Goran Gajic: "Es wird ein Abenteuer"
Gläserzells neuer Frauen-Coach im Interview
Nur wenige Wochen nach deinem Rücktritt in Petersberg bist du zurück auf der Fußballbühne. Dass es letztlich die Damenmannschaft des SV Gläserzell wurde, war doch ein wenig überraschend...
Ja, ich war selbst überrascht, als die Anfrage kam. Zumal ich bislang mit dem Frauenfußball noch überhaupt keine Berührungspunkte hatte.
Wie konnte dich der Verein also überzeugen?
Die Gespräche verliefen absolut positiv. Ich hatte das Gefühl, dass der Verein und die Mannschaft sich weiterentwickeln wollen und bereit sind, neue Dinge zu erlernen. Wichtig war mir zudem, dass das Team sich bereits auf einem guten Niveau befindet und fußballerisch sehr viel mitbringt. Ich habe mir vor meiner Zusage ein Spiel der Damen angeschaut und war positiv überrascht von der Qualität des Teams. Ich habe ein gutes Gefühl und glaube, dass es eine geile Sache werden kann. Es wird ein Abenteuer.
Welche Ziele steckst du dir mit deinem neuen Team?
Da möchte ich erst einmal die Wintervorbereitung abwarten, ich muss das Team zunächst besser kennenlernen. Mit Eintracht Frankfurt gibt es einen absoluten Topfavoriten, das haben sie mit ihren starken Leistungen in der Hinrunde bereits untermauert. Außerdem scheint Opel Rüsselsheim sehr konstant zu sein. Für ganz oben wird es daher wahrscheinlich nicht reichen, aber wir wollen mit gutem Fußball überzeugen. Mittelfristig wäre es klasse, wenn ich wie bei meinen Stationen in Thalau, Kerzell und Petersberg wieder einen Aufstieg schaffen könnte. Das würde meiner Karriere einen weiteren Schub geben.
Zugesagt hast du aber zunächst nur bis Sommer....
Ja, weil ich die Mannschaft erst kennenlernen und abwarten möchte, wie sie die Dinge annimmt. Ich kann mir durchaus vorstellen, in Gläserzell längerfristig zu arbeiten. Schließlich ist der Verein im Frauenfußball die Nummer eins der Region.
Welchen Fußball möchtest du mit den Damen spielen? Was schwebt dir im Kopf vor?
Da werde ich wie bei all meinen bisherigen Vereinen vorgehen: Ich werde mich nach den Qualitäten des Kaders richten und meine Philosophie entsprechend anpassen. Insgesamt bin ich aber guter Dinge, dass wir ansehnlichen Fußball spielen werden.


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