Kopp: "Haben System umgestellt"
Verbandsliga Süd: Hanau in Alsbach
Germania Ober-Roden - Usinger TSG (Samstag, 16 Uhr)
Am Mittwochabend feierten die Usinger das Weiterkommen im Hochtaunus Pokal. Mit 4:0 siegte die Elf von Marcel Kopp bei der SpVgg 05/99 Bad Homburg und steht damit nun im Finale. Nun hofft der TSG-Trainer, dass seine Mannschaft vor dem Auswärtsspiel in Ober-Roden noch einmal trainieren kann, doch die Bedingungen sind "suboptimal", wie Kopp sagte.
Trotzdem ist der Coach guter Dinge und sieht sein Team gut aufgestellt für die Partie bei der Germania. "Wir haben uns spielerisch weiter entwickelt und unser System umgestellt. Es wird aber ein hartes Stück Arbeit am Samstag und die Tagesform wird entscheidend sein", so Kopp, der gegen den Aufsteiger eine Begegnung auf Augenhöhe erwartet. Der gegnerische Teammanager, Daniel Hoffstadt, sieht das ähnlich und fügte hinzu: "Kleinigkeiten werden den Unterschied ausmachen." Tabellarisch trifft das auf jeden Fall zu. Mit einem Zähler mehr auf dem Konto stehen die Gäste einen Platz über der Germania.
Aus personeller Sicht sind die Usinger zumindest schon mal gerüstet für die anstehende Aufgabe. Lediglich Lars Günther, Nils Wielpütz und Nicolai Dörnte sind noch fraglich. Bei der Germania fällt weiterhin Torjäger Marco Christophori-Como aus. "Besonderer Ansporn ist für uns natürlich der Heimvorteil und die Tatsache, dass wir aus dem Hinspiel (0:3) noch einiges gut zu machen haben", fügte Hoffstadt abschließend hinzu.
1. Hanauer FC - TS Ober-Roden (Sonntag, 15 Uhr)
"Wir hatten zwei schwere Spiele, nun wartet ein ähnlich schwere Aufgabe auf uns", äußerte sich TSO-Trainer zur bevorstehenden Begegnung in Hanau. Nach dem 2:0-Erfolg in Bruchköbel und dem 1:1 in Bad Vilbel möchte Zivojin Juskic mit seinem Team genauso weiter arbeiten, um in den nächsten Wochen erfolgreich zu sein. Der Coach setzt dabei auf die Grundtugenden wie Laufbereitschaft, Teamgeist und Disziplin. Zudem freut er sich, dass die taktischen Veränderung von seinen Spielern umgesetzt werden. "Das sieht zwar nicht attraktiv aus, aber es hilft uns weiter", so Juskic, der Respekt vor dem Aufsteiger hat, aber keine Angst.
Nach dem 4:0-Erfolg gegen Bruchköbel unter der Woche (wir haben berichtet) freut sich der FC, dass es nun bereits am Sonntag weitergeht. "Die Spieler freuen sich und der Akku ist noch voll", betonte der Sportliche Leiter, der durch den Regen eine "kleine Rutschpartie" auf dem Kunstrasen in Hanau erwartet. Auch zum Gegner äußerte sich Giovanni Fallacara: "Sie haben einen kleinen Lauf und sind nicht die typische Mannschaft im Abstiegskampf, die nun kratzt und beißt." Dennoch soll auch gegen die TSO ein Sieg her, um weiterhin an Türk Gücü Friedberg dran zu bleiben. In der darauffolgenden steht dann nämlich das Gipfeltreffen gegen den Tabellenzweiten an.
Personell müssen beide Teams auf einige Spieler verzichten. Bei den Hanauern werden Pascal Herpich und Neuzugang Michel Gschwender ausfallen. Auf Seiten der Ober-Rodener fehlen hingegen Feta Suljic, Florian Henkel, Benedikt Strauß und Mert Barak sowie der Langzeitverletzte Paul Wolf.
Viktoria Urberach - SG Bruchköbel (Sonntag, 15 Uhr)
Bei Viktoria Urberach dachte man nach dem 3:0-Sieg gegen Vatanspor Bad Homburg, dass es für den Hessenliga-Absteiger nach dem Sieg in Unterzahl kein Halten mehr geben könne. Das tat es aber: Es folgten zwei knappe 0:1- Niederlagen. Höchste Zeit für die Schmidt-Elf, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Ob das gegen die SG Bruchköbel gelingt, bleibt abzuwarten.
Dass das Hin- und Rückspiel im Terminkalender der Urberacher gegen Bruchköbel direkt aufeinander folgen, dass hätten vor der Saison wohl keiner für möglich gehalten. Erst vor knapp über zwei Wochen fand nämlich witterungsbedingt das Nachholspiel aus der Hinrunde statt, und das entschied die SG mit 1:0 für sich.
Beim Tabellenvorletzten SG Bruchköbel sind die Planungen für die nächste Saison schon im vollen Gange. Zweigleisig hat der Verein sowohl die Verbands- als auch die Gruppenliga im Auge. Cheftrainer Albert Repp denkt nicht ans Aufgeben, so lange wie er sagt rechnerisch noch was möglich ist. Dem 1:0-Sieg gegen Urberach folgten jedenfalls zwei Zu Null-Niederlagen - zehn Spiele stehen noch aus. Wenn für die SG noch was gehen soll, ist ein erneuter Erfolg gegen die Schmidt-Elf so gut wie ein Muss.
FC Alsbach - SC 1960 Hanau (Sonntag, 15 Uhr)
Zum sechsten Mal hieß es gestern für den FC Alsbach in der laufenden Runde 2:1 - im Derby beim Ligakonkurrenten FC 07 Bensheim allerdings nicht für die Truppe von Sascha Huy, und das auch noch in Überzahl. Trotzdem darf der FC mit seinen sieben Punkten aus vier Spielen bis jetzt mit dem Fußballjahr 2018 zufrieden sein: "Das ist bis jetzt eine ordentliche Bilanz. Aber aus dem Derby hätten wir schon gerne einen Punkt mitgenommen", gibt Alsbachs Pressesprecher Andreas Rothermel zu.
Wichtig sei es jetzt laut Rothermel, dass der Schalter schnell umgelegt wird, um sich voll und ganz auf Hanau zu konzentrieren: "Unsere Bilanz gegen Hanau zeigt, dass es bis jetzt immer umkämpfte Partien waren. Wir haben beobachtet, dass sie im Kader viel gewechselt haben. Ihr Trainer Antonio Abbruzzese hat denen viel Stabilität gegeben. In deren Sturm müssen wir auf Travis Parker achten. Spielstark sind sie auf jeden Fall, aber wir haben nach dem 0:2 aus der Hinrunde noch was gutzumachen", setzt Rothermel auf die Qualitäten seiner Alsbacher.
Mit den Bensheimern hat der SC 1960 Hanau erst jüngst bessere Erfahrung als die Alsbacher gemacht. Genau umgekehrt gewannen die Industriestädter gegen die Brenner-Elf ihr bis dato einziges Punktspiel in 2018 mit 2:1. "Wir haben die wenigsten Spiele in der Liga bestritten und uns fehlt komplett der Rhythmus. Erst diese Woche konnten wir seit langem wieder auf dem Rasenplatz trainieren, der gesperrt war", ist Hanaus Pressesprecher Okan Sari nicht gerade glücklich über die derzeitige Situation. Dass Alsbach nach der Derbyniederlage auf Wiedergutmachung pocht, dessen ist sich Sari bewusst, und auch, dass "sie wohl auf ihrem Kunstrasenplatz spielen werden, was sie sehr gut können. Aber wir schauen nur auf uns und es gilt nur, was unsere Jungs auf den Platz bringen."
Türk Gücü Friedberg - FC 07 Bensheim (Sonntag, 15 Uhr)
Türk Gücü Friedberg steht weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz und der berechtigt ja bekannterweise zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Hessenliga. Doch nach der Winterpause haben die Wetterauer nicht optimal gepunktet, denn von neun möglichen Punkten wurden tatsächlich nur vier eingefahren. Im Heimspiel gegen Bensheim will sich TGF für die vor zwei Wochen erlittene 1:2-Heimpleite gegen die Usinger TSG rehabilitieren. "Wir haben gut trainiert, teilweise auch in der Halle. Körperlich sind wir gut vorbereitet und positiv drauf. Allerdings müssen wir erfolgreicher auftreten als gegen Usingen, denn da haben wir die Warnungen nicht ernst genommen", warnt Co-Trainer Gültekin Cagritekin vor dem Gastspiel der Bensheimer.
Eines hebt der Übungsleiter aber hervor: "Wir sind uns der Stärken des Gegners bewusst, aber selbstverständlich und vor allem auch unserer." Der FCB holte sieben Punkte aus den vergangenen vier Spielen und strotzt nach dem 2:1-Derbysieg gegen Alsbach vor Selbstbewusstsein. "Bensheim kommt über den Kampf und ihre Robustheit. Wir müssen zielstrebiger und dynamisch dagegen halten", fordert Cagritekin. Ambitionen auf Rang zwei nehmen die Friedberger an, "doch tendenziell verlagern sich die Entscheidungen in den Mai", wie er betont. Im den Kader aufrücken wird Serhat Özalp, der "ein anderer Stürmertyp ist und in der Box etwas bewegen kann." Ansonsten kann das Trainerteam um Mustafa Fil wieder aus dem Vollen schöpfen.
Bensheim befindet sich trotz Rang zehn nicht im gesicherten Mittelfeld, der Derby-Sieg dürfte den Schützlingen von Trainer Ludwig Brenner aber Auftrieb geben: "Wir haben das Vorspiel gewonnen, aber Friedberg spielt fußballerisch in einer anderen Liga. Personell sind wir gebeutelt, aber auch dort ist etwas möglich", will der FCB-Trainer nicht hoffnungslos die Reise nach Ober-Rosbach antreten. Zu den Ausfällen gesellt sich jetzt noch der gesperrte David Halla hinzu. "Friedberg ist spielstark, wenn wir aber konsequent und eng spielen, sowie auf Konter setzen, ist etwas möglich. Der Sieg dürfte uns Selbstvertrauen geben und ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen davon profitieren", so Brenner.
Rot-Weiß Darmstadt - SV FC Sandzak (Sonntag, 15 Uhr)
Im Kellerduell gegen Sandzak will Hessenliga-Absteiger Rot-Weiß Darmstadt die schlechte Heimbilanz verbessern, denn die Hälfte der Heimspiele wurde von den Heimstättensiedlern verloren. Somit hängen sowohl die Darmstädter, als auch der Frankfurter Balkan-Klub in der Abstiegszone fest. Bei Sandzak fällt weiterhin Spielertrainer Murat Sejdovic aus, der wegen einer Rotsperre noch zwei Spiele aussetzen muss.
"Die Situation ist momentan schlecht, denn wir hatten zuletzt mehr Tiefen als Höhen. Nun heißt es für uns in Darmstadt spucken, kämpfen, beißen, kratzen und siegen", betont Sejdovic vor dem für beide Teams "entscheidenden Spiel. Uns ist klar, dass beide Teams die Punkte dringend brauchen", sagt der frühere Regionalliga-Spieler. Dass der Gegner im Gegensatz zu den Balkan-Kickern ohne Punktabzüge so weit unten steht, verwundert den Ex-Koblenzer: "Das ist ein Ex-Hessenligist mit qualitativ guten Spielern."
Trotz der momentanen Krise ist Sejdovic in Sachen Klassenerhalt optimistisch: "Wir haben die Qualität, um die Liga zu halten. Die Gruppenliga ist für uns kein Thema. Wir wurden durch Verletzungen und Sperren zurückgeworfen, aber für Sonntag ist uns eines klar: Wir müssen bedingungslos gewinnen."


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