Helmut Dauth beim FSV Bad Orb wieder da

Gruppenliga Frankfurt Ost: Nachfolger von Milovanovic

18. Oktober 2017, 11:20 Uhr

Helmut Dauth ist wieder beim FSV Bad Orb. Foto: Steffen Turban

Beim derzeit abgeschlagenen Schlusslicht der Gruppenliga Frankfurt Ost ist mit Helmut Dauth der Aufstiegstrainer wieder da. Der 61-jährige tritt mit sofortiger Wirkung die Nachfolge von Boban Milovanovic an, der aus 13 Spielen nur einen Punkt holen konnte.

Über die Aufstiegsrunde hatte sich der FSV Bad Orb aus der Kreisoberliga Gelnhausen gemeinsam mit dem 1. FC Langen als Zweiter sein Ticket für die Gruppenliga Frankfurt Ost gesichert. Der Aufstieg kam für die Kurstädter schon etwas überraschend, das Saisonziel des früheren Landesliga-Vereins war das jedenfalls nicht. Dass der Klub nach 13 Spieltagen mit nur einem Punkt am Tabellenende steht, macht der Sportliche Leiter Jörg Döppenschmitt nicht am neuen Trainer Boban Milovanovic fest, von dem sich der FSV jetzt doch getrennt hat: "Eigentlich wollten wir keinen Trainerwechsel vornehmen. Wir wussten aber, dass die Saison sehr schwer werden würde. Den einen oder anderen Punkt mehr hätten wir uns allerdings schon gewünscht", erklärt Döppenschmitt und ergänzt: "Der Misserfolg hat mit Milovanovic am wenigsten zu tun. Als wir uns im Januar mit ihm geeinigt haben, war die Gruppenliga noch meilenweit entfernt. Boban wollte aber auf jeden Fall seine Philosopie mit einbringen".

Nach dem unerwarteten Aufstieg seien dem Verein drei wichtige Spieler weggebrochen, die von den Neuzugängen nicht kompensiert werden konnten, führt der Sportliche Leiter aus. Vor drei Wochen habe Milovanovic nach der 0:3-Heimniederlage gegen den FSV Bischofsheim unmittelbar nach dem Abpfiff bereits seinen Rücktritt "aus der Emotion heraus" (Döppenschmitt) angeboten.

Gremium kam zum Beschluss Milovanovic von seinen Aufgaben zu entbinden

Dieses Ersuchen habe der Verein aber abgelehnt. Nachdem sich die Niederlagenserie jedoch nahtlos fortsetzte sei die Situation in der Vorstandssitzung vom Montag noch einmal beleuchtet worden. Somit kam das Gremium zu dem Beschluss, Milanovic doch von seinen Aufgaben zu entbinden und Helmut Dauth zurückzuholen. "Abgehakt ist die Saison noch nicht, wie ein Blick auf die Bad Orber Fußballgeschichte zeigt", weist Döppenschmitt auf die Landesliga-Saison 2003/04 hin, als der Klub aus dem Main-Kinzig-Kreis auch lange in der Abstiegszone stand und am Ende noch Zehnter wurde. Die Aufgaben von Dauth beschreibt Döppenschmitt so: "Wir sind natürlich realistisch. Der Trainer ist auf jeden Fall der richtige Mann, um den Jungs den Rücken zu stärken und die Mannschaft bei Laune zu halten, damit das Team nicht auseinander fällt".

Überhaupt werde man in Bad Orb seiner Linie treu bleiben und "keine Dinge außerhalb unserer Philosophie tun. Priorität hat jetzt die Sportanlage, die wir Stück für Stück verbessern wollen. Die Anträge für den Neubau eines Kunstrasenplatzes sind eingereicht worden. Damit wären wir für die Zukunft gut aufgestellt", verdeutlicht Döppenschmitt. Am Samstag geht es aber erstmal zum Kellerduell zum SV Somborn, der auch nur drei Punkte auf dem Konto hat. "Vielleicht können wir dort mit neuen Impulsen den langersehnten Dreier holen", hofft Döppenschmitt.

Autor: Pedro Acebes