Horst: "Wir wollen unbedingt drei Punkte holen"
Verbandsliga Mitte: Zeilsheim will gegen Biebrich den nächsten Sieg
Viktoria Kelsterbach um Kapitän Leo Hasenstab will sich nach der Bekanntgabe des Rückzugs nach der Saison ordentlich aus der Liga verabschieden. Foto: Jörg Schulz
FV Breidenbach – FC Eddersheim (Samstag, 17.30 Uhr)
„Wir haben nun schon 21 Spiele in Folge nicht verloren. Das ist schon eine tolle Serie“, zieht Erich Rodler, Sportlicher Leiter beim FC Eddersheim, eine zufriedenstellende Zwischenbilanz. Die genannte Serie, so Rodler, möchte der Liga-Primus natürlich auch in Breidenbach fortsetzen. Auch wenn man sich im Vorfeld vorgewarnt gibt, vermochte der kommende Gegner doch immerhin, seine letzten drei Partien zu eigenen Gunsten zu entscheiden. „Das sind schon immer sehr schwere Spiele gegen Breidenbach. In der Vergangenheit haben wir da auch schon verloren, aber auch Siege geholt“, so Rodler.
Der 4:1-Erfolg beim FSV Fernwald, verrät der Eddersheimer Funktionär, hat indes Spuren hinterlassen: Ein bis zwei Akteure gelten seit Ostermontag als angeschlagen. Darunter etwa Defensiv-Akteur Dario Küper, aber auch Umut Polat, der aufgrund einer Muskelverletzung am Samstag wird aussetzen müssen.
Viktoria Kelsterbach – FC Waldbrunn (Sonntag, 15 Uhr)
In dieser Woche machte Viktoria Kelsterbach publik, dass die Verbandsliga-Mannschaft nach der Runde zurückgezogen und in der Kreisoberliga einen Neustart anstreben wird. Für die Spieler und das Trainerteam freilich keine erfreuliche Kunde, wie auch Viktoria-Coach Ralf Horst verdeutlicht: „Wir wissen es seit etwa 14 Tagen, es ist eine sehr schwierige Situation für uns alle. Wir wissen nun, dass wir am Ende, egal auf welchem Platz wir stehen, absteigen werden.“
Trotz der denkbar schwierigen Rahmenbedingungen für die letzten acht Pflichtspiele der Saison, wollen die Kelsterbacher, so Horst, alles dafür geben, um sich bestmöglich aus der Liga zu verabschieden und um am Ende nicht auf einem Abstiegsrang zu stehen. „Wir wollen am Sonntag, nun nach der Bekanntgabe, den ersten Schritt machen – und zwar mit einem Heimsieg gegen Waldbrunn. Wir wollen unbedingt die drei Punkte holen.“ Das Hinspiel endete 1:1.
SV Zeilsheim – FV Biebrich (Sonntag, 15 Uhr)
Nach den Siegen gegen Kelsterbach und Langenaubach hofft der SV Zeilsheim auch gegen den FV Biebrich auf drei Punkte. Allerdings muss SV-Trainer Sascha Amstätter diesmal auf seinen wichtigsten Goalgetter verzichten: Leonardo Bianco fehlt aufgrund einer Rotsperre.
Diesen Ausfall gilt es laut Amstätter mit einer geschlossenen Teamleistung zu kompensieren, zumal gegen die Wiesbadener kein Selbstläufer zu erwarten ist, wie der Übungsleiter darlegt: „Die haben jetzt fünf Tore gegen Waldbrunn geschossen. Die Biebricher sind schon seit längerer Zeit zusammen. Die kennen sich und sind eine eingespielte Mannschaft, die uns alles abverlangen wird.“
Durchaus optimistisch blickt derweil der FV Biebrich dem anstehenden Duell entgegen. Personell kann FV-Trainer Nazir Saridogan, der in dieser Woche seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat, auf die gleichen Akteure zurückgreifen, die ihm auch beim Kantersieg in Waldbrunn zur Verfügung standen. „Mit so einem 5:0-Sieg kannst du eigentlich ganz entspannt nach Zeilsheim fahren“, findet Biebrichs Sportlicher Leiter Malte Christ, der beim Tabellendritten durchaus auf zählbares aus ist. „Den Anspruch haben wir.“
SF/BG Marburg – SG Oberliederbach (Sonntag, 15.30 Uhr)
„Es ist schwierig. Wir hatten die letzten zwei, drei Wochen viele Verletzte zu beklagen, sodass wir nun tatsächlich immer nur mit acht, neun Leuten vom Stammkader trainieren konnten“, gewährt SGO-Coach Thomas Schlierbach Einblicke in die angespannte Personallage des Tabellenvorletzten. Dennoch gibt es auch den einen oder anderen Hoffnungsschimmer, steigen doch einige Langzeitverletzte allmählich wieder ins Training ein. So etwa Offensivmann Dennis Leopold, der seinem Team zuletzt rund fünf Wochen fehlte.
Mit Interesse wurde in Oberliederbach in dieser Woche natürlich der angekündigte Rückzug von Viktoria Kelsterbach vernommen, verbessert diese Entscheidung doch die Chancen auf den eigenen Klassenverbleib. Bedauernswert findet Schlierbach die Entwicklung beim Liga-Konkurrenten dennoch: „Wir haben gute Verbindungen zu Kelsterbach. Man kennt sich.“
Gegen den Aufstiegsaspiranten aus Marburg sieht der Oberliederbacher Trainer seine Mannschaft durchaus in der Rolle des Underdogs: „Keiner rechnet damit, dass wir da etwas holen. Alles was wir da holen sind Bonuspunkte.“ In jedem Fall, so lautet Schlierbachs Marschroute, möchte es die SGO den Oberhessen aber so schwer wie möglich machen.
(cn)


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