Große Töne aus Flieden
Tamino Ranft (rechts) und der SV Flieden II starten heute Abend in die Relegation zur Kreisoberliga. © /Charlie Rolff
Bellings/Hozenzells Spielertrainer Florian Ertel weiß nach der Niederlage der Fliedener in Schweben, die dem SVS den Titel sicherte und der Buchonia die Relegation bescherte , nicht so recht, wie er den Gegner einzuschätzen hat. Die eigentlich spielstarke Mannschaft aus dem „Königreich“ mit ihrem 98-Tore-Sturm ließ in diesem Endspiel vor 1200 Besuchern spielerisch zu wünschen übrig.
Vor Start in Aufstiegsrelegation: Große Töne aus Flieden
Flieden ist ein Team, in dem beinahe jeder Tore schießen kann. Bei dieser hohen Trefferzahl ungewöhnlich: Die besten Torschützen Tim Löser und Clirim Zhabari haben nur je neun Treffer auf ihrem Konto. „Wir haben keinen ausgewiesenen Torjäger“, sagt Trainer Marius Sievers, der selbstbewusst in die Partie geht. „Wir sind qualitativ so gut besetzt, dass wir in die Kreisoberliga müssen.“ Sievers weiß, was man besser machen muss als in Schweben: „Wir haben zu wenig aufs Tor geschossen und unsere spielerische Linie nicht durchgezogen. In Bellings müssen wir unsere DNA auf den Platz bringen und spielerisch überzeugen. Es war in Schweben nicht einfach, das wird es in Bellings auch nicht.“ Personell will sich Sievers nicht in die Karten schauen lassen. „Es werden ein, zwei Spieler wegfallen und ein, zwei neue dazukommen.“ Namen will er nicht nennen. Bellings könnte mitlesen.
Florian Ertel und sein Team überraschten am letzten Saisonspieltag mit einem 4:1-Erfolg gegen Aufstiegsanwärter FSG Vogelsberg, der in Bellings die Gruppenliga-Relegation verpasste. Auch Ertel versprüht Optimismus: „Wir gehen erhobenen Hauptes in die beiden Spiele.“ Dabei hat Ertel noch ein paar Pfeile im Köcher, wie er andeutet. „Wir können gegen Flieden mit der vollen Kapelle spielen, da wir gegen Vogelsberg den einen oder anderen geschont haben.“ Ertel will sich nicht vom Gegner das Spiel diktieren lassen, sondern seinen Matchplan durchziehen. „Entscheidend wird sein, wer das mental besser hinbekommt. Für viele junge Spieler ist es sicher nicht einfach vor so einer Kulisse zu spielen. Das ist wie Pokalmodus. Du hast ein Spiel, in dem musst du liefern.“ In Bellings rechnet man mit einer Topkulisse von rund 1000 Zuschauern.


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