Hessenliga: Kaiser rettet Lehnerz einen Punkt in Stadtallendorf

Pomnitz trifft nach strittigem Elfmeter

11. Oktober 2014, 16:24 Uhr

Foto: Charlie Rolff

Dank Benedikt Kaiser hat Hessenligist TSV Lehnerz am Samstagnachmittag in Stadtallendorf einen Punkt entführt. Der Keeper rettete den Gästen vor 150 Zuschauern im Herrenwaldstadion ein 1:1 (0:1)-Unentschieden.

„Es ist in jedem Spiel dasselbe, wir bringen uns Woche für Woche um unseren Lohn“, haderte Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. „In der Offensive fehlt es uns einfach an Qualität. Wir haben drei, vier hundertprozentige Möglichkeiten vergeben“, ärgerte sich der Coach. Und damit hatte Sicaja nicht unrecht: Lehnerz konnte den Punktgewinn im Herrenwaldstadion einzig und allein dem überragend aufgelegten Torhüter Benedikt Kaiser verdanken. Erst reagierte der Ex-Erfurter sensationell im Eins-gegen-Eins gegen Valon Ademi (77.), dann lenkte Kaiser einen Volleyschuss von Dominik Völk (85.) gerade noch so über die Latte. Im Spiel nach vorne tat sich Lehnerz sehr schwer gegen die gut geordnete Eintracht-Defensive und konnte nur selten Torchancen kreieren.

„Das war heute ein sehr glücklicher Punktgewinn für uns. Wir haben phasenweise guten Fußball gespielt, allerdings hat uns in der Offensive die Durchschlagskraft gefehlt“, fasste Kaiser das Spielgeschehen zusammen. Vor allem der 1:1-Ausgleichstreffer des TSV durch Leon Pomnitz (53.) war äußerst strittig. Niklas Odenwald kam nach einem Zweikampf mit Kenan Atas sehr leicht zu Fall, Schiedsrichter Ralf Oruschuk zeigte auf den ominösen Punkt - eine sehr fragwürdige Entscheidung. Pomnitz nahm dieses Geschenk dankend an und verwandelte eiskalt.

Zuvor musste Lehnerz allerdings über eine halbe Stunde lang einem Rückstand hinterherlaufen, nachdem Kevin Schudy die Sicaja-Elf in der 24. Minute in Führung köpfte. Der Stadtallendörfer nutze den einzigen Fehler Kaisers an diesem Tag aus, als der Keeper nach einem langen Ball von Völk einen Schritt zu spät herauskam und Schudy den Ball ins Tor verlängerte. „Das Tor muss ich auf meine Kappe nehmen“, zeigte sich Kaiser selbstkritisch.

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