Hütsch: "Die nächsthöhere Klasse ist immer reizvoll"

Der künftige Trainer der SG Rönshausen im Interview

24. Februar 2016, 14:48 Uhr

Thomas Hütsch.

Im Sommer startet Thomas Hütsch in seine erste Trainerstation abseits seines langjährigen Vereins FSV Thalau. Das Urgestein des FSV, das erst in diesem Winter zum TSV Rothemann gewechselt ist, wird zur Spielzeit 2016/17 die SG Rönshausen übernehmen. Wir haben mit dem 40-Jährigen gesprochen.

Im Sommer wirst du neuer Trainer bei der SG Rönshausen. Wie kam es zu diesem Engagement?

Nachdem mein Wechsel zum TSV Rothemann bekannt wurde, gab es einige lose Anfragen bezüglich einer Trainertätigkeit. Ich habe mich dann dann früh mit Rönshausen zusammengesetzt. Da die dortige Philosophie mit meiner eigenen übereinstimmt, kam es dazu, dass ich unterschrieben habe.

Gab es bei dir schon länger Überlegungen, als Trainer zu arbeiten?

Ich hatte immer wieder mal das Interesse, als Trainer zu arbeiten. Aber dadurch, dass ich in Thalau lange Zeit aktiv war, wurde ich selten gefragt. Es gab zwar vereinzelt Angebote, aber nichts Interessantes.

Trotz deiner Verbundenheit zum FSV Thalau bist du im Winter nach 20 Jahren zu Ligakonkurrent TSV Rothemann gewechselt. War für dich von Anfang an klar, dass deine Zeit dort auf ein halbes Jahr beschränkt ist?

Von Anfang an war mit den Verantwortlichen abgemacht, dass ich in Rothemann erstmal bis zum Sommer als Spieler aktiv sein werde. In Thalau habe ich ja selten gespielt, da viele junge, talentierte Leute im Verein aktiv sind.

Was hast du dir für die Restrunde mit dem TSV Rothemann vorgenommen?

Ich möchte, so oft es geht, Gruppenliga-Luft schnuppern. Die Vorbereitung ist bislang ganz gut gelaufen. Grundsätzlich möchte ich Rothemann spielerisch unterstützen.

Ab der kommenden Saison startet dann deine Zeit als Trainer in Rönshausen. Was hat der Verein zu bieten? Was hat dich überzeugt?

Grundsätzlich mag ich das familiäre Umfeld in Rönshausen, das schätze ich sehr. Ich hatte ein richtig gutes Gespräch mit Lothar Leibold (Erster Vorsitzender, Anm. d. Red.) und Martin Farnung (Zweiter Vorsitzender). Der Verein versucht, im Großteil mit einhemischen Spielern die Ziele zu erreichen. Das war auch ein wichtiger Punkt für mich, so sind wir gleich auf einen Nenner gekommen.

Aktuell ist Rönshausen Zweiter der A-Liga Fulda. Gehst du davon aus, im Sommer einen A-Ligisten zu übernehmen, oder glaubst du, sogar in der Kreisoberliga die Trainerstation zu beginnen?

Das ist eine schwere Frage (lacht). Ich gehe davon aus, dass Michael Jäger versuchen wird, einen ordentlichen Abschluss zu erreichen. Dafür wird das Team sicherlich alles geben. Ob es letztlich für den Aufstieg reichen wird, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Da lasse ich mich gerne überraschen. Ich wünsche der Mannschaft jedenfalls viel Glück dabei, die Ziele zu erreichen, die sich der Verein gesteckt hat.

Willst du ausschließlich an der Seitenlinie stehen oder auch selbst die Schuhe schnüren?

Ich werde als Spielertrainer arbeiten, so ist das auch von Vereinsseite aus gewünscht. Ich fühle mich fit, habe die komplette Vorbereitung bei einem Gruppenligisten absolviert. Deswegen werde ich in einem halben Jahr auch fit in Rönshausen einsteigen.

Was willst du in Rönshausen erreichen?

Ganz wichtig ist mir, dass ich versuchen werde, die gute Arbeit meiner Vorgänger weiter zu führen. Welche Ziele wir uns stecken werden, ist dann von der Spielklasse abhängig.

Die Kreisoberliga soll in Rönshausen aber auch Thema sein?

Natürlich. Die nächsthöhere Klasse ist natürlich immer reizvoll. Aber auch die A-Liga Fulda ist eine ganz interessante Liga. Deshalb spielt es für mich keine große Rolle, in welcher Liga wir starten werden.

Autor: Steffen Kollmann

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