Kallée-Comeback nicht von Erfolg gekrönt

Gruppenliga: 37-Jähriger steht dem SVA wieder zur Verfügung

30. Oktober 2017, 17:21 Uhr

Fabian Kallée feierte sein Comeback am Sonntag. Foto: Friedhelm Eyert

Eigentlich hatte Fabian Kallée im Sommer die Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Eigentlich. Denn ein kleines Hintertürchen ließ sich der Angreifer damals offen und offerierte seinem SVA Bad Hersfeld, dass er im Notfall zur Verfügung stehen würde. Dieser ist nun eingetroffen.

67 Minuten stand der Ex-Trainer des SVA am Sonntag gegen den TSV Bachrain auf dem Feld, dann wechselte Coach Frank Ullrich seinen "Neuzugang" aus. Zu diesem Zeitpunkt war der 0:3-Endstand aus Sicht der Festspielstädter bereits erreicht. "Wir haben die totale Seuche. Stand Montag stehen mir für das Spiel gegen Aulatal am Dienstag elf Feldspieler zur Verfügung - bei 21 Akteuren im Kader", berichtet Ullrich, der zwangsläufig daher zum Hörer griff und das Angebot von Kallée, in Notfällen einzuspringen, dankend annahm.

"Das zeigt, dass Fabse der Verein und die Mannschaft alles andere als egal sind. Er hat zwar wenig trainiert in den letzten Monaten, hilft uns aber dennoch auf Anhieb weiter. Seine Qualitäten sind unbestritten, dazu verfügt er über jede Menge Erfahrung und ist auf dem Feld ein Sprachrohr. Gerade für die jungen Spieler ist seine Präsenz wichtig", lobt Ulrich den 37-Jährigen, der zunächst bis zur Winterpause aushelfen wird. Wie es danach mit dem ehemaligen Hessenligastürmer weitergeht, ist aktuell noch unklar.

Kurzum: Kallée sei der Spieler, der dem SVA Bad Hersfeld zuletzt gefehlt habe und jetzt dringend benötigt wird, wenn der Abstieg in die Kreisoberliga abgewendet werden soll. "Eigentlich wollten wir zuhause gegen Bachrain unbedingt punkten, aber die personelle Situation ist sehr, sehr schwierig. Derzeit - so ehrlich müssen wir sein - haben die Kaderspieler 14 bis 21 bei uns nicht das Format für die Gruppenliga", sagt Ullrich, der hofft, dass gegen Aulatal die Positivwende eingeleitet wird. Auf die Unterstützung seines Altmeisters kann er sich dabei jedenfalls verlassen.

Autor: Max Lesser

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