Gruppenliga: Müller freut sich auf einen "Bombengegner"

Petersberg gegen Bad Soden vor "superleichter Aufgabe"

06. März 2015, 10:00 Uhr

Künzell-Coach Marcel Müller freut sich auf das Spiel. Foto: Max Lesser

Wenn in der Gruppenliga von den fünf Erstplatzierten am Wochenende vier im direkten Vergleich aufeinandertreffen, ist Spannung garantiert. Und das, obwohl sich Künzell und Petersberg vor dem Spiel als klare Underdogs darstellen.

Gruppenliga-Spitzenreiter Neuhof reist am Samstag (15.30 Uhr) zum Tabellenfünften Künzell - auf dem Papier ein absolutes Topspiel: "Tabellarisch sieht es danach aus. Für mich spielen Bad Soden und Neuhof aber in einer anderen Liga, da ist man klarer Außenseiter", tritt Künzells Trainer Marcel Müller auf die Euphoriebremse. Die 5:0-Hinspielniederlage scheint dem 32-Jährigen in dieser Annahme rechtzugeben, mit der Leistung war er in Neuhof grundsätzlich jedoch sehr zufrieden. "Bis zur 80. Minute waren wir richtig gut. Es hat dann einfach noch an der Erfahrung gefehlt." Mit der Vorbereitung ist Müller nicht wirklich zufrieden, da gerade in den ersten Wochen die Trainingsbeteiligung schlecht gewesen sei. Dass dann gleich der Tabellenführer kommt, sieht er dagegen nicht als Nachteil - ganz im Gegenteil. "Mir ist es ganz recht, dass am Anfang so ein Bombengegner kommt. Die Jungs sind heiß, und nach der langen Winterpause daheim gegen einen klasse Gegner - was kann es Schöneres geben?"

Petersberg will Revanche für das Hinspiel

Nach der 0:2-Niederlage in Hohenroda empfängt der RSV Petersberg die SG Bad Soden (Sonntag, 15 Uhr). "Das ist für uns eine superleichte Aufgabe", sagt Trainer Rolf Gollin. "Gegen Bad Soden ist eine Niederlage keine Blamage. Außerdem haben wir bislang vor den Spitzenteams keine Ehrfurcht gezeigt, wir waren eher noch konzentrierter." Tatsächlich gab es einzig im Hinspiel in Soden (0:1) eine Niederlage gegen die Top Drei, gegen Neuhof (ein Sieg und ein Unentschieden) und Ehrenberg (3:1) ist der RSV ungeschlagen. "Das Hinspiel verlief mehr als unglücklich. Wenn es so etwas wie ausgleichende Gerechtigkeit gäbe, müssten wir am Sonntag gewinnen." Dass es dazu wohl mehr brauchen wird, als das fehlende Glück aus dem Hinspiel, ist Gollin klar: "Gegentore wie der dumme Elfmeter gegen Hohenroda darf es nicht geben. An so einem Tag muss alles passen, zu hundert Prozent", so der 46-Jährige, dessen Team am Dienstag durch einen 12:1-Testspielsieg gegen Kreisoberligist Ulstertal eventuell verlorenes Selbstvertrauen zurückerlangen konnte.

Rother gibt sein Pflichtspieldebüt

In Rothemann soll es gegen Großenlüder (Sonntag, 15 Uhr) mit einer Woche Verspätung das Pflichtspieldebüt von Spielertrainer Daniel Rother geben. "Die Vorfreude ist riesig. Es wird Zeit, dass es endlich wieder los geht", so der 38-Jährige. Dass er dabei erstmals die Geschicke als Trainer leiten wird, stellt dabei für Rother keine Besonderheit dar: "Da bin ich mittlerweile zu erfahren, es wird genauso sein wie als Spieler." Durch acht sieglose Spiele vor der Winterpause wurde in Rothemann die gute Ausgangslage verspielt. Mit einem Sieg gegen Großenlüder könnte man sich wohl von jeglicher Abstiegsangst befreien. Unterschätzen will er dabei das Team von Thomas Reith aber nicht. "Die Mannschaft wird sicher topfit sein und kämpfen bis zum Ende."

Autor: Steffen Kollmann