Kücükler: "So einen Zusammenhalt habe ich selten gesehen"
Petersbergs Neuzugang äußert sich zum Start und der Verbandsliga
Kubilay Kücükler (links, hier noch im Trikot des SV Müs) fühlt sich beim RSV Petersberg pudelwohl. Foto: Charlie Rolff
Entsprechend zufrieden ist man im Lager des letztjährigen Tabellenfünften. "Wir sind mit drei Siegen sehr gut gestartet, haben gegen Schlitzerland aufgrund individueller Fehler aber leichtfertig Punkte verschenkt. Dennoch können wir absolut zufrieden sein mit unserer Ausbeute", sagt Kubilay Kücükler, der im Sommer von Mitte-Kreisoberligist Müs zum RSV Petersberg wechselte und in allen vier Begegnungen auf dem Rasen stand.
Dabei war mit so einem Start in Petersberg nicht zu rechnen, verliefen die Testspiele doch eher durchwachsen. "Unser Trainer Goran Gajic hat in der Vorbereitung sehr viel ausprobiert und immer wieder Spieler von den A-Junioren oder aus der zweiten Mannschaft getestet. So sind wir oft mit gemischten Teams angetreten", erklärt Kücükler. Gerade jene Rotation erwies sich im Nachhinein als goldrichtig, das Team sei unglaublich eng zusammengewachsen. "So einen Zusammenhalt habe ich bislang selten gesehen. Von einer Familie zu sprechen, wäre vielleicht etwas übertrieben, aber bei uns ist 'Einer für alle, alle für einen' keine Phrase", berichtet der 21-Jährige, der sich im Team pudelwohl fühlt.
Mit Mario Vogt, ebenfalls Neuzugang, allerdings von Ligakonkurrent TSV Künzell, verstand sich Kücükler auf Anhieb sehr gut. "Mario ist einfach ein super Kerl, der immer lustig drauf ist. Von ihm kann ich noch enorm viel lernen, auch fußballerisch", schwärmt der Mittelfeldspieler und betont: "Ich komme mit allen im Team sehr gut klar. Es passt einfach." Passen - das ist auch das Stichwort angesprochen auf das Verhältnis zu Trainer Gajic. "Er vertraut mir und weiß, welche Qualitäten ich mitbringe. Das ist für mich das Wichtigste", sagt Kücükler, der nicht nach Petersberg wechselte, um im Niemandsland der Tabelle zu stehen.
"Wir wollen in dieser Saison unbedingt unter die Top fünf der Liga. Alles andere, so ehrlich muss man sein, wäre schon eine Enttäuschung", so der Youngster. Überhaupt sei die Liga durch die Aufstiege von Bad Soden und Neuhof sehr ausgeglichen. "Wenn wir noch disziplinierter spielen, die individuellen Fehler minimieren und von großen Verletzungen verschont bleiben, dann ist auch der Aufstieg in die Verbandsliga möglich", glaubt Kücükler. Zunächst müsse man aber die Form der ersten Spiele beibehalten und weiter fleißig Punkte sammeln. Am besten schon am Freitag (19 Uhr): Dann empfängt der RSV am Waidesgrund den TSV Rothemann.

