Hochstadt will mit Arslanergül die Wende schaffen
Gruppenliga Frankfurt Ost: Rodgau will Pleite ausmerzen
Mit dem neuen Trainer Sahin Arslanergül will der FC Hochstadt noch den Klassenerhalt schaffen. Foto: Patrick Scheiber
SV Eintracht Altwiedermus – JSK Rodgau (Sonntag, 15 Uhr)
Das Hinspiel gewann Altwiedermus mit 1:0. Nicht nur deshalb steht für die Rodgauer Wiedergutmachung an. Vergangene Woche musste sich der Meisterschaftsfavorit 0:3 gegen Großkrotzenburg geschlagen geben und teilt sich seitdem den ersten Platz mit Erlensee. „Gegen Großkrotzenburg haben wir nicht so gut gespielt“, gibt JSK-Trainer Andreas Humbert zu. Auch in Altwiedermus wird auf seine Mannschaft viel Qualität zukommen: „Vor allem im Angriff sind sie mit Becker, Lehr oder Kohnke exzellent besetzt. Dafür ist unsere Defensive besser.“ Für die Meisterschaft wäre ein Sieg beim SVE in Anbetracht der vergangenen Woche eigentlich Pflicht, Humbert weiß aber auch: „So einfach wird das nicht gehen.“
SV Somborn – SG Rosenhöhe Offenbach (Sonntag, 15 Uhr)
Die Rosenhöhe spielt als aktueller Tabellenvierter eine Wahnsinns-Saison. Vor einem Jahr kämpften die Offenbacher noch – gemeinsam mit Somborn – erbittert gegen den Abstieg. Diesmal sehen die Vorzeichen anders aus. Als vermeintliches Spitzenteam reist die SGR zum Tabellenletzten. 39 Punkte gegen drei Punkte. Doch was ist noch drin für die Rosenhöhe? „Es gilt in den kommenden Spielen – und da gehört Somborn auch dazu – von Partie zu Partie zu gucken und erstmal unser Ziel, die 45 Punkte, zu erreichen. Der Rest wird sich zeigen“, analysiert SGR-Sprecher Tim Kleinschmidt die Situation und fügt an: „Gegen die Topteams spielen wir noch zuhause. Aber gegen die vermeintlich schwächeren Mannschaften wird sich zeigen, ob wir diese Saison zur Spitze gehören, oder nur über unsere Verhältnisse gespielt haben.“ Die Partie findet nicht in Somborn statt, sondern wurde auf den Kunstrasenplatz ins benachbarte Neuses verlegt.
Kickers Obertshausen – 1. FC Langen (Sonntag, 15 Uhr)
Zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf stehen sich gegenüber. Beide landeten zuletzt wichtige Siege und brachten sich in gute Ausgangspositionen. Langen besiegte Somborn und hat mit 27 Punkten drei Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Dahinter lauern die Kickers aus Obertshausen, die nur einen Punkt weniger gesammelt haben. „Das wird eine spannende Begegnung“, freut sich Obertshausens Siggi Herth und glaubt: „Die Tagesform wird entscheidend sein.“ Gegen direkte Gegner wolle man immer gewinnen, außerdem „stimmt unsere Moral und das Selbstvertrauen auch“.
Türk Gücü Hanau – VFB Oberndorf (Sonntag, 15 Uhr)
Einem knappen Sieg über Abstiegskandidat Hochstadt wollen die Hanauer nun weitere Punkte gegen den VfB folgen lassen. „Gegen Oberndorf wird es definitiv nicht einfacher“, weiß Türk Gücü-Sprecher Mehmet Bayram, der weiß: „Ein Dreier wäre sehr gut, um einerseits Luft nach unten zu bekommen und zu schauen, was in Richtung Spitze möglich ist.“ Bislang ist der Rasenplatz in Hanau nicht wirklich bespielbar, in den kommenden Tagen sollen aber entsprechende Präparierungsarbeiten stattfinden.
Germania Klein-Krotzenburg – FC Hochstadt (Sonntag, 15 Uhr)
Mit neuem Trainer zum Klassenerhalt? Der FC Hochstadt steckt ganz tief im Tabellenkeller, zum rettenden Ufer sind es schon acht Punkte Rückstand. Mit dem neuen Trainer Sahin Arslanergül soll nun die Wende eingeleitet werden. „Wir hatten einige Optionen und haben uns dann für ihn entschieden. Er hat viel Erfahrung und kann insbesondere mit jungen Leuten gut umgehen“, erklärt FCH-Vorstand Manfred Maier. Arslanergül war zuletzt bei der SG Bruchköbel tätig und auch schon für Türk Gücü Hanau als Berater.
Bei Klein-Krotzenburg müssen nun „alle mitziehen“, so Maier. Das Ziel bleibe weiterhin klar der Klassenerhalt, „auch wenn wir mittlerweile zweigleisig planen müssen“. Die Germania ist Zehnter und muss selbst noch einige Punkte zwischen sich und die Abstiegsränge packen. „Wir gehen mit großem Respekt nach Klein-Krotzenburg, wissen aber auch, dass für uns jetzt jedes Spiel bis Saisonende ein schweres und wichtiges wird“.
FSV Bischofsheim – Germania Großkrotzenburg (Sonntag, 15 Uhr)
Mit der Germania steht der nächste harte Brocken für die Gastgeber auf dem Programm. In der Liga setzte es zuletzt Niederlagen gegen Steinheim und Erlensee, unter der Woche mussten sich die Bischofsheimer im Kreispokal bei Kreisoberligist Kesselstadt sogar mit 2:6 geschlagen geben. „Wir haben sehr viele schwere Spiele zum Restrundenstart. Auch gegen Großkrotzenburg werden wir uns mächtig strecken müssen“, weiß FSV-Sprecher Klaus Pawlytko, der anfügt: „Gegen solche Teams wird es nur über Einsatz und nochmal Einsatz klappen.“
FSV Bad Orb – 1. FC 06 Erlensee (Sonntag, 15 Uhr)
Die Vorzeichen sind klar: Der letzte Dreier der Bad Orber datiert vom 31. Oktober 2017. Damals besiegte der FSV den FC Hochstadt mit 4:1. Seitdem reichte es lediglich zu einem weiteren Punkt (1:1 in Langen) und dementsprechend zum vorletzten Platz. Erlensee, ebenfalls Aufsteiger, liegt punktgleich mit Meisterschaftsfavorit JSK Rodgau an der Spitze des Klassements, hat 45 Punkte auf dem Konto und aus den vergangenen beiden Ligapartien ein Torverhältnis von 6:0.
SG Marköbel – Sportfreunde Seligenstadt (Sonntag, 15 Uhr)
Nach dem etwas unglücklichen, weil späten 1:1-Unentschieden gegen die Rosenhöhe ist die Zielsetzung der SGM gegen die Sportfreunde klar. „Wir spielen zuhause und wollen das gewinnen“, so Marköbels Sprecher Luca Topitsch. Seine Mannschaft steckt mit 23 Punkten mitten im Abstiegskampf, könnte mit einem Dreier aber zu den Nichrtabstiegsplätzen aufschließen. Nicht so weit vor der Heimelf liegen momentan auch die Sportfreunde. Mit 29 Punkten ist das Team von Trainer Thomas Marton, der unter der Woche seinen Vertrag für die kommende Runde verlängert hat (wir haben berichtet), noch lange nicht gerettet und muss also auch punkten. „Wenn wir aber an die Leistung vom Rosenhöhe-Spiel anknüpfen, dann können wir was holen“, so Topitsch, dessen Team „aus einer kompakten Defensive“ heraus agiert.
Autor: Valentin Schwing


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