Jörg Meinhardt tobt trotz des Dreiers

Gruppenliga: FSV siegt äußerst schmeichelhaft

07. September 2018, 19:52 Uhr

Heiße Zweikämpfe, wie hier zwischen Thalaus Robin Sorg (links) und Großenlüders Antonio Martinez gab es zuhauf. Foto: Kevin Kremer

Selbst ein Punktgewinn wäre für Thalau ob des Spielverlaufs schmeichelhaft gewesen, doch letztlich nahm der Gast dank des 1:0 (1:0)-Erfolgs gar alle drei Zähler aus Großenlüder mit.

Chancen für ein anderes Ergebnis gab es im Übermaß für Teutonia Großenlüder: Allein Sascha Hasenauer (2., 45., 47., 50.), und Fabian Lehmann (6., 18., 38) vergaben mehr als ein halbes Dutzend bester Gelegenheiten; auch Julian Schönherr (5.) und Dominik Hohmann (71.) waren nahe am Torerfolg. Besonders stark waren die beiden Anfangsphasen, in denen der FSV Thalau kaum wusste, wie ihm geschah. Nach gut 20 Minuten fragte FSV-Coach Jörg Meinhardt in sich grummelnd: „Was ist denn hier nur los“. Und sein Gegenüber Frank Atzler beantwortete es indirekt in der Halbzeit: „Hier passt alles, nur nicht das Ergebnis.“

Großenlüder spielte mit Hasenauer und Lehmann äußerst variabel, beide waren für Thalaus Dreierkette nur schwer fassbar. Atzlers Matchplan, den Gegner zu beschäftigen, ging voll auf. Spielerisch waren die Teutonen deutlich überlegen, Thalau fand dagegen nie ins Spiel, kam fast nur durch Einzelaktionen zu gefährlichen Aktionen. So wie bei den Distanzknallern von Florian Storch (31.) oder Arpad Palfi (81.). Das Siegtor versprühte hingegen etwas Spielkultur, als Palfi links durchstartete und klug zurücklegte. Spielmacher Dzejlan Salkovic nahm den Ball auf und knallte ihn aus 17 Metern ins Eck (28.).

Doch auch das ließ Meinhardt nach dem Spiel kalt: „Was im Fußball zählt, sind Punkte und Siege, aber ich muss ehrlich sagen, dass das gar nichts von meiner Mannschaft war. Das hatte nichts mit Fußball zu tun, das war teilweise unterstes Niveau“, polterte er und nahm mit Torwart Markus Herber und Verteidiger Niko Velic zumindest zwei seiner Spieler aus der Kritik aus. So wirklich konnte er sich den Leistungsabfall seines Teams nicht erklären, seien doch die drei Spiele zuvor äußerst positiv gewesen. Vielleicht fehlte es an der nötigen Spielvorbereitung, schließlich konnte Meinhardt selbst ob des frühen Anpfiffs um 18 Uhr aus beruflichen Gründen erst 20 Minuten vor Anpfiff an seiner ehemaligen Wirkungsstätte aufschlagen.

Ganz anders war die Gefühlswelt auf Seiten des unterlegenen Gegners. Gar keinen Vorwurf könne Trainer Frank Atzler seinem Team unterbreiten. „Wir haben den Gegner 90 Minuten dominiert, waren unheimlich leidenschaftlich. Ich will nicht sagen, dass wir vor dem Tor versagt hätten, aber zumindest hatten wir kein Glück.“ Dennoch befand er, dass das Team auf dem richtigen Weg sei.

Die Statistik:

Teutonia Großenlüder: Bauer – Lang, Schneider, Schlitzer, Martinez – Nteugha, Hohmann (78. Pfeffer) – Reith (73, Strehl), Hasenauer, Schönherr (63. Haus) – Lehmann.
FSV Thalau: Herber – L. Kress, S. Kress, Velic – Storch, Palfi – Drüschler, Salkovic (76. Reza), Weichlein – Sorg (90.+3 Bohl), Brehl (90.+2 Graul).
Schiedsrichter: Mirko Hecklinger (Gladenbach).
Zuschauer: 100.
Tor: 0:1 Dzejlan Salkovic (28.).

Autor: Johannes Götze

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