KSV will Türken nicht das Feld überlassen

A-Liga Fulda: Niesig gewinnt Verfolgerduell 4:2

09. September 2018, 15:55 Uhr

Dennis Broschke ist auch hier einen Schritt schneller als Jan-Niklas Höpfner – er erzielte zwei Treffer. Foto: Charlie Rolff

Der KSV Niesig hat sich gestern als einziger richtiger Verfolger des Türkischen SV Fulda herauskristallisiert: Die Mannschaft von Adnan „Hondo“ Nuspahic gewann völlig verdient mit 4:2 (1:1) bei vor allem defensiv desolat auftretenden Margretenhaunern.

Die ersten fünf Spiele der Spielzeit hatte Margretenhaun bei insgesamt nur vier Gegentreffern allesamt für sich entschieden, um am Freitag zunächst bei Johannesberg II (2:5) und dann gestern zu Hause gegen Niesig mal richtig baden zu gehen. Fakt ist: Gerade im Abwehrverhalten ist der RSV meilenweit entfernt vom Aufstieg beziehungsweise der im Grunde schon obligatorischen Relegation entfernt. Zudem versprühte Margretenhaun in der Anfangsphase und vor allem nach der Gelb-Roten Karte für Niesigs Amine Hibaoui 20 Minuten vor Spielende offensiv kaum Esprit.

Entsprechend ernüchtert war Heimcoach Roberto Posa: „Klar hätte es beim Stand von 1:1 einen Elfmeter für uns geben müssen, als Philipp Semmler wie schon vor dem ersten Strafstoß klar von den Beinen geholt wird. Natürlich hatten wir durch Florian und Felix Bug Chancen, um mit dem möglichen 2:1 oder 3:2 das Blatt zu unseren Gunsten zu wenden. Letztlich aber brauchen wir heute keine Ausreden suchen. Niesig war viel galliger, zudem haben wir enorme Probleme, wenn ein Gegner etwas mehr Geschwindigkeit gegen uns mitbringt.“

Schnell war vor allem Niesigs Dennis Broschke, der die heimische Abwehr von einer Verlegenheit in die nächste stürzte und trotz zwei Treffern eigentlich nicht zufrieden sein konnte, vergab der Bruder von Barockstadt-Angreifer Patrick doch mindestens dreimal so viele Möglichkeiten kläglich.

„Wir spielen gefällig nach vorne, müssen aber im Grunde noch viel effektiver werden“, gestand auch KSV-Co-Trainer Tobias Eberlein. Insgesamt war der frühere Neuhofer aber natürlich hochzufrieden, „weil wir lediglich in der Viertelstunde vor der Pause – warum auch immer – das Tempo etwas gedrosselt haben. Wir wollen oben dranbleiben und dem Türkischen SV nicht freiwillig das Feld überlassen.“

Das schönste Tor des Tages gelang indes Niesigs Christian Pabst: Hatte der Routinier noch den Strafstoß vor dem 0:1 verschuldet, traf der Mittelfeldmann kurz nach der Pause per wunderbarem Heber aus gut 40 Metern Distanz.

Die Statistik:

RSV Margretenhaun: Herbert – Dänner, Höpfner, Klewitz, Semmler – Kabul, Fröhlich – Felix Bug, Schütz – Florian Bug, Hintze, (Merz, Akrama, Baier).
KSV Niesig: Retsch – Neu, Laibach, Baldauf – Schlereth, Appelhans, Licht, Pabst – Waldmann – Broschke, Hibaoui, (Vey, Brehler, Günther).
Schiedsrichter: Oliver Romanow (Petersberg). Zuschauer: 180. Tore: 1:0 Felix Bug (23., Foulelfmeter), 1:1 Dennis Broschke (29.), 1:2 Christian Pabst (51.), 2:2 Felix Bug (59.), 2:3 Dennis Broschke (79.), 2:4 Eduard Appelhans (86.). Gelb-Rote Karte: Amine Hibaoui (71., Niesig).

Autor: Christian Halling

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