Halbes Hanauer Dutzend am Brentanobad
Verbandsliga Süd: Bad Vilbel gewinnt knapp gegen Bruchköbel
FC Alsbach - Usinger TSG 0:2 (0:0)
"Vom Niveau her war das heute sehr überschaubar. Das war kein gutes Verbandsliga-Spiel", so Usingens Spielertrainer Marcel Kopp. "Nach 35 Minuten haben wir besser ins Spiel gefunden und deswegen auch verdient gewonnen." In der ersten Hälfte spielte sich vor den beiden Toren nicht viel ab. Ulrich Strenkert klärte einmal in höchster Not vor Alsbachs Philipp Ehmig. Auf der anderen Seite hatte Tim Pelka die beste Chance, doch FCA-Keeper Nikolas Bonias war auf dem Posten. So ging es torlos in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel profitierte die TSG von einem katastrophalen Rückpass von Yannick Cezane, der Tim Pelka das Leder genau in die Füße spielte. Der ließ noch einen Gegenspieler aussteigen und blieb dann eiskalt. Auch das zweite Tor ging auf Pelkas Konto, der im Grätschen ein scharfes Zuspiel von Kopp über die Linie drückte. Im Anschluss hatten die Gastgeber ihre beste Möglichkeit in der Partie, doch Ehmig traf mit links nur den Pfosten.
Schiedsrichter: Alessandro Scotece (Rot-Weiß Walldorf).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1, 0:2 Tim Pelka (66., 78.).
(db)
Germania Ober-Roden - Eintracht Wald-Michelbach 3:3 (2:2)
"Wir haben heute nicht so viel Glück gehabt. Das war schon am Mittwoch gegen Vatanspor so. Wir hätten aus beiden Spielen eigentlich sechs Punkte verdient gehabt, haben aber nur einen geholt", so Wald-Michelbachs Pressevertreter Lothar Strusch. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hatten sogar 3:0 oder 4:0 führen müssen. Aber so ist das im Fußball. Jetzt hatten wir halt zweimal kein Glück."
Die Partie begann gleich super für die Gäste. Bereits in der ersten Minute setzte sich Malcolm Darffour gleich gegen mehrere Gegenspieler durch und sah dann sogar noch den besser postierten Berk Kocahal, der in der 20. Minute auch das 0:2 erzielte, als er nach starkem Zuspiel von David Schmidt von der Strafraumkante einnetzte. Doch nur sechs Minuten später gelang Marco Christophori-Como aus laut Strusch "abseitsverdächtiger Position", der Anschlusstreffer. Mit dem Pausenpfiff konnte Tim Lehnert, dem ein abgefälschter Ball vor die Füße sprang gar noch der Ausgleich in der ersten Halbzeit.
In der zweiten Hälfte passierte vor den Toren zunächst nicht viel, doch sieben Minuten vor dem Ende brachte der eingewechselte Tom Wierz die Eintracht erneut in Front. Nach einer Flanke schob Wierz überlegt flach in die Ecke. Doch auch dieses Mal währte die Freude nur kur, denn nur fünf Minuten später traf Christophori-Como per Elfmeter, der Strusch zufolge eine "Fehlentscheidung" war, mit seinem zweiten Treffer zum 3:3-Endstand.
Schiedsrichter: Sebastian Betz (SG Bad Soden).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1, 0:2 Berk Kocahal (1., 20.), 1:2 Marco Christophori-Como (26.), 2:2 Tim Lehnert (45.), 2:3 Tom Wierz (83.), 3:3 Marco Christophori-Como (88., Foulelfmeter).
Gelb-Rote Karte: Pascal Palacios Hernadez (68., Ober-Roden).
(db)
SG Rot-Weiss Frankfurt II - FC Hanau 93 1:6 (0:2)
Rot-Weiss-Trainer Hicham Tahrioui analysierte die hohe Heimniederlage seiner jungen Mannschaft gegen die routinierten Gäste aus Hanau sachlich: "Wir hatten heute zu viele Baustellen von gestern bis kurz vor dem Spiel. Ich kann den Jungs, die heute gespielt haben keinen Vorwurf machen. Das war das, was sie abrufen konnten. Spätestens nach dem 0:3 haben sie sich dem Ergebnis ergeben. Die Gegentreffer fielen teils unglücklich, teils durch unsere Fehler. Unsere Chancen haben wir nicht genutzt. Es waren Spieler dabei, die teilweise zum ersten Mal gespielt haben". Vor 200 Zuschauern, davon auch vielen Anhängern aus der aktiven Hanauer Fan-Szene, brachte Christian Fischer die Gäste mit 1:0 in Führung.
Kurz darauf profitierten die Gäste von einem Eigentor des Frankfurters Gurkaraman Singh. Spätestens nach dem Elfmetertor durch HFC-Kapitän Kahrmann Damar war das Spiel zugunsten der Gäste entschieden. "Das hat uns das Genick gebrochen. Dann hat Hanau das mit seiner Abgezocktheit gut ausgespielt", meinte Kapitän Patrick Gürser. Elmir Sekeric und Christian Fischer schraubten das Ergebnis auf 5:0 in die Höhe, bevor Josef Sultani der Ehrentreffer für die jungen Roten vorbehalten war. Mit dem 6:1 setzte Ilker Bicakci den Schlusspunkt und machte das halbe Dutzend voll. Hanaus Spielertrainer Christoph Prümm befand: "Der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Nach der Halbzeit haben wir richtig guten Fußball gespielt. Es hat Spaß gemacht, weil jeder seine taktischen Vorgaben erfüllt hat. Im Kollektiv haben wir das toll umgesetzt".
Schiedsrichter: Christopher Reimund (Zwingenberg).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Christian Fischer (13.), 0:2 Gurkaraman Singh (18./Eigentor), 0:3 Kahrmann Damar (54./Foulelfmeter), 0:4 Elmer Sekeric (61.), 0:5 Christian Fischer (63.), 1:5 Josef Sultani (85.), 1:6 Ilker Bicakci (90.).
(pa)
FV Bad Vilbel - SG Bruchköbel 1:0 (0:0)
Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic hatte es prophezeit, dass es in der Verbandsliga keine Favoriten oder Außenseiter gibt. Seine Theorie bewahrheitete sich zumindest in Ansätzen im Heimspiel der Brunnenstädter gegen den Tabellenletzten. Die stark defensiv eingestellten Bruchköbeler hielten lange die Null und standen am Niddasportfeld kurz vor einem Punktgewinn. Einfacher wäre das Spiel für die Vilbeler sicherlich gewesen, wenn Zoran Djordjevic einen an ihn verwirkten Foulelfmeter verwandelt hätte. Doch er scheiterte an SGB-Torhüter Onur Aydin. "Wir haben das ganze Spiel kontrolliert und mussten uns gegen einen verteidigenden Gegner auf ein Geduldsspiel einstellen. Wir wurden aber nicht nervös, sondern haben die Aufgabe spielerisch gelöst", sagte Mustafic nach dem Zittersieg. Nuh Uslu an den Pfosten und Lukas Knell an die Latte waren schon nahe dran, am Ende erlöste Thorben Knauer die Hausherren mit einem Gewaltschuss in den Winkel (86.), der den Brunnenstädtern drei wichtige Punkte einbrachte.
Schiedsrichter: David Wegmann (Darmstadt).
Zuschauer: 110.
Tor: 1:0 Thorben Knauer (86.).
Besonderes Vorkommnis: Bruchköbels Torhüter Onur Aydin hält Foulelfmeter von Bad Vilbels Zoran Djordjevic (45.).
(pa)
SKV Rot-Weiß Darmstadt - FC Viktoria Urberach 3:1 (1:1)
Das Duell der Hessenliga-Absteiger entschied die Mannschaft aus dem Waldspielpark für sich. Dennoch war Darmstadts Sportlicher Leiter Stephan Adam nicht ganz zufrieden: "Fußballerisch war das Mangelware. Wir waren die erste Viertelstunde nicht im Spiel und sind dann selber in Führung gegangen". Dafür zeichnete Ex-Profi Christopher Nguyen, der führende in der Torjägerliste verantwortlich. Doch nach etwas mehr als einer halben Stunde glich Tim Kalzu für Urberach aus. Nach Alvaro Kröhs Führungstor war der Darmstädter Sieg noch lange nicht unter Dach und Fach, auch weil Marvin Deusser sein Team mit der Gelb-Roten Karte schwächte. Trotz der Unterzahl war es am Ende Stephan Damm, der mit dem 3:1 den Heimdreier und damit den vierten Sieg im fünften Spiel dingfest machte. "Es läuft momentan für uns und wir überstehen Phasen, in denen es nicht so läuft. Die Mannschaft funktioniert und hat Charakter", stellte Adam seinem Team ein gutes Zwischenzeugnis aus.
Schiedsrichter: Patrick Glaser (Wiesbaden).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Christopher Nguyen (18.), 1:1 Tim Kalzu (31.), 2:1 Alvaro Kröh (54.), 3:1 Stephan Damm (89.).
Gelb-Rote Karte: Marvin Deusser (Darmstadt/74.).
(pa)

