Gruppenliga: Stefan Dresel tritt auf die Bremse
Schmier hofft, elf Mann zusammenzubekommen
Bronnzell-Coach Stefan Dresel will auch nach dem Bachrain-Spiel weiter ungeschlagen sein. Foto: Ralph Kraus
Hessen Hersfeld - RSV Petersberg (Samstag, 17 Uhr):
Vor dem Spiel David gegen Goliath redet Hessen-Coach Andreas Schmier gar nicht erst lange um den heißen Brei herum: "Wir sind zurzeit nicht konkurrenzfähig. Für uns geht es nur um Schadensbegrenzung." Denn die personelle Situation wird bei den Hessen gewiss nicht besser. Nun fehlen den Festspielstädtern auch noch einige A-Junioren-Spieler, die zuletzt bei den Senioren aushalfen. "Wir haben ein massives Aufstellungsproblem. Ich bin froh, wenn ich irgendwie elf Mann zusammenbekomme", sagt Schmier, der trotz des Katastrophenstarts von sechs Niederlagen bei 7:41-Toren die Saison bis zum Schluss durchziehen möchte.
TSV Bachrain - SG Bronnzell (Sonntag, 15 Uhr)
Vier gegen Drei - am Geisküppel steigt das Verfolgerduell der Gruppenliga. "Ich erwarte ein intensives, kampfbetontes Spiel auf Augenhöhe", sagt Viktorias Trainer Stefan Dresel, der Bachrain aufgrund des kleinen Platzes im Vorteil sieht. "Bachrain wird viele lange Bälle spielen, da wird es schwer für uns in Pressingsituationen zu kommen", glaubt Dresel.
Der DFB-Elite-Lizenz-Inhaber ist mit Bronnzell als einziger Verein der Liga noch ungeschlagen. "Wir haben in den vergangenen Wochen einen Schritt nach vorne gemacht. Es ist aber nicht mehr als eine Momentaufnahme. Trotzdem musste ich im Training ab und an mal auf die Bremse treten, wir wollen auch in Zukunft bescheiden bleiben", erklärt Dresel. Entscheidend sei der September, wenn die Viktoria neben Bachrain auch noch auf Johannesberg und Ehrenberg treffen wird. "Danach wird eine Tendenz zu erkennen sein", ist Dresel sich sicher.
FSV Thalau - TSV Rothemann (Sonntag, 15 Uhr)
Wer als Fußballfan ein Feuerwerk auf dem Rasen sehen möchte, der ist beim FSV Thalau in dieser Spielzeit bislang an der falschen Adresse: 3:5-Tore nach fünf Spielen lautet die Zwischenbilanz des Teams vom Wittiggrund. "Wir werden nicht auf Dauer auf diese defensive Spielweise vertrauen können, aber derzeit ist keine andere für uns möglich, da sich viele der Neuzugänge, die fast allesamt aus unteren Ligen kamen, noch an die Gruppenliga gewöhnen müssen", erklärt Thalau-Coach Jörg Meinhardt, der weiß: "So werden wir die Liga nicht halten, das ist uns bewusst. Wir wollen uns Schritt für Schritt steigern und dann auch offensiver auftreten."
Schon im Derby gegen Rothemann kündigt Meinhardt an: "Wir werden uns auf heimischen Rasen nicht einigeln, aber auch keinen Hurra-Fußball zeigen." Ein besonderes Spiel wird es für Christian Bohl, Florian Wess und Marc Röhrig: Das Trio wechselte erst im Sommer von Thalau nach Rothemann, nachdem sie vor zweieinhalb Spielzeiten den umgekehrten Weg einschlugen.

