Gutberlets Blackout besiegelt Pleite
Verbandsliga: HSV ohne Durchschlagskraft
„Den muss Tim einfach wegfangen, darf ihn da nicht ins Aus gehen lassen wollen“, kreidete HSV-Trainer Dominik Weber das Tor ohne Umschweife seinem Keeper an. Aber irgendwie passte der Gegentreffer kurz vor Toreschluss auch zum Hünfelder Auftritt: Gegen tiefstehende Willinger schaffte es der HSV eigentlich nie, richtig Druck aufzubauen, sich Chancen zu kreieren und ließ dazu die Genauigkeit im Passspiel vermissen. Dementsprechend enttäuscht und gefrustet war Weber nachher.
Denn der 34-Jährige musste überlegen, um sich die zaghaften Torannäherungen in Erinnerung zu rufen. In der ersten Halbzeit zwang Lukas Budenz Willingens Keeper Yannik Wilke einmal das Leder über die Latte zu klären. Nach der Pause gab es auch nur eine dicke Chance: Kevin Krieger zog mit links ab, Wilke ließ den Ball nach vorne klatschen, Niclas Rehms Nachschuss parierte er dann klasse. Und das war es schon mit der Herrlichkeit.
Doch auch Willingen, das mit fünf Niederlagen in Serie in die Partie ging, fand in der Offensive kaum statt, konzentrierte sich aufs Verteidigen und störte die Hünfelder stets schon bei der Ballannahme. „Eigentlich hätte das Spiel keinen Sieger verdient gehabt“, resümierte Weber.
Willingen: Wilke; Feistner, Trachte (90.+1 Tesfu), Pohlmann, Emde, Keindl, Schumann (63. Grosser), Plonka, Bott, Butterweck, Kesper (79. Kesper).
Hünfeld: Gutberlet - Alles, Belaarbi, Witzel, Yildiz - Trabert, Budenz - Neidhardt (70. Gensler), Krieger, Wahl (63. Krenzer) - Rehm.
Schiedsrichterin: Johanna Ochs (TSV Gemünden/Wohra). Zuschauer: 100. Tor: 1:0 Manfred Feistner (89.).

