Güven: "Wir sind noch nicht tot"

Verbandsliga Süd: Urberach gewinnt 4:0

08. April 2018, 17:08 Uhr

Vatanspors Emin Yalin erzielte Treffer Nummer zwei gegen Germania Ober-Roden. Foto: Jörg Schulz

Am 27. Spieltag mussten in der Verbandsliga Süd sowohl Germania als auch TS Ober-Roden empfindliche Heimniederlagen hinnehmen. Viktoria Urberach landete einen hohen Sieg gegen den 1. Hanauer FC.

Germania Ober-Roden - TSV Vatanspor Bad Homburg 0:2 (0:0)

Beim TSV Vatanspor Bad Homburg ist die rabenschwarze Serie gerissen. "Es war in hochverdienter Sieg. Wir sind jetzt für unser Pech aus den letzten zwei bis drei Spielen belohnt worden. Ich bin stolz auf meine Mannschaft und den Trainerstab. Wir leben noch. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Heute haben wir wieder gezeigt, dass Vatanspor ein Team, eine Familie ist", freute sich Bad Homburgs Sportmanager Hüseyin Güven, der vor der Partie schon klarstellte, dass demnächst über die sportliche Zukunft seines Vereins entschieden wird.

Die erste Halbzeit verlief zwischen beiden Mannschaften relativ ausgeglichen. Hervorzuheben ein Germanen-Kopfball, den Kai Klug mit einer grandiosen Parade entschärft hatte. Auf der anderen Seite zeigte Christoph Kahl sein ganzes Können, als er einen Kopfball von Patrick Berschick nach einer Flanke von Andrè Stoß ausgezeichnet abwehrte. So etwas wie ein Schlüsselmoment war die 72. Minute. Erst verschoss Baris Odabas einen an Eugen Schiffmann verursachten Foulelmeter, dann bewies Trainer Jörg Loutchan mit gleich drei Einwechslungen ein glückliches Händchen. Zwei davon trafen nämlich: Erst Pascal Schleiffer in der 82. Minute aus spitzem Winkel, anschließend Emin Yalin mit einem Schuss aus etwa zwölf Metern. "Der Sieg war extrem wichtig. Wir sind noch nicht tot", machte Güven eine Kampfansage.

Schiedsrichter: Gahis Safi.
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Pascal Schleiffer (83.), 0:2 Emin Yalin (87.).

Besonderes Vorkommnis: Baris Odabas (Vatanspor) verschießt Foulelfmeter (72.).

TS Ober-Roden - FC Alsbach 0:1 (0:0)

Matchwinner war der Alsbacher Milorad Vukovic, als er in der 56. Minute mit einer sehenswerten Volleyabnahme die Führung für den FC besorgte. Diese sollte auch bis zum Schluss Bestand haben. Im ersten Spielabschnitt versteckten sich die Gäste noch. Ober-Roden war leicht überlegen und kam zu zwei Torchancen, die aber ungenutzt blieben. Cengiz Gencer hatte auf der anderen Seite kurz vor der Halbzeit davon ebenfalls zwei, die auch als erste Offensivhöhepunkte der Gäste zu bezeichnen waren.

Nach dem Seitenwechsel musste Gästekeeper Malte Naujoks gleich mehrfach sein Können unter Beweis stellen. So zum Beispiel nach einem Kopfball von Max Hesse und einem Schuss von Tim Schöppner. Der eingewechselte Alsbacher Marcel Daniel hatte dann zweimal das 2:0 auf dem Fuß, doch einmal versprang ihm der Ball und ein Schuss ging übers Tor. "Das war ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die drei Punkte bringen uns sehr voran", wusste Alsbachs Pressesprecher Andreas Rothermel.

Schiedsrichter: Patrick Werner.
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Milorad Vukovic (56.).

FC Viktoria Urberach - 1. Hanauer FC 4:0 (3:0)

"Das war ein hochverdienter Sieg für uns. Dieses positive Ereignis nehmen wir mit und mit dem 4:0 ist Hanau noch gut bedient. Dennoch muss ich die Jungs bis zum nächsten Spiel etwas runterholen", meinte Urberachs Trainer Lars Schmidt nach dem überraschend hoch ausgefallenen Heimsieg gegen den Tabellendritten. "Vor dem Spiel habe ich der Mannschaft gesagt, dass wir bei diesem Wetter über die Laufbereitschaft kommen müssen", erklärte der Ex-Profi. In eine Hereingabe von Andre Schneider rutschte Hanaus Daniyel Cimen hinein und schon lag der Favorit im Hintertreffen. Beim 2:0 traf Tom Niegisch ins lange Eck und den dritten Treffer markierte Torjäger Tim Kalzu nach einem Pass in die Tiefe.

Kurz nach dem Seitenwechsel legte Loris Seree Lang das 4:0 nach und dann spielte die Viktoria das Resultat herunter. Hanau 93 hätte zu Beginn durch den Pfostenschuss von Michael Fink und die Chance von Christian Fischer führen können. Am Ende traten die Gäste nach einer insgesamt schwachen Vorstellung die Heimreise mit leeren Händen an. "Nach so einem Rückstand kannst du reagieren, wie du willst. Wir wollten nach der Pause eine Reaktion zeigen, aber das ist uns nicht gelungen. Wir müssen als Aufsteiger solche Spiele akzeptieren. Wir zahlen Lehrgeld, können aber über unsere 44 Punkte glücklich sein", fasste Hanaus Sportlicher Leiter Giovanni Fallacara zusammen.

Schiedsrichter: k.A.
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Daniyel Cimen (20., Eigentor), 2:0 Tom Niegisch (32.), 3:0 Tim Kalzu (40.), 4:0 Loris Seree Lang (46.)