Johannes Schmidt mit dem Goldenen Tor gegen Friedberg
Gruppenliga Frankfurt West: Unentschieden im Derby
Spvgg. 02 Griesheim - SV BKC Bosnien 2:2 (1:1)
Im Derby zwischen der Spvgg. 02 Griesheim und dem SV BKC Bosnien ging es um sehr viel - nämlich um Punkte gegen den Abstieg. Die Gäste erwischten den besseren Start und hatten in den ersten zwanzig Minuten optische Überlegenheit. Praktisch die erste richtige Griesheimer Chance verwertete Mario Sporer per Kopf zum 1:0 in der 31. Minute. Nur kurz darauf überschlugen sich dann die Ereignisse: Erst mussten der Griesheimer Lars Jung und Gästespieler Adis Pita nach einer vermeintlichen Rangelei im Fünfmeterraum den Platz räumen, und nur zwei Minuten später fiel der Ausgleich durch einen von Emir Drino verwandelten Foulelfmeter, nachdem Kemal Pita im Sechszehner zu Fall gebracht wurde.
Nach dem Seitenwechsel ging es genauso weiter wie in der ersten Hälfte. Griesheim legte wieder durch Sporer mit einem Kopfballtor vor - und dann war es erneut Drino, der für den 2:2-Endstand etwa 20 Minuten vor Ende der Partie sorgte. "Das Spiel hätte auch 4:4 ausgehen können. Das Derby brachte die Zuschauer auf ihre Kosten. In der ersten Halbzeit hatten wir Glück, als unser Keeper Christopher Wickert zweimal überragend gehalten hat. Aber wir hatten im zweiten Durchgang auch noch unsere Möglichkeiten", resümierte Griesheims Trainer Christian Kossack das Spiel.
Unzufriedener hingegen wirkte Bosniens Sportvorstand Admir Malohodzic, zumal Drino mit einem Schuss eine Minute vor Schluss noch den Außenpfosten traf: "Mit dem einen Punkt sind wir unzufrieden, weil wir fünf Hundertprozentige nicht reingemacht haben. Für die Roten Karten kann ich auch kein Verständnis aufbringen, nicht einmal der Schiedsrichter konnte dafür eine Begründung liefern."
Die Statistik:
Schiedsrichter: Yahya Budarham.
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Mario Sporer (31.), 1:1 Emir Drino (40., Foulelfmeter), 2:1 Mario Sporer (63.), 2:2 Emir Drino (68.).
Besondere Vorkommnisse: Rote Karten für Lars Jung (Griesheim, 36.), und Adis Pita (Bosnien).
FC Germania Enkheim - VfB Friedberg 1:0 (0:0)
Was nicht wirklich für sehr wahrscheinlich gehalten wurde, trat beim Aufeinandertreffen zwischen dem Tabellenletzten und den Gästen aus Friedberg aber doch ein: Den Enkheimern gelang fünf Minuten vor Ende der Partie die 1:0-Führung, die auch bis zum Schluss Bestand hatte. Für Friedbergs Spielausschussvorsitzenden Carsten Lesiak war es aber nicht einmal das Gegentor, was ihn nach der Begegnung so verärgerte: "Die Rote Karte gegen Lukas Kögler kann ich nicht nachvollziehen, eine Notbremse war nicht zu erkennen. Andersherum hätte es für uns zweimal Strafstoß geben müssen nach einem Foul an Jasmin Emrovic und nach einem Handspiel im Strafraum. Mit einem 0:0 wäre ich zufrieden gewesen, so aber haben wir nur drei Minuten später in Unterzahl das Gegentor kassiert."
Die erste Hälfte verlief relativ ausgeglichen, wobei die Germania nicht nur die etwas bessere Spielanlage an den Tag legte, sondern auch durch Maximilian Krebs (zweimal per Kopf) hätte führen müssen."Friedberg war gut bei Standardsituationen, aber unterm Strich war unser Sieg hochverdient", sagte der zum Trainerteam gehörende Philipp Halbow. Auf die Frage nach dem noch möglichen Klassenverbleib hatte der Übungsleiter nur eine indirekte Antwort parat: "Wir schauen von Spiel zu Spiel. Insbesondere durch die Rückkehr von Hashim Tarek Ahmed, der berufsbedingt sechs Wochen verhindert war, haben wir jetzt wieder die Möglichkeit, gegen jeden zu gewinnen."
Die Statistik:
Schiedsrichter: Magnus Eyrich.
Zuschauer: 60.
Tor: 1:0 Johannes Schmidt (85.).
Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Lukas Kögler (82., Friedberg) wegen Notbremse.


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