Heddernheim muss nach 22 Jahren absteigen
Kreisoberliga Frankfurt: Nur noch Hausen oder Makkabi Kandidaten für Rang zwei
Nach 22 Jahren geht es für Heddernheim (in den blauen Trikots) eine Etage tiefer in die A-Klasse. Foto: Pedro Acebes.
FC Kalbach II - FC Posavina 1:2 (1:0)
In der bedeutungslosen Partie lag die Reserve des Süd-Verbandsligisten durch das 1:0 von Andreas Kremer zur Halbzeit in Führung. Danijel Koturic per Foulelfmeter und Mario Pejic drehten noch den Spieß zugunsten der Kroaten vom Riederwald. In der Nachspielzeit sah Kalbachs Mohammed Brissa wegen Meckerns noch die Gelb-Rote Karte. "Wir haben die Initiative ergriffen und waren die bessere Mannschaft. Posavina kam in der zweiten Halbzeit stärker auf, hatte aber keine zwingenden Torchancen. Der Elfmeter war für mich unverständlich. Ein Remis wäre gerecht gewesen, aber wenn Du so einen Elfer bekommst, dann verlierst Du das Spiel", resümierte FCK-Trainer Karol Drynda.
FCP-Coach Pero Bosnjak war hochzufrieden: "Das war der FC Posavina der letzten Jahre. Ich bin stolz und zufrieden mit dem Team. Wir haben uns auf unsere Stärken besinnt und sind aggressiv in die Zweikämpfe gegangen. So konnten wir mit unserem Druck das Spiel drehen. Der Schiedsrichter hat das Spiel gut geleitet".
Schiedsrichter: Andre Neumann (Gießen).
Zuschauer: 80.
Tore: 1:0 Andreas Kremer (18.), 1:1 Danijel Koturic (56.), 1:2 Mario Pejic (81.).
Gelb-Rote Karte: Mohammed Brissa (Kalbach II/90.+1).
FFV Sportfreunde 04 - 1. FC 02 Rödelheim 3:4 (1:1)
Im letzten Heimspiel der Saison kassierte der Meister doch noch seine erste Heimniederlage und das ausgerechnet gegen die Rödelheimer, für die es das letzte Saisonspiel war. Angesichts der Tatsache, dass der RFC am letzten Spieltag spielfrei ist, waren die Gäste beim Klassenprimus zum Siegen verdammt, ansonsten hätte Rödelheim am kommenden Sonntag ohne eigenes Mitwirken noch auf einen Abstiegsplatz oder in die Relegation rutschen können. Die Gäste packten ihre letzte Gelegenheit zum Punkten aber beim Schopfe und gingen durch Niklas Vogt mit 1:0 in Führung. Durch den Ausgleich der Speuzer in Gestalt von Gabriel Onar stand es zur Halbzeit 1:1. Nach dem Seitenwechsel nutzte Marcel Encomienda einen Abwehrfehler der Gäste zum 2:1. Mit einem Schlenzer egalisierte Aria Razdar für den Außenseiter. Aufgrund einer Gelb-Roten Karte gegen den Sportfreund Zafer Sancak waren die Platzherren, bei denen Meistertrainer Mehmet Tunay Somun in der Türkei in den Flitterwochen weilte, für die letzte halbe Stunde dezimiert.
Guxim Shala Shabani nutzte das aus und traf per Fernschuss zum 3:2 für Rödelheim. Marcel Encomienda wollte den Gästen aber nichts abschenken und ihm gelang der 3:3-Ausgleich. Rödelheim brauchte aber dringend den Sieg und der gelang der Elf von Trainer Dominik Reinhardt noch. Shala Shabani machte mit seinem Siegtor zum 4:3 den Anhang der Rödelheimer glücklich. In der Nachspielzeit sah der Speuzer Ismail Amami noch die Rote Karte, bei Rödelheim wurde Arazm Saghafi mit der Ampelkarte des Kunstrasenplatzes verwiesen. RFC-Torhüter Lucas Fleege hielt den Gästen mit seinen Paraden den Sieg und den Klassenerhalt fest. FFV-Kapitän Francesco Puglisi sah einen hochmotivierten Gegner: "Die sind mit ihren Fans geschlossen angereist und haben sich mit einem Spaziergang auf das Endspiel eingestimmt. Wir hatten seit langem mal wieder unsere beste Elf am Start, aber wir haben es nicht geschafft, das Spiel zu gewinnen, obwohl wir den Gegner ernst genommen haben". Erleichtert über den Klassenverbleib zeigte sich RFC-Pressesprecher Volker Flauaus: "Ende gut, alles gut. Die Nerven lagen in diesem Tatort blank. Die Speuzer hatten jede Menge Chancen, aber unser Torhüter Fleege hat vier Hundertprozentige gehalten".
Schiedsrichter: Bernd Hensel (Mainz-Kastel).
Zuschauer: 135.
Tore: 0:1 Niklas Vogt (10.), 1:1 Gabriel Onar (22.), 2:1 Marcel Encomienda (51.), 2:2 Aria Razdar (61.), 2:3 Guxim Shala Shabani (63.), 3:3 Marcel Encomienda (73.), 3:4 Guxim Shala Shabani (87.).
Gelb-Rote Karten: Zafer Sancak (Sportfreunde/62.), Arazm Saghafi (Rödelheim/90.+3).
Rote Karte: Ismail Amami (Sportfreunde/90.+2).
TuS Makkabi - VfR Bockenheim 2:1 (2:0)
Makkabi hält sich am letzten Spieltag durch den Pflichtsieg gegen Schlusslicht Bockenheim die Option auf Rang zwei offen. "Wir haben nach dem 2:0 das Ergebnis verwaltet. Es gab kaum Chancen, sondern viel Mittelfeldgeplänkel", sagte TuS-Trainer Jorge Huberman. Auf der schlecht zu bespielenden Bertramswiese brachte Daniel Sousa die Gastgeber nach einem zweifachen Flügelwechsel auf Zuspiel von Maximilian Motsch mit einem trockenen Schuss mit 1:0 in Führung. Robel Tsegai verwandelte nach einer halben Stunde einen Diagonalball und erhöhte auf 2:0. "Der Sieg war nie gefährdet", bekräftigte Huberman. Der Absteiger kam in der 90. Minute durch Crispin Greuner noch zum Anschlusstreffer, für mehr reichte es für den Tabellenletzten aber nicht mehr. Dennoch analysierte VfR-Coach Taner Yalcin: "Wir sind zweimal überrrant worden, haben das Spiel aber bis zum Ende spannend gehalten. Wir waren gegen einen Gegner aus dem oberen Bereich absolut gleichwertig. Die bessere Elf hat verloren. Wir hatten eine effektive Strategie mit viel Ballbesitz und haben als Kollektiv gut agiert. Unserem Tor gingen 15 Direktpässe voraus. Jeder Spieler hat dabei den Ball berührt".
Für Makkabi-Coach Jorge Huberman gab es an diesem Spieltag aber noch etwas bemerkenswertes: "Dass Griesheim Tarik nach dem FV Hausen auch die SG Westend besiegt hat, finde ich von der Haltung her fantastisch. Das verdient Respekt und ist ganz großer Sport". TuS-Torjäger Branislav Glamocanin musste nach einem Zusammenprall mit einer Platzwunde in das Krankenhaus eingeliefert werden.
Schiedsrichter: Leander Aust (Leidersbach).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Daniel Sousa (15.), 2:0 Robel Tsegai (30.), 2:1 Crispin Greuner (90.).
SV Griesheim Tarik - SG Westend 5:3 (2:1)
Spvgg. 03 Fechenheim - SV 07 Heddernheim 3:1 (0:1)
Die schon lange gesicherten Ostfrankfurter trafen in der Anfangsphase durch Simon Reschke die Latte, gerieten aber nach zehn Minuten durch Philipp Emmerichs, der ein Zuspiel von Marcel Schmid aus kurzer Distanz nutzte, mit 0:1 in Rückstand. Die Gäste, denen nur zwei Siege in den letzten beiden Spielen sowie das Eintreten von diversen anderen unwägbaren Konstellationen helfen konnten, beschränkten sich fortan auf die Verteidigung der frühen Führung. Fechenheim schien nicht vollständig motiviert zu sein, blieb aber bis zum Ende offensiv am Drücker. Kurz vor der Halbzeit verpasste der junge Leon Laubenbacher auf Flanke von Marcel Schmid das mögliche zweite Tor. Fechenheim machte weiter Druck und Kamil Yikilmaz hatte den Ausgleich Mitte der zweiten Hälfte auf dem Fuß, SVH-Torhüter Marcin Czukiewicz verhinderte aber den Ausgleich. Die Minuten verrannten, auch weil die Partie nach Verletzungsunterbrechungen minutenlang unterbrochen war. Diese Zeit ließ der Unparteiische aber noch nachspielen und die Heddernheimer waren dann in Unterzahl, weil Kurosch Alimoradian zwölf Minuten nach seiner Einwechslung die Gelb-Rote Karte sah (89.).
Ouassim Ouass marschierte in der 90. Minute durch die Heddernheimer Abwehr und glich zum 1:1 aus. Dieser Treffer verurteilte Heddernheim zum Abstieg, aber angesichts der inflationären Nachspielzeit warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne und hatten Pech, als Marcel Schmid aus aussichtsreicher Position über das Tor schoss. Zudem reklamierten die Gäste einen Handelfmeter, der jedoch nicht verhängt wurde. Mit einem Konter brachte Armin Hadzic die Gastgeber in der neunten Minute der Extra-Time mit 2:1 in Führung. Schmid traf auf der Gegenseite noch den Pfosten, bevor Daniel Lotz mit dem 3:1 in der elften Minute der Nachspielzeit alles klar machte. "Das war kein schönes Spiel, aber Fußball ist ein Ergebnissport. Das Spiel hatte keinen Sieger verdient. Dass Heddernheim in der Nachspielzeit so aufgemacht hat, hat uns in die Karten gespielt. Für uns war das schon ein Vorbereitungsspiel für die neue Saison, aber auch das wollten wir gewinnen", stellte Fechenheims Trainer Cem Caput klar. Für SVH-Trainer Andreas Berggold war die "Enttäuschung über den Abstieg riesengroß. Wir haben das 1:0 gut verteidigt und hatten auch Konterchancen. Nach dem 1:1 haben wir alles probiert, es hat aber die Kraft gefehlt".
Schiedsrichter: Andreas Kupferer (Nidderau).
Zuschauer: 75.
Tore: 0:1 Philipp Emmerichs (10.), 1:1 Ouassim Ouass (90.), 2:1 Armin Hadzic (90./+9), 3:1 Daniel Lotz (90./+11).
Gelb-Rote Karte: Kurosch Alimoradian (Heddernheim/89.).
SC Weiss-Blau - FV 1920 Hausen 0:1 (0:1)
Tolga Kocak erzielte nach einer Viertelstunde das einzige Tor des Nachmittages an den Sandhöfer Wiesen für die Lila-Weißen. "Wir haben das Spiel relativ spannend und offen gestaltet. Wir haben versucht, uns zu wehren und gut Druck aufzubauen, aber wir waren dabei nicht zwingend vor dem Tor", berichtete Weiss-Blau-Trainer Rene Möbus. Metzger über das Tor, Benz mit einem Kopfball an die Latte und Kosok aus 14 Metern vergaben die besten Ausgleichsmöglichkeiten der Niederräder.
"Der gut verteidigende FV Hausen hat in einem fairen Spiel das Ergebnis behauptet. Wir haben uns gegen die Niederlage gewehrt", bekräftigte Möbus. FVH-Coach Martin Reyschmidt sprach von einem verdienten Sieg: "Wir hätten auch höher gewinnen können. Die Teamleistung war sehr gut. Jetzt haben wir es mit einem Heimsieg gegen Viktoria Preußen selbst in der Hand". Dieser würde langen, um in die Aufstiegsrunde zur Gruppenliga Frankfurt West einzuziehen".
Schiedsrichter: Maximilian Paul (Langen).
Zuschauer: 120.
Tor: 0:1 Tolga Kocak (15.).
SV Viktoria Preußen - FC Tempo 2:3 (0:2)
Die Serben bestätigten ihre fantastische Rückserie mit dem zehnten Rückrundensieg im 15. Spiel. Borislav Pilipovic mit einem versenkten Freistoß und Mato Mirkov Papic per Flachschuss brachten den Balkan-Klub mit 2:0 auf die Siegerstraße. Darius Johnson per Foulelfmeter nach Foul an Karim Zine verkürzte, doch Tempo stellte trotz der Roten Karte gegen Predrag Negurichich wegen Schiedsrichterbeleidigung in Unterzahl mit einem Konter abgeschlossen von Goran Grijak den alten Abstand wieder her.
Alexander Topel mit einem Weischuss aus 20 Metern in den Winkel stellte den 2:3-Endstand her. "Wir haben zu viele Geschenke verteilt und uns ist in der zweiten Halbzeit aus dem Spiel heraus bis zum Strafraum nichts eingefallen", resümierte Thomas Mahlau, der Fußball-Abteilungsleiter von Viktoria Preußen. Tempo-Trainer Zoran Marcetic sah ein "ausgeglichenes Spiel und Tempo besser als den Gegner. Dafür, dass es um die Goldene Ananas ging, war es kein schlechtes Spiel".
Schiedsrichter: Ziya Öksüz (Darmstadt).
Zuschauer: 90.
Tore: 0:1 Borislav Pilipovic (25.), 0:2 Mato Mirkov Papic (28.), 1:2 Darius Johnson (56./Foulelfmeter), 1:3 Goran Grijak (77.), 2:3 Alexander Topel (90.).
Rote Karte: Predrag Negurichich (Tempo/70.).


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