Karge Torausbeute wird unterboten
Kreisoberliga Frankfurt: 27 Tore am "Faschingsspieltag"
Griesheim Tariks Fikri El Haj Ali gelang mit seinem Team ein Auswärtssieg beim FC Kalbach II. Foto: Jörg Schulz.
SV 07 Heddernheim - TSG 51 1:1 (0:1)
FC Kalbach II - SV Griesheim Tarik 2:4 (1:3)
Kalbachs Trainer Karol Drynda haderte mit der Leistung von Schiedsrichter Hüseyin Kara (Bad Homburg): "Er war der schlechteste Mann auf dem Platz und hat zwei klare Abseitstore für den Gegner gegeben. Das ist eine bittere und ärgerliche Niederlage. Tarik hat nur mit der Hilfe des Schiris gewonnen". Dabei hatten die Gäste von der Griesheimer Lärchenstraße schon nach einer halben Stunde einen 2:0-Vorsprung heraus geschossen. Eren Öz und Mostafa El Aadmi brachten die Gäste mit 2:0 in Führung. Die Verbandsliga-Reserve verkürzte mit Torjäger Lukas Höll durch einen Foulelfmeter auf 1:2. Postwendend stellte Ex-Profi Fikri El Haj Ali den alten Abstand wieder her. "Das 3:1 war der Knackpunkt. Das frühe 2:0 kam uns natürlich entgegen. Insgesamt haben wir verdient gewonnen", resümierte Griesheim Tariks Trainer Jamal El Baouti.
Auch der zweite Durchgang begann rasant. Sadullah Erkmen verkürzte für den Aufsteiger zum 2:3. Tariks Youness Kabbouch setzte in der Schlussphase den Schlusspunkt zum 4:2-Erfolg der Gäste. "Es war ein gutes Spiel und wir haben die drei Punkte eingefahren. Kalbach hatte mehr Ballbesitz, aber wir haben Qualität. Ob wir diese auch aufrufen können, hängt vom Training ab. Unsere Tore waren kein Abseits, wenn überhaupt waren das knappe Entscheidungen", erklärte El Baouti. Sein Kollege Drynda vom FCK II bedauerte: "Wir haben alles versucht und waren nach dem 2:3 dran. Danach waren wir leider nicht konzentriert. So haben wir das Spiel auch verloren, weil der Schiedsrichter überfordert war".
Schiedsrichter: Hüseyin Kara (Bad Homburg). Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Eren Öz (10.), 0:2 Mostafa El Aadmi (29.), 1:2 Lukas Höll (41./Foulelfmeter), 1:3 Fikri El Haj Ali (42.), 2:3 Sadullah Erkmen (49.), 2:4 Youness Kabouch (86.).
SG Westend - FFV Sportfreunde 1:2 (1:0)
VfR Bockenheim - Concordia Eschersheim 0:3 (0:3)
"Wir haben das Spiel in den ersten 15 Minuten verloren. Das hätte nicht sein müssen. Mit der Einstellung bin ich zufrieden. Wir haben das Maximum herausgeholt", meinte VfR-Trainer Taner Yalcin zur klaren Heimniederlage des Schlusslichtes gegen den Tabellenzweiten vom Rosegger. Die Eschersheimer waren auf dem berüchtigten Hartplatz schon nach 23 Sekunden durch Pablo Pereira mit 1:0 in Führung gegangen. Bereits in der Anfangsphase mussten die Bockenheimer ihren Torhüter austauschen. Alexander Fiene hatte sich beim Herauslaufen verletzt, für den Stammkeeper kam Rerservetorhüter Dennis Hehr, der schon 90 Minuten im Vorspiel auf dem Buckel hatte. Drei Minuten nach seiner Einwechslung verursachte der neue Tormann gleich einen Foulelfmeter an Eschersheims Jurij Dutchak. Zuvor hatte der Unparteiische nach Foulspielen an den Eschersheimern Joscha Stein und Simon Kramer jeweils Vorteil laufen lassen. Die durchaus im Bereich des möglichen gewesene Rote Karte für den VfR-Tormann blieb aber aus.
Ricardo Harrabi ließ sich von dem Trubel nicht beirren und versenkte die Kugel zum 2:0 für die Concordia. Drei Minuten vor der Halbzeit sorgte Dutchak mit einem Volleyschuss endgültig für klare Verhältnisse an der Sportuni. Yalcin befand, dass "wir heute nicht so busy waren. Die konzentriertere Mannschaft hat gewonnen. Die Eschersheimer waren keine Übermannschaft, denn sie haben meist nur lange Bälle gespielt und auf die zweiten Bälle spekuliert". Heftig aneinander geriet Yalcin indes mit dem Schiedsrichter der Partie, mit dessen Leistung der ehemalige Verbandsliga-Trainer nicht einverstanden war: "Der Elfmeter war unberechtigt und der Mann hatte kein Fingerspitzengefühl. Mir ist sein Auftritt rätselhaft. Vielleicht hatte er karnevalsbedingt Urlaub", echauffierte sich der VfR-Trainer über den Spielleiter. Für Concordias Trainer Roland Stipp waren andere Dinge entscheidend: "Wir haben Ball und Gegner laufen lassen. Das war von uns ein Superspiel in der ersten Halbzeit. Nach dem Wechsel haben wir an Qualität verloren. Wir hatten aber nur mit dem Platz Probleme, mit dem Gegner hatten wir dagegen keine".
Schiedsrichter: David Rendel (Bauschheim). Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Pablo Pereira (1.), 0:2 Ricardo Harrabi (16./Foulelfmeter), 0:3 Jurij Dutchak (42.).
FC Posavina - SV Viktoria Preußen 0:2 (0:0)
Personell verstärkt schwimmt der SV Viktoria Preußen nach der Winterpause auf der Erfolgswelle. Auch das zweite Spiel gewannen die Männer von der Hügelstraße ohne Gegentor und holten einen trockenen 2:0-Sieg bei den Kroaten vom FC Posavina. Nach einer torlosen ersten Hälfte unterlief Posavinas Ante Peko nach einem Freistoß des "Preußen" Darius Johnson ein unglückliches Eigentor. Mit der Führung im Rücken sorgte Ex-Profi Renato Levy auf Zuspiel von Oskar Copik mit einem Heber für das 2:0 und damit für die Entscheidung.
"Ich habe Trainer Ramzi Kallel in der Winterpause alle Wünsche erfüllt. Nun muss er damit arbeiten. Man sieht schon, dass wir uns qualitativ verstärkt haben. Wir haben wenig zugelassen und alles gut umgesetzt. Das Spiel war aber insgesamt eher eine Kick and Rush-Veranstaltung", lautete das Fazit von Thomas Mahlau, dem Abteilungsleiter der Preußen.
Schiedsrichter: Patrick Nied (Frankfurt). Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Ante Peko (46./Eigentor), 0:2 Renato Levy (70.).
BSC Schwarz-Weiß 19 - SC Weiss-Blau 1:3 (0:0)
Auch beim BSC war man auf den Schiedsrichter nicht gut zu sprechen. Der Sportliche Leiter der Gastgeber Benjamin Heinrich konnte eine kuriose Entscheidung des Unparteiischen Holger Noe beim Stande von 1:1 nicht nachvollziehen. Nachdem Oskar Kosok vom SC Weiss-Blau mit einem Foulelfmeter an BSC-Keeper Christoph Herrmann gescheitert war, gab es im Anschluss gleich den nächsten Strafstoß für die Kicker von den Sandhöfer Wiesen. "Es soll eine Tätlichkeit vorgelegen haben, es gab aber weder eine Rote Karte, noch wurde das Spiel regelkonform durch einen indirekten Freistoß fortgesetzt", beschwerte sich Heinrich. WB-Coach Rene Möbus beobachtete dagegen, dass "ein BSC-Spieler Kosok nach dem verschossenen Elfmeter vor Übereifer umgestoßen hat".
Wie auch immer, den folgenden Strafstoß trat Georgi Tushev, der die Niederräder mit 2:1 in Führung brachte. Zuvor hatten die Gäste durch Quach und Schmidt Narischkin im ersten Abschnitt schon die Führung auf dem Fuß gehabt. Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste effizienter und gingen durch einen gezielten Schuss aus 18 Metern von Jonas Gais mit 1:0 in Führung. Nach dem Ausgleich der Hausherren durch Roy Mokrzycki Mitte der zweiten Hälfte kam es für das Team von Spielertrainer Selim Aljusevic zu den oben beschriebenen beiden Elfmetersituationen. Zwei Minuten danach machte Konstantin Schmidt Narischkin für die Niederräder mit dem 3:1 alles klar. "Die Mannschaftsleistung war besser als in Heddernheim. Ein Remis wäre verdient gewesen. Das Spiel ist durch die schlechte Schiedsrichterleistung in die andere Richtung gekippt", fasste Heinrich zusammen. Möbus hingegen meinte: "Wir hätten mal wieder zur Halbzeit führen müssen. Beim 3:1 war der Wille, das entscheidende Tor zu machen, erkennbar".
Schiedsrichter: Holger Noe (Mömbris). Zuschauer: 50.
Besonderes Vorkommnis: BSC-Torhüter Christoph Herrmann hält Foulelfmeter von Weiss-Blaus Oskar Kosok (71.).
Tore: 0:1 Jonas Gais (51.), 1:1 Roy Mokrzycki (64.), 1:2 Georg Tushev (72.), 1:3 Konstantin Schmidt Narischkin (74.).
1. Rödelheimer FC 02 - TuS Makkabi 2:2 (1:2)
"Die ersten 15 Minuten haben wir dafür gebraucht, um ins Spiel zu finden", sagte Makkabis Sportlicher Leiter Maximilian Eilingsfeld zum Unentschieden auf dem Rödelheimer Hartplatz. Kurz darauf stand es aber bereits schon 1:0 für die Rödelheimer durch einen verwandelten Strafstoß von Abdel El Abbassi. Nachdem sich die Gäste die Platzhoheit erarbeitet hatten, war das zeitnah auch in Zahlen messbar: Erst Daniel Sousa in der 30. Minute und nur vier Minuten später Torjäger Branislav Glamocanin verwandelten den knappen Rückstand in eine 2:1-Führung.
Nach dem Seitenwechsel hätte Ibrahim Abbouz für die Vorentscheidung sorgen können, mit einem Schuss traf er aber nur die Latte. So kam es, wie es kommen musste: Rödelheim gelang noch in der 67. Minute der verdiente Ausgleich durch einen Fernschuss von Navid Teimouri aus 30 Metern. "Die Saison ist zwar noch lange, aber wenn sich unsere arrogante und ballverliebte Spielweise weiter fortsetzt, sind wir wohl noch zu unreif für einen möglichen Aufstieg", befürchtet Eilingsfeld. Rödelheims Pressesprecher Volker Flauaus meldete sich mit folgender Analyse zu Wort: "Für uns ist das ein gewonnener Punkt. Einsatz, Engagement und Kampfkraft wurden belohnt. Es ging hoch und runter. Das Glück gehört den Tüchtigen".
Schiedsrichter: Devin Kakmaci (Beuerbach). Zuschauer: 40.
Tore: 1:0 Abdel El Abbassi (17./Foulelfmeter), 1:1 Daniel Sousa (30.), 1:2 Ibrahim Abbouz (34.), 2:2 Navid Teimouri (67.).
FV 1920 Hausen - FC Tempo 2:1 (0:1)
In der ersten Halbzeit hatten die Serben mehr vom Spiel und gingen schon früh durch Stefan Stankovic in Front (6.). Auch im weiteren Verlauf hatte Tempo mehr vom Spiel, gab den Hausenern wenig Spielraum, machte aber zwei hochkarätige Chancen nicht rein. Mit Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit genügten dem Gastgeber sieben Minuten, um die Partie mit zwei Kopfballtoren zu drehen und als Sieger das Feld zu verlassen: Nach einem Eckball nickte ausgerechnet Ex-Tempo-Spieler Slobodan Zivkovic nach einem Lattenabpraller zum 1:1-Ausgleich ein, kurz danach war es Duro Sedlak, der ebenfalls per Kopf nach einem Eckball das Blatt wendete."Wir machen uns tabellarisch gesehen schon Sorgen, aber die Atmosphäre ist super, das Training ist klasse und die Jungs wollen", so Co-Trainer Miroslav Marinkovic, der den verreisten Cheftrainer Zoran Marcetic an der Seitenlinie vertrat.
Marinkovic präzisierte: "Da wo wir aktuell stehen, gehören wir eigentlich nicht hin, aber es hapert bei uns enorm im Abschlussverhalten". Eine Möglichkeit zum Ausgleich hatte die Balkan-Formation auch noch, aber ein Schuss von Nenad Malbasa wurde von den Hausenern im Gewühl mit dem Kopf oder der Hand abgewehrt. Hausens Trainer Martin Reyschmidt stimmte zu, dass "meine Elf die erste Hälfte völlig verschlafen hatte, danach aber präsenter wirkte und wir das Spiel nicht unverdient gewonnen haben". Auch der Sportliche Leiter des FVH Mikki Bauer war wenig begeistert: "Es war ein schwaches Spiel. Wir sind froh, dass wir es gewonnen haben".
Schiedsrichter: Horst Fabrizius (Kelsterbach). Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Stefan Stankovic (6.), 1:1 Slobodan Zivkovic (46.), 2:1 Duro Sedlak (52.).

