Klaus Wächter: "Nationalität ist scheißegal"
KOL Nord: Ober-/Untergeis Überraschung der Liga
„Ich kneife mir schon in den Hintern und die Vereine freuen sich wie kleine Kinder, wenn der Blick auf die Tabelle geht. Platz vier ist einfach sensationell“, sagt der mittlerweile 62-jährige Wächter. Warum sein Team gerade nach der Winterpause richtig gut punktet, versucht der Ex-Asbacher zu erklären: „Die Vorbereitung war durchwachsen. Dass wir dann Rotenburg in der Nachspielzeit schlagen konnten, hat uns einen richtigen Schub gegeben.“ Siege folgten unter anderem gegen den FSV Hohe Luft, der in der Tabelle sogar hinter Ober-/Untergeis steht – was Wächter im Besonderen freut: „Wir man aus so viel so wenig machen kann, ist eigentlich sensationell. Der Sieg war für uns schon eine richtige Hausnummer.“
Wächter sieht den Grund des Erfolgs allerdings auch in der Spielweise, vor allem der Umstellung auf Viererkette: „Wir haben das geübt bis zum Kotzen. Und das machen wir heute noch. Das ist so ein bisschen Ante Markesic, was ich da mache. Das habe ich unter ihm gelernt.“ Wächter war Markesics Co in Asbach. Richtig gut ist auch die rumänische Achse bei der Spielgemeinschaft, die vor einer Fusion mit der SG Mühlbach/Raboldshausen steht. Für Wächter spielt die Nationalität dabei keine Rolle: „Und da müssen sich noch viele mehr von diesem Kirchturmdenken lösen. Für mich ist sonntags Fußball und keine Kirmes. Ich will die besten Fußballer und guten Fußball, da ist es doch scheißegal, ob einer Türke, Rumäne oder Deutscher ist“, stellt Wächter klar, der gerade auf die Spielweise seines Teams stolz ist.
Ob am Ende tatsächlich Platz vier verteidigt werden kann, glaubt Wächter hingegen nicht: "Wir haben jetzt schwere Auswärtsspiele in Dittlofrod und Soisdorf, dann kommen noch die Kaliber aus Aulatal, Eiterfeld und Hohenroda. Unser Punktekonto wird nicht mehr in diesen Dimensionen anwachsen können." Mit einem einstelligen Tabellenplatz sei er aber schon voll zufrieden. Ob dieser reicht, um noch eine Saison dranzuhängen, will Wächter nicht abschließend beurteilen. So habe die Mannschaft noch zehn Tage Zeit um sich hinsichtlich der kommenden Saison zu äußern und eben so lange wird auch Wächter warten, um über das eigene Schicksal zu entscheiden.


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