DaNü gibt Rote Laterne ab

Kevin Schüler: Tor und Punkt beim Trainerdebüt

06. Oktober 2021, 07:38 Uhr

Kevin Schüler (rotes Trikot) ist seit vergangener Woche Spielertrainer der SG Dammersbach/Nüst-Gaalbern. Foto: Kevin Kremer

Bei der SG Dammersbach/Nüst-Gaalbern hat es vergangene Woche einen Trainerwechsel gegeben. Der bisherige Spieler Kevin Schüler hat für Mohammed Ghasem übernommen – und ein erfolgreiches Debüt in der A-Liga Hünfeld/Hersfeld gefeiert.

Für Schüler ist es die erste Station im Seniorenbereich, zuvor war er bereits drei Jahre Jugendtrainer bei der JSG Künzell. "Als die Anfrage kam, wusste ich gleich, dass ich das machen möchte. Als Führungsspieler habe ich mich in der Pflicht gesehen", betont der 29-Jährige, der seit dieser Saison bei der Spielgemeinschaft spielt. Ausgerechnet Mohammed Ghasem hatte ihn nach Dammersbach gelockt, nach drei Punkten aus neun Spielen entschieden Vorstand und Trainer allerdings vor einer Woche, mit einem Wechsel auf der Bank einen neuen Impuls zu setzen.

Umso überraschender, dass der erste Auftritt unter Spielertrainer Schüler recht erfolgreich lief. Beim Tabellendritten Praforst holte DaNü ein 1:1. Torschütze? Schüler natürlich! "Auch wenn die Ausgangsposition auf dem Papier klar war, haben wir uns das Ziel gesetzt, einen Sieg zu landen. In unserer Situation können wir uns nicht aussuchen, gegen wen wir die Punkte holen. Das war eine starke Leistung von uns, letztlich hätten beide Mannschaften gewinnen können", analysiert der neue Coach. Mit Onur Dasar spielte dabei erstmals ein Neuzugang nach langer Verletzungspause, der frühere Fliedener wurde von Kumpel Schüler gleich ins kalte Wasser geworfen.

Durch den Punkt hat die SG die Rote Laterne an Roßbach weitergegeben. Da es nur einen Absteiger gibt, ist Schüler sehr optimistisch, dass der Klassenerhalt gelingen wird: "Wir können Fußball spielen, haben uns bislang aber noch nicht richtig gefunden. Jetzt spielen wir gegen viele direkte Konkurrenten", weiß der 29-Jährige, der vermutlich bis Saisonende auf der Trainerbank sitzen wird. Und vielleicht sogar darüber hinaus – obwohl er ursprünglich erst in eins, zwei Jahren im Trainerbereich einsteigen wollte: "Ich kann mir definitiv vorstellen, länger zu bleiben."

Denn die Verhältnisse bei DaNü hat der neue Spielertrainer in der kurzen Zeit bereits zu schätzen gelernt. Schüler spricht von einem "tollen familiären Verein" und freut sich, dass sich der erst Ende 2019 gegründete Club Gaalberner FC Dynamo Hünfeld Südend der Spielgemeinschaft angeschlossen hat. Der Großteil der letztjährigen Gaalberner bildet den Stamm der zweiten Mannschaft. "Wir verstehen uns auch neben dem Platz exzellent", unterstreicht Schüler.

Kommentieren