Götzes Freistoßflanke ist der Türöffner

Verbandsliga: Dezimierte Fliedener schlagen CSC Kassel 2:0 - Fotostrecke

24. September 2016, 17:43 Uhr

Fabian Schaub (rechts) lieferte sich einige packende Duelle. Foto: Charlie Rolff

Der SV Flieden bleibt auch nach dem neunten Verbandsligaspiel in Folge ungeschlagen: Im Topspiel gegen den aufstrebenden Neuling CSC 03 Kassel gelang den Buchonen ein verdienter 2:0 (0:0)-Erfolg, die damit den zweiten Rang verteidigten. Obwohl die erste Hälfte packender und intensiver war, fielen die Treffer erst nach der Pause.

Den besseren Start in die Partie erwischten allerdings die Nordhessen um Trainerfuchs Lothar Alexi: Zwischen der 5. und 20. Minute war CSC am Drücker, während die Fliedener in den Zweikämpfen die Präsenz vermissen ließen. Glück für das Team von Meik Voll, dass Igor Radosavljevic in dieser kritischen Phase erst knapp am Tor vorbeiköpfte (12.), ehe der einzige Stürmer der Kasseler den Pfosten traf (16.). "Danach hat sich Flieden ins Spiel reingearbeitet", stellte Gästecoach Lothar Alexi fest. Flieden wirkte nach dem Alu-Treffer wacher und zielstrebiger, spielte bisweilen sogar sehr ansehnlich nach vorne. Stark, wie Felix Hack einen Diagonalball auf links klasse annahm, um daraufhin im Rückraum Marc Götze zu bedienen. Dessen Abschluss geriet jedoch zu mittig (30.).

Gerade im ersten Durchgang entwickelten sich viele rassige Zweikämpfe, vor allem das Duell zwischen Fabian Schaub und seinem Kasseler Bewacher Lars Frerking war mitreißend, teilweise spielten sich Mann-gegen-Mann-Situationen am Rande der Legalität ab. Einen glasklaren Elfmeter bekamen die Buchonen allerdings vor der Pause verweigert, als Drews nach einem Doppelpass mit Hack von Jan Iksal klar gelegt worden war (42.). "Der Referee hatte eine extrem lange Leine, allerdings hat er die bis zum Ende behalten. Deshalb habe ich ihm auch zu seiner Leistung gratuliert", erklärte Meik Voll nach Spielende.

Da konnte Fliedens Trainer schon entspannt sein, schließlich erzielte die Buchonia im eher zähen zweiten Durchgang die Tore, die man sich durch starke 25 MInuten Ende der ersten Hälfte erarbeitet hatte. "Türöffner" zum Sieg war Marc Götze, dessen Freistoß von halblinks immer länger wurde, Schaub nicht an den Ball kam, das Spielgerät aber schließlich in die lange Ecke fiel (68.). "Sorry, dass ich das sage: Aber das war ein Scheiß-Freistoß. Das Foul war überflüssig", betonte Alexi in der Pressekonferenz. "Ohne dieses Ding wäre das Spiel 0:0 ausgegangen." Stattdessen stand es nach 90 Minuten 2:0, weil der trotz Knieproblemen nimmermüde arbeitende Schaub bei einer Linksflanke seinen Dauerbewacher Lars Frerking so unglücklich am Rücken traf, dass der Ball ins Tor ging (84.).

"Ansonsten gab es kaum Chancen im zweiten Durchgang, weil beide Mannschaften sehr diszipliniert verteidigt haben", analysierte Meik Voll, der die eigenen Anhänger trotz der tollen Erfolgsserie mit neun ungeschlagenen Partien in Serie und dem daraus resultierenden Rang zwei um Demut bat: "Wir haben derzeit gerade einmal zwölf Spieler zur Verfügung, von denen einige wie Fabian Schaub sich nur so durch die Begegnungen quälen. Mit Michael Drews hatte ich heute einen Spieler auf der Bank, der gar keinem geregelten Trainingsbetrieb nachkommt. Umso stolzer bin ich, wie die Mannschaft derzeit Woche für Woche auftritt."

Flieden: L. Hohmann; Leibold, Bartel, N. Hohmann, Rumpeltes - C. Kress, Kovacevic - Götze, Drews, Hack (75. B. Kress) - Schaub (84. Trenkler).
CSC Kassel: Bartuli; Steinhauer, Frerking, Iksal, Frackmann - Kuhn - Kouay (76. Kökert), Käthner, Dawid (76. Mand), Pape - Radisavljevic.
Schiedsrichter: Michael Gutbrod (SV Kürnach). Zuschauer: 200. Tore: 1:0 Marc Götze (68.), 2:0 Lars Frerking (84., Eigentor).

Autor: Christian Halling

Vermarktung:

Mehr zum Thema