiele. Wir wissen aber auch, dass Hünfeld auf Revanche aus sein wird, dafür sind wir gewappnet." Wie sehr seine Lehnerzer am Sonntag vom Hessenliga-Kader unterstützt werden, weiß Gören noch nicht, stellt aber auch klar: "Das ist nicht so sehr entscheidend. Aus meinem Kader sind alle Spieler fit und die Mannschaft ist mittlerweile so gefestigt, dass wir sie auch alleine loslassen können." Wobei er freilich nichts gegen einen Einsatz von Pierre Mistretta hätte, der am Samstag beim Spiel des Hessenligateams in Hadamar gesperrt passen muss. Schließlich sei Mistretta einer der absoluten Ausnahmespieler der Region. Gespielt wird wohl erneut auf Kunstrasen, wo Lehnerz II auch die ganze Woche trainiert hat.

KSV Hessen Kassel II - RSV Petersberg (Sonntag, 15 Uhr).

"Wir lassen uns nicht verrückt machen, wir hatten schon ganz andere Konstellationen. Und wir haben es bislang immer hinbekommen, dass wir die Situationen gefühlsmäßig ganz sachlich einschätzen können", sagt RSV-Coach Rolf Gollin nach den jüngsten drei Niederlagen, die natürlich nagen, allerdings auch erklärbar sind. Der RSV lechzt danach, wieder einen einigermaßen vollen Kader zur Verfügung zu haben, allerdings legt Gollin auch Wert darauf, bei den Angeschlagenen nichts zu überstürzen: "Kubilay Kücükler musste ich vom Trainingsplatz holen. Es ist schön, dass sie wollen, wir müssen aber mit Vorsicht walten", erklärt Gollin, der in Hessen Kassel II eine absolute Wundertüte erwartet und es nicht gerade als Vorteil wahrnimmt, dass das Regionalligateam bereits am Freitag im Einsatz ist: "Da wir sowieso nicht wissen, was uns erwartet, müssen wir uns vor allem auf uns konzentrieren und versuchen die groben individuellen Fehler aus der Vorwoche abzustellen."

GSV Eintracht Baunatal - SG Bad Soden (Sonntag, 15 Uhr).

Drei Niederlagen in Serie spiegelt laut Soden-Trainer Tino Schmitt keinesfalls das Engagement seines Teams wider: „Wir arbeiten wirklich gut. Wenn wir beispielsweise die Einstellung, den Wille, den Biss wie in der ersten Halbzeit am vergangenen Samstag an den Tag legen, dann bin ich davon überzeugt, dass wir schnell wieder gewinnen werden.“ Am liebsten schon in Großenritte, denn Schmitt ist sich bewusst: „Sollten wir dort verlieren, ist Baunatal wieder richtig dick im Geschäft und wir rutschen langsam aber sicher ganz unten rein.“ Vermeiden möchte man solch ein Szenario mit eigenem Spiel aus guter Deckung heraus. Fehlen wird Tim Mulfinger, der ein erstes Lauftraining abbrechen musste, auch Jan Breitenberger und Kevin Paulowitsch sind angeschlagen, dafür wird Hamza Boutakhrit mindestens in den Kader, vielleicht sogar in die Startelf zurückkehren.

SV 07 Eschwege - SV Neuhof (Sonntag, 15 Uhr).

Noch ist es nicht das Jahr das SV 07 Eschwege, schließlich sprang aus den beiden Auswärtsspielen (1:1 in Melsungen, 0:2 in Willingen) erst ein Zähler raus, dazu fiel ein Spiel aus und einmal war spielfrei. Nun gastiert der SV Neuhof zum ersten Heimspiel des neuen Jahres auf der Torwiese. Beim SVN ist Keeper Dogus Albayrak nach Rotsperre wieder spielberechtigt.

Autor: Johannes Götze

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