„King of Germany“ Eckerlin legt Pass zu Hünfelder Kreisligisten

17. Oktober 2024, 18:30 Uhr

Vom Fußballplatz in den Oktagon und zurück. Christian Eckerlin spielte früher unter anderem für Borussia Fulda, ist nun erfolgreicher MMA-Kämpfer und könnte bald in Großentaft Fußball spielen. © Charlie Rolff, OKTAGON MMA

Der SV Großentaft ist ein echter Transfercoup geglückt: MMA-Kämpfer Christian Eckerlin, der jüngst den Titel „King of Germany“ eingeheimst hat, legt seinen Pass zum Hünfelder Kreisligisten.

Vom Oktagon zurück auf den Fußballplatz. Nachdem Christian Eckerlin am Wochenende beim MMA-Kampfsportspektakel Oktagon 62 in Frankfurt vor knapp 60.000 Zuschauern im Hauptkampf den Titel „King of Germany“ einheimsen konnte , hat der 37-Jährige nun Zeit für andere Dinge. „In erster Linie für die Familie, aber zum Beispiel auch Medienarbeit“, berichtet Eckerlin, der vor und während seiner Karriere im Mixed Martial Arts Fußball spielte. Ausgebildet wurde der gebürtige Erbacher bei Darmstadt 98, später spielte er in der Hessenliga für Rot-Weiss Hadamar und Hessen Dreieich, aber auch den TSV Lehnerz und Borussia Fulda.

MMA-Star Christian Eckerlin spielt Fußball für Kreisligist

In seiner Zeit in Lehnerz lernte er Patrick Lesser kennen, der nun Trainer des Hünfelder Kreisligisten SV Großentaft ist. Als „Freundschaftsdienst“ bezeichnet es Lesser, dass sein früherer Mitspieler seinen Pass zum Tabellenzweiten der A-Liga Hünfeld/Hersfeld legt. Dieser lag zuvor beim Odenwälder Kreisligisten Türkspor Beerfelden, doch gegen den Ball trat Eckerlin lange nicht. „Ich hatte ein paar Knieprobleme und mich danach auf meinen Kampf vorbereitet, deshalb habe ich zuletzt vor rund einem Jahr mal in der Halle gekickt. Zu Paddy hatte ich immer einen guten Kontakt, deshalb helfe ich gerne mal aus, wenn es die Zeit zulässt und Not am Mann herrscht“, erklärt Eckerlin seine Entscheidung pro Großentaft. Die Blau-Weißen verloren am vergangenen Wochenende nach elf Siegen erstmals und reisen am Samstag (16 Uhr) zum verlustpunktfreien Tabellenführer Praforst.

Welche Aufmerksamkeit Eckerlin generiert, wurde in der vergangenen Woche deutlich. Das „Transfermarkt“-Profil des früheren Defensivspezialisten war zwischenzeitlich das am häufigsten besuchte in ganz Deutschland. „Das war für mich selbst überraschend, ich musste ein bisschen schmunzeln. Cristiano Ronaldo war auf Platz zwei - das sah schon gut aus“, flachst der „King of Germany“.