"Kein Spieler wird sich im Bayern-Trikot ein Autogramm holen"
Hessenliga: Basler zu Gast in Flieden / Voll setzt Fokus aufs Sportliche
Mario Basler (rechts) gastiert in Flieden, dennoch will Trainer Meik Voll den Fokus auf das Sportliche legen. Fotos: Charlie Rolff, Mithat Gürser
„Die Person Basler mit ihrer Vergangenheit ist sicherlich beeindruckend, da es jemand ist, den man sonst nur im Fernsehen verfolgt hat“, weiß auch Fliedens Trainer Meik Voll, der den Fokus aber dennoch auf das Sportliche richten möchte. „Die Leute sollen nicht nur an den Sportplatz kommen, um Basler zu sehen, sondern Flieden dabei unterstützen, gegen einen direkten Konkurrenten anzutreten.“ Schließlich steht Rot-Weiss Frankfurt momentan genau dort, wo Flieden nicht hinmöchte: als Drittletzter auf einem Abstiegsplatz.
Die vergangenen vier Spiele haben die Buchonen aber verloren, die bedrohten Ränge kommen entsprechend immer näher. Von einer Korrektur des Saisonziels will Voll folglich nichts wissen: „Wir sind jetzt Zehnter. Und wenn wir am Ende auf Rang elf oder zwölf in den Hafen fahren, freuen wir uns auf den Landgang“, macht der Übungsleiter klar, dass nur der Klassenerhalt im Fokus steht.
Schließlich würde sich Flieden gerne die drei Punkte zurückholen, die man im bis dato letzten Heimspiel gegen Schlusslicht Vellmar (1:2) liegengelassen hat. „Wir wollen auf keinen Fall verlieren, um den Abstand zumindest zu halten. Mit einem Dreier am Samstag könnte das Vellmar-Spiel in Vergessenheit geraten. Und mit einem Sieg im Rücken könnte ich mich auch auf die Pressekonferenz nach dem Spiel freuen.“
Das ein oder andere Highlight kann man dort mit den Kontrahenten Voll und Basler jedenfalls erwarten, nicht umsonst empfiehlt der Fliedener Trainer, sich eine VIP-Karte anzuschaffen, um der Pressekonferenz beizuwohnen. An seine Mannschaft hat Voll aber eine klare Ansage: „Es wird sich kein Spieler mit einem alten Bayern-Trikot dahin stellen und ein Autogramm holen.“
Neben Marc Götze, der privat verhindert ist, stehen noch hinter Luca Gaul und Dario Stange (zuletzt krank) Fragezeichen. Bei Watzenborn-Steinberg feierte Mikael Avanesian sein Hessenliga-Startelfdebüt, ein bei der Wasserschlacht äußerst undankbares: „Auf diesem Platz konnte sich keiner präsentieren. Da musste man schauen, nicht zu ertrinken, wenn man hinfällt“, so Voll, der noch nicht weiß, auf welchem Geläuf am Samstag gespielt wird – tendenziell geht es auf den Kunstrasen.

