Orf zu seinem Poppenhausen-Engagement
Immer wieder die Rhöner Luft
Bei der SG Ulstertal und den damals noch eigenständigen Vereinen SV Lahrbach sowie SV Tann agierte Orf schon als Trainer, zudem beim TSV Hilders und der TSG Mackenzell. Zuletzt coachte er vier Jahre erfolgreich die SG Reulbach/Brand, ehe er seit Sommer 2020 pausierte. Ein Sabbatjahr wollte er, Corona sorgte dafür, dass es zwei wurden. "Ich wollte mal eine Zeit lang nicht in der Verantwortung stehen. Die Zeit war schön, ich war stiller Beobachter, wobei die Verbindungen nach Reulbach noch eng waren. Jetzt aber freue ich mich auf das was kommt", sagt der erfahrene Übungsleiter. Nur wenige Kilometer Luftlinie liegen zwischen seinem alten und neuen Club, weshalb er die Gegebenheiten beim TSV bestens kennt.
Und zwischen seiner alten und neuen Mannschaft kann Orf Parallelen ziehen. Viele einheimische Spieler findet er vor, zudem bestechen beide mit einer großen Spielerdecke. Als die Anfrage – mit der er nicht gerechnet hatte – für das Engagement kam, benötigte er keine lange Überlegungszeit. Es habe sofort gekribbelt, die Motivation war vorhanden. Zumal Orf die Liga bekannt ist. Und so wirklich weg kommt er aus der Rhön ohnehin nicht. Seit 2015 wohnt er in Pilgerzell, "aber ich bin in der Region dann doch ein wenig mehr vernetzt und deshalb verschlägt es mich immer wieder dort hin. Die Rhöner Luft ist natürlich auch nicht die schlechteste, der Fußball ist für mich noch ein wenig ehrlicher und das Arbeiten für einen Trainer ruhiger."
Zur neuen Saison trifft Orf dann wohl auch auf seinen Junior Jannik, der gelegentlich bei der Reserve des SV Hofbieber die Schuhe schnürt. Mit Poppenhausen möchte er angreifen, die obere Tabellenregion ist das erklärte Ziel. "Im Niemandsland der Tabelle will ich mich nicht aufhalten. Der Verein möchte ganz oben anklopfen und das gilt auch für mich. Thomas Freier leistet gute Arbeit, in der Zukunft gilt es den nächsten Schritt zu gehen und das vorhandene Potenzial auzuschöpfen. Dafür müssen alle an einem Strang ziehen. Mir ist außerdem wichtig, dass die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft passt", blickt der 50-Jährige voraus.


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