Huy: "Die Sicherheit ist flöten gegangen"

Verbandsliga Süd: Alsbachs Defensive wackelt

30. Oktober 2017, 11:55 Uhr

Alsbachs Trainer Sascha Huy ist unzufrieden darüber, dass seine Mannschaft in den vergangenen zwei Partien sechs Gegentore kassiert hat. Foto: Thomas Zöller

Am 15. Spieltag lieferten sich Alsbach und Rot-Weiss Frankfurt II in der Verbandsliga Süd einen offenen Schlagabtausch. Mit einem knappen 4:3-Erfolg war der FCA am Ende dann der glückliche Sieger, während die Gäste aufgrund eines Eigentors leer ausgingen. Am Dienstag möchte Trainer Sascha Huy mit seiner Mannschaft nachlegen und die nächsten drei Punkte im Abstiegskampf holen.

Als das Eigentor der Roten aus Frankfurt fiel, lagen sich am Sonntag Nachmittag alle Alsbacher Verantwortlichen am Seitenrand in den Armen, denn die Erleichterung stand allen nach dieser turbulenten Partie ins Gesicht geschrieben. Schließlich hatte die Huy-Elf bis zur 80. Minute mit 2:3 zurück gelegen. "Erleichtert bin ich schon, aber mit dem Spiel sind wir nicht zufrieden, denn wir haben heute sehr viele Fehler gemacht und Abstimmungsprobleme in der Defensive gehabt", äußerte sich Alsbachs Trainer nach dem Abpfiff zum Spiel. Dass Sascha Huy letztlich drei Punkte bejubeln durfte lag sowohl am Treffer von Alsbachs Philipp Ehmig als auch an dem Eigentor von Frankfurts Gurkaraman Singh.

Doch dass auch die Gäste zu ihren Torchancen und zum Erfolg kamen, lag an der Unsicherheit der Alsbacher Defensive. Vor allem über die rechte Seite liefen viele Aktionen des Gegners. "Wir haben über die rechte Seite zwei Gegentore kassiert, was wir so gar nicht gewohnt waren, weil wir dort in den letzten Spielen sehr stabil standen. So war es ein offener Schlagabtausch und ein Sieg war auf beiden Seiten möglich", nannte Huy die Schwächen in der Verteidigung. Zudem fügte der FCA-Coach hinzu, dass die Unsicherheiten in der Abwehr durch die Gegentore verstärkt wurden: "Durch die Abstimmungsprobleme im Defensivbereich haben sich leider Möglichkeiten für den Gegner ergeben, wodurch die Mannschaft verunsichert wurde. Dabei geht dann die Sicherheit flöten und es ist zu Fehlern gekommen, die wir sonst nicht machen."

Das Augenmerk auf die Defensive legen

Mit dem Sieg gegen Rot-Weiss Frankfurt konnten die Alsbacher zwar die Abstiegsränge verlassen, dafür hat sich aber auch nun die Anzahl der Gegentreffer deutlich erhöht. Sowohl gegen Darmstadt als auch gegen Rot-Weiss II musste Torwart Nikolas Bonias jeweils dreimal hinter sich greifen. Damit stellen die Bergsträßer nun nicht mehr gemeinsam mit Germania Ober-Roden die drittstärkste Defensive der Liga, was auch Trainer Huy nach der Partie gegen die Frankfurter ärgerte: "Der Fokus muss auf der Defensive liegen. So haben wir vor zwei Wochen gegen Germania Ober-Roden eine richtig gute Leistung gebracht und da müssen wir wieder hinkommen." Außerdem ist sich Huy sicher, dass alles andere am Ende der Saison den Abstieg in die Gruppenliga bedeuten würde: "Sobald man sich auf Hurra-Fußball einlässt, wird man am Ende der Runde unter dem Strich stehen", fügte Alsbachs Coach hinzu.

Nun aber stehen die Bergsträßer auf einem Platz über dem Strich, weil sie gegen einen direkten Konkurrenten, einen Sieg einfahren konnten. Daran möchte Alsbachs Coach am Dienstag im Heimspiel anknüpfen. Gegner wird dann Viktoria Urberach sein, die sich ebenfalls auf den unteren Rängen in der Tabellen der Verbandsliga Süd befinden. "Der Doppelspieltag ist eine Gradwanderung und ich verstehe auch nicht, was sich der Verband dabei gedacht hat. Dazu kommt, dass Urberach zwei Tage mehr Pause hatte, weil sie schon am Freitag Abend gespielt haben. Aber wir haben es gut gemacht, dass wir Fricker und Gencer erst zum Schluss eingewechselt haben, damit sind die beiden am Dienstag eine Option für die Startelf", deutete Alsbachs Trainer bereits Rotationen in der Aufstellung an. Mit erfahrenen Spielern wie Joachim Fricker und Cengiz Gencer soll dann auch wieder die gewohnte Sicherheit ausgestrahlt werden, um die jungen Spielern, wie den Doppeltorschützen Tim Engelhardt, zu unterstützen und den nächsten Pflichtspielsieg einfahren zu können.

Autor: Selina Eckstein

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