Kickers Obertshausen verkaufte sich prächtig

Rückblick: Christopher Lang im Dauereinsatz

20. Juni 2017, 22:20 Uhr

Christopher Lang (rechts) war im Dauereinsatz. Foto: Patrick Scheiber

Anfang April feierten die Obertshausener ihr 45 Punkte-Saisonziel, das gleichzeitig den Klassenerhalt in der Gruppenliga Frankfurt Ost bedeutete, ausgiebig mit Fassbier. Zum Saisonende schloss der Aufsteiger die Runde mit einem hervorragenden vierten Tabellenplatz und 59 Punkten ab.

Saisonverlauf

Die Offenbacher Vorstädter belegten fast über die gesamte Saison einen einstelligen Tabellenplatz. Lediglich am elften Spieltag standen sie auf den zehnten Rang. Wer weiß, wie es sich am Ende ausgegangen wäre, wenn nicht alle Begegnungen gegen die in der Schlusstabelle Besserplazierten bereits nach dem siebten Spieltag verloren gegangen wären. Konstanz war auf jeden Fall Trumpf, denn sowohl in der Hinrunden- als auch in der Rückrundentabelle für sich betrachtet kam Obertshausen jeweils auf den vierten Platz. "Die Saison ist besser gelaufen als erwartet. Unser Wunsch war es, eine gute Rolle in der Klasse zu spielen und nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Dazu haben alle ihren Beitrag geleistet so wie das Trainerteam, die sportliche Leitung und natürlich die Mannschaft", zeigt sich Oberhausens Spielausschussvorsitzender Siggi Herth sehr zufrieden.

Zahlen und Fakten

18 Spiele gewonnen, neun verloren und fünf Mal unentschieden bedeuteten in der Summe 59 Punkte bei einer Tordifferenz von 70:42. Die meisten Tore schoss die Zimmermann-Elf beim 7:2 gegen den VfR Wenings am drittletzten Spieltag, während beim 2:6 gegen den SV Somborn die höchste Niederlage verdaut werden musste. Besonders auf der Zielgerade gab die Mannschaft von der Badstraße nochmal richtig Gas: Aus den letzten vier Pflichtspielen konnten zehn Punkte geholt werden. Das spiegelt auch die Einschätzung von Herth wider: "Im Laufe der Zeit sind wir ein richtig eingeschworener Haufen und deswegen zum Schluss auch der beste Aufsteiger der Liga geworden."

Torjäger und Einsatzminuten

Alle 32 Spiele absolvierte Christopher Lang, der vor allem von Herth ein Sonderlob dafür erhielt, dass er "mit ein Garant für den Erfolg durch seine vielfältige Einsetzbarkeit war". Der 24-Jährige kam auf 2711 Einsatzminuten, gefolgt von Philipp Christ (2611). Einen Top-Torjäger gab es nicht. Der interne Torschützenkönig Kai Jenrich brachte es auf zehn Treffer, gefolgt von Julian Schwaiger, Lang und Christ mit je acht Buden.

Gelbe Karten und Platzverweise

In der Fairnesstabelle belegte der Aufsteiger den siebten Rang. 75 Kartons verteilten die Unparteiischen über die Saison hinweg, aufgeteilt in 70 Gelbe Karten, zwei Gelb-Rote und drei Rote Karten.

Wechsel

Anfang Mai gaben die Kickers bekannt, dass Marc Zimmermann das Kommando an der Seitenlinie ab der kommenden Saison an Nils Noe abgeben wird. Zu diesem Zeitpunkt kam die Meldung doch sehr überraschend, da sich der Aufsteiger schon frühzeitig im oberen Tabellendrittel festsetzte. Zimmermann ging "auf eigenen Wunsch, obwohl es eine geile Zeit war." Was Neuzugänge für die kommende Runde anbelangt, gibt es noch nichts Spruchreifes, verlassen werden aber den Verein auf jeden Fall Daniel Konczalla (Ziel unbekannt), Co-Spielertrainer Emir Selmanovic (ebenfalls Ziel unbekannt) und Sebastian Prechtel (Karriereende). Prechtel bleibt dem Verein aber grundsätzlich erhalten.

Ausblick auf die kommende Saison

Da die Abgänge soweit feststehen, Neuzugänge allerdings noch nicht in trockenen Tüchern sind, gibt sich Herth diplomatisch: "Es wäre schön, wenn wir aus unserer schlagkräftigen Truppe noch das ein oder andere Prozent mehr herauskitzeln könnten. Da bei uns neue Spieler noch nicht dazugekommen und wir finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, werden wir sehen, wie es sich in der neuen Saison ausgeht."

Autor: Christoph Weß

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