Königstein geht im Abstiegsduell unter
Gruppenliga Frankfurt West: Enkheim siegt erneut knapp
Der SC Dortelweil (grüne Trikots) und die zweite Mannschaft von Rot-Weiß Frankfurt trennten sich mit einem 2:2-Unentschieden. Foto: Mithat Gürser
SG Ober-Erlenbach – Germania Enkheim 0:1 (0:0)
Im Abstiegsduell der beiden untersten Mannschaften ging es nur darum, mit einem Sieg die Minimalchance für den Klassenerhalt zu wahren. Auf dem kleineren Kunstrasenplatz taten sich die Enkheimer zunächst schwer, die Feldvorteile lagen beim Gastgeber. Doch bis in die Schlussphase wollte kein Treffer fallen, was die SGO dazu veranlasste, nach und nach alles nach vorne zu werfen. In der Nachspielzeit nutzte das die Germania aus Enkheim dann zum Siegtreffer. Nach einem langen Abschlag legte Daler Mirzaev quer zu De Freitas Ferreira, der in der Mitte den Torschützen Adrian Berger bediente. "Wir haben einen super Fight abgeliefert", freute sich Enkheims Trainer Tihomir Tomic über die Einstellung seiner Mannschaft: "Aufgrund der kämpferischen Einstellung ist der Sieg am Ende nicht unverdient, aber das Quäntchen Glück gehört auch dazu."
Schiedsrichter: Christian Vogel (Odenwald).
Zuschauer: 75.
Tore: 0:1 Adrian Berger (90.+3).
1. FC-TSG Königstein – TSV Bad Nauheim 0:7 (0:3)
Von Anfang an war der Aufsteiger die spielbestimmende Mannschaft. Silvio Penava brachte seine Truppe bereits in der ersten Halbzeit mit zwei Toren auf die Siegerstraße. Zwischen den Toren gelang auch Jake Hirst sein erster Treffer, den zweiten legte er eine Minute nach dem Wiederanpfiff per Elfmeter nach. Kurz vor der Auswechslung des Neuzugangs traf dieser mit einem sehenswerten Heber aus 40 Metern nur das Aluminium, Torwart Marc Lüdtke lenkte den Ball gerade noch an die Latte. In den letzten Minuten erhöhte der TSV das Ergebnis weiter. Per Elfmeter traf zunächst Nadim Berktas, ehe Penava sein drittes Tor erzielte. Den letzten Treffer des Tages steuerte Asmir Emrovic zum 0:7 bei. "Von Minute eins an haben wir das Spiel dominiert. Vielleicht war Königstein noch vom Rot-Weiss Spiel ausgepowert", äußerte sich TSV-Pressesprecher Deniz Can ähnlich wie der sportliche Leiter der Gastgeber, Till Sommerfeld: "Wir hatten nach der Energieleistung am Donnerstag heute nicht mehr die Kraft“, so Sommerfeld, der dennoch keine Entschuldigung suchte: "Das war eine desolate Leistung der Mannschaft von der Nummer 1 bis zur 14. Das Ergebnis ist auch in der Höhe absolut verdient."
Schiedsrichter: Jendrick Münstermann (Wiesbaden).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Silvio Penava (11.), 0:2 Jake Hirst (19.), 0:3 Silvio Penava (38.), 0:4 Jake Hirst (46./FE), 0:5 Nedim Berktas (78./FE), 0:6 Silvio Penava (81.), 0:7 Asmir Emrovic (89.).
VFB Friedberg – TuS Merzhausen 2:1 (1:1)
Nach einem Eckball in der Anfangsphase konnte Merzhausen durch Farhan Razai früh in Führung gehen. Zehn Minuten später markierte Maker Al Towaity nach Zuspiel von Sebastian Becker den Ausgleich. Im Laufe des Spiels hatten zwar die Gäste leichte Feldvorteile, doch den Siegtreffer erzielte der Aufsteiger aus Friedberg. An der Grundlinie erkämpfte sich Waldemar Patzwald die Kugel und bediente Tanyel Fedler, der eine Viertelstunde vor dem Ende das 2:1 schoss. Spielausschuss-Vorsitzender Carsten Lesiak sprach von einem "glücklichen Sieg", zumal die TuS in der Nachspielzeit noch ein Strafstoß verweigert wurde. "Merzhausen hatte mehr vom Spiel, aber zwingende Torchancen hatten sie nicht", so Lesiak weiter.
Schiedsrichter: Taner Gökcer (Groß-Gerau).
Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Farhan Razai (10.), 1:1 Maker Al Towaity (19.), 2:1 Tanyel Fedler (77.).
SC Dortelweil – Rot-Weiss Frankfurt II 2:2 (1:1)
In einem Spiel auf gutem Niveau gelang dem Tabellenführer der erste Streich. Vuk Toskovic erzielte aus 18 Metern einen Freistoß ins Tor. Zehn Minuten vor der Pause prallte der Ball im Strafraum etwas glücklich vor die Füße von Dominik Steffen, der den 1:1-Pausenstand erzielte: "Nach dem 1:1 hat der Gegner die richtigen Werkzeuge benutzt und wir nicht", so Rot-Weiss Trainer Hicham Tahrioui. Doch trotz der guten Dortelweiler Phase traf Rot-Weiss durch Lukas Scholtes Schuss aus 20 Metern nach der Pause zum 1:2. Nach 70 Minuten erzielte Markus Vancura den zweiten Treffer für den SCD, der dem Siegtreffer nach dem erneuten Ausgleich näher war. "Wir hatten mehr Spielanteile, doch in der zweiten Halbzeit war Dortelweil entschlossener", konnte Tahrioui nach dem 2:2 "mit dem Punkt zufrieden sein." Auch Dortelweils Co-Trainer Gökhan Kocatürk konnte mit dem Punkt gegen den Spitzenreiter gut leben: "Das war Werbung für den Gruppenliga-Fußball, die Zuschauer sind auf ihre Kosten gekommen. Über 90 Minuten sind wir mit dem Ergebnis definitiv zufrieden."
Schiedsrichter: Moritz Hämel (Marburg).
Zuschauer: 70.
Tore: 0:1 Vuk Toskovic (20.), 1:1 Dominik Steffen (35.), 1:2 Luca Scholten (58.), 2:2 Markus Vancura (70.).
SV FC Sandzak – 1. FC Oberstedten 6:2 (3:0)
Bereits nach 19 Minuten sorgte Spielertrainer Murat Sejdovic mit dem 3:0 für die Vorentscheidung. Zuvor trafen Fatmir Omerovic und Dino Cakovic. Auch nach der Pause dominierten zunächst die Gastgeber, binnen fünf Minuten traf Adnan Sejdovic gleich doppelt, zwischen den Treffern konnte auch der Spielertrainer einen Doppelpack schnüren. In der Schlussviertelstunde kam der Aufsteiger aus Oberstedten zu zwei Ehrentreffern. Siyam Noori und Marcel Falkenmayer betrieben für den FCO Schadensbegrenzung. "Nach dem 6:0 war das Lari-Fari-Fußball", war Sandzaks Murat Sejdovic jedoch mit der ersten Stunde des Spiels durchaus zufrieden: "Wir haben heute ein super Spiel gezeigt und unser Kurzpassspiel gespielt. Die Jungs haben die Vorgaben sehr gut umgesetzt."
Schiedsrichter: Bernd Bechtold (Odenwald).
Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Fatmir Omerovic (5.), 2:0 Dino Cakovic (14.), 3:0 Murat Sejdovic (19.), 4:0 Adnan Sejdovic (62.), 5:0 Murat Sejdovic (65.), 6:0 Adnan Sejdovic (67.), 6:1 Siyam Noori (76.), 6:2 Marcel Falkenmayer (83.).
Olympia Fauerbach – TSG Nieder-Erlenbach 1:3 (0:1)
Erneut konnte die formstarke TSG ein gutes Spiel zeigen und kurz vor der Pause durch Andreas Eifert in Führung gehen. Kurz zuvor hatte Fauerbachs Paul Wischtak auf der Gegenseite die große Chance zum 1:0 liegen gelassen. Im zweiten Durchgang erspielte sich die Olympia nun mehr Chancen, doch erneut stachen die Gäste zu. Zunächst traf Rachid El Ghazouani nach 70 Minuten zum 2:0, Francesco Trulli machte wenig später den Deckel drauf. Der Freistoßtreffer von Kapitän Michael Walther in der Nachspielzeit kam für den FCO viel zu spät. "Nach der Halbzeit haben wir mehr Zugriff auf das Spiel gehabt", so Olympia-Coach Matthias Tietz über die Partie: "Nach dem 0:2 haben wir alles versucht, jedoch ohne dass wir viele Torchancen aneinander gereiht haben."
Schiedsrichter: Mark-Oliver Ney (Wiesbaden)
Zuschauer: 130
Tore: 0:1 Andreas Eifert (37.), 0:2 Rachid El Ghazouani (70.), 0:3 Francesco Trulli (82.), 1:3 Walther (90.+2).
FC Neu-Anspach – Spvgg. Griesheim 4:4 (2:1)
Im ersten Durchgang sah Trainer Rico Henrici seine Mannschaft "klar überlegen." Entsprechend ging der Gastgeber durch Marco Weber in Führung. Nach einem Foul von Torwart Mario Schreiber an Kevin Wille traf Mark Kinder vom Punkt zum Ausgleich, ehe Denis Crecelius den alten Abstand wiederherstellte. Eben jener Crecelius musste Mitte des zweiten Durchgangs mit der Ampelkarte vom Feld, dennoch erzielte Weber nur zwei Minuten später das 3:1 für die dezimierten Neu-Anspacher. Im direkten Gegenzug gelang Wille erneut der Anschlusstreffer. In der Schlussphase ging es Schlag auf Schlag. Weber traf mit seinem dritten Treffer zum 4:2. Doch erneut brauchte Griesheim nicht lange um zu antworten, Bruno Sousa erzielte das 4:3 und eröffnete die spannenden Schlussminuten, in denen zehn Neu-Anspacher in der 86. Spielminute doch noch durch Mario Sporer den Ausgleich kassierten. Dementsprechend bedient war Henrici nach dem Spiel, vor allem da seine Spieler es nicht schaffte, die Zwei-Tore Führung über die Zeit zu bringen. "Für den Moment ist das sehr ärgerlich, doch das zeigt uns auch unserer Schwächen auf", so der Trainer, nach dessen Meinung die fehlende defensive Stabilität noch nicht reiche "um ganz vorne mitzumischen."
Schiedsrichter: Adil Challioui (Offenbach).
Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Marco Weber (16.), 1:1 Mark Kinder (24./FE), 2:1 Denis Crecelius (40.), 3:1 Marco Weber (70.), 3:2 Kevin Wille (71.), 4:2 Marco Weber (76.), 4:3 Bruno Sousa (78.), 4:4 Mario Sporer (86.).
Gelb-Rot: Denis Crecelius (68./Neu-Anspach).
(sly)

