Kwasniok: "Wollen nicht mit Aprilscherz heimfahren"
Verbandsliga Süd: Ober-Roden sollte wieder mal liefern
Hinter dem Einsatz von Oberrads Spielertrainer Baldo di Gregorio steht noch ein Fragezeichen. Foto: Oliver Müller.
Eintracht Wald-Michelbach - SG Bruchköbel Samstag, 16 Uhr
Das war schon richtig wertvoll, was sich die Wald-Michelbacher aus den letzten drei Punkspielen erarbeitet haben: Sieben Punkte bedeuten zwar nicht, dass sich die Haag-Schützlinge freigeschwommen haben, aber die Tendenz zeigt eindeutig nach oben für den Tabellenneunten.
Für Bruchköbel hingegen kann von einer Richtung keine Rede sein: Nach abwechselnd zwei gewonnenen und zwei verlorenen Spielen gesellte sich für die Mannschaft von Andreas Arr-You erst letzt ein 3:3-Unentschieden gegen die Spielvereinigung Oberrad dazu: "Die Heimspiele waren bis jetzt vielversprechend, auswärts haben wir in 2017 zwei Punkte liegen lassen", sagt Medienvertreter Michael Kwasniok. Mit Blick auf das Spiel in Wald-Michelbach ist sich Kwasniok bewusst, "dass wir dort auf dem engen Kunstrasenplatz schon ein dickes Brett bohren müssen, einen Punkt wollen wir aber schon mitnehmen." Bekannterweise befinden sich Marius Dickerhoff und Felix Rohner auf einer achtwöchigen Weltreise und Konstantin Büdinger ist im Urlaub, aber der restliche Kader steht Bruchköbel zur Verfügung.
Spvgg. 05 Oberrad - FV Bad Vilbel Sonntag, 15 Uhr
Mit zehn Punkten aus fünf Pflichtspielen nach der Winterpause können die Oberräder durchaus zufrieden sein. Gegen die Gäste aus Bad Vilbel wird der Spielvereinigung wahrlich keine leichte Aufgabe bevor: "Grundsätzlich sind wir auf einem guten Weg, weil wir strukturiert arbeiten und als Team agieren", sagt der Oberräder Coach Baldo di Gregorio. Der Schwere der Partie gegen Bad Vilbel ist sich di Gregorio gleichfalls bewusst: "Bad Vilbel ist der absolute Favorit, wir wollen sie aber so lange wie möglich ärgern und Paroli bieten." Verzichten muss die Spielvereinigung auf Todi Vasilev, der einen Schlag auf den Fuß bekommen hat und Mario Giuda (Muskelfaserriss). Eine Fragezeichen steht noch hinter Spielertrainer di Gregorio selbst, der Probleme mit den Adduktoren hat.
Die "Mannschaft des Monats" heißt indes freilich FV Bad Vilbel. Mit fünf gewonnenen Punktspielen, die allesamt mit einem Tor Differenz klar gemacht werden konnten, sind die Brunnenstädter aktuell in aller Munde. Ob sich in Oberrad die Erfolgsgeschichte fortsetzt, wird sich zeigen.
FC Alsbach - Germania Großkrotzenburg Sonntag, 15 Uhr
Zwar hat die Elf von Sascha Huy in 2017 noch keinen Dreier eingefahren, bis auf die knappe 0:1-Niederlage in Oberrad aber immerhin vier Unentschieden erreicht. Den Tabellenletzten aus Großkrotzenburg wird der FC aber sicherlich nicht unterschätzen: "Es gibt keinen Grund, über die Höhe eines Sieges nachzudenken. Das 2:2- Unentschieden der Germania gegen Spitzenreiter Neu-Isenburg ist Warnung genug", sagt Pressesprecher Andreas Rothermel und fügt hinzu: "Gut für uns, dass unser Stammtornüter Malte Naujoks wieder fit ist. Schon letzte Woche in Oberrad hat er das Unentschieden für uns festgehalten."
Der Tabellenletzte plant der Situation entsprechend richtigerweise schon für die Gruppenliga, aber vielleicht schickt sich die Germania so wie beim 2:2-Unentschieden gegen Tabellenführer Neu-Isenburg wieder einmal an, als Underdog einem Favoriten ein Bein zu stellen.
VFB Ginsheim - SV 07 Bensheim Sonntag, 15 Uhr
Der Tabellenzweite Ginsheim hatte letzte Woche spielfrei, und das, nachdem zuvor der erste Sieg in 2017 mit dem 3:1 über Geinsheim gelungen ist. Ob die unfreiwillige Pause dem VFB geschadet hat, wird sich zeigen, wenn die Borchers-Elf ihre Visitenkarte abgibt: "Die Stimmung im Vorfeld ist gut. Wir wissen, dass Bensheim ein gefährlicher Gegner ist", sagt Ginsheims Trainer Artur Lemm. Entscheidene Faktoren werden sein, "demütig an die Sache heranzugehen und hellwach zu sein. Acht Spieltage vor Schluss müssen wir den Ehrgeiz haben, diesen Platz mindestens zu halten", findet Lemm klare Worte.
Für die Bensheimer sollte so langsam auch wieder Zählbares herausspringen. Die letzten drei Pflichtspiele gingen alle in die Hose: Schön für die Zuschauer, viele Tore zu erleben, aber mit einer Tordifferenz von 5:12 bereitet vor allem die Defensive Sorgen.
TS Ober-Roden - FC Kalbach Sonntag, 15 Uhr
Mit drei Niederlagen in Folge gerät Ober-Roden zwar nicht in Panik, was aufgrund der gezeigten Leistungen auch unangemessen wäre, aber gegen die Kalbacher sollte die Turnerschaft nun doch schon wieder einmal in einem positiiven Ergebnis ausdrücken, was sie kann: "Wir müssen uns absolut auf unsere Spiele konzentrieren und sind uns nicht erst seit heute der tabellarischen Lage bewusst", weiß Coach Daniel Nister und fügt hinzu: "Die Kalbacher sind stark in der Offensive, sie haben aber auch ihre Schwächen."
Die Kalbacher hingegen dürften mit der Restrunde in diesem Jahr zufrieden sein. Mit dem klaren 5.1-Sieg über die Usinger TSG machte die Cirrincione-Elf das Wirrwarr um die Platzverhältnisse in Vatanspor Bad Homburg vergessen: "Wir haben etwas gut zu machen aufgrund der 1:4-Heimschlappe aus der Hinrunde. Natürlich wollen wir die Euphorie von Usingen, und aus Ober-Roden mindestens einen Punkt mitnehmen", sagt Co-Trainer Carmine Iannone.
Spvgg. Neu-Isenburg - SV 07 Geinsheim Sonntag, 15 Uhr
Nach dem 0:1 in Bad Vilbel heißt es für den Tabellenführer Neu-Isenburg, die Niederlage schnell vergessen zu machen und den Schalter wieder umzulegen: "Wir versuchen jedes Spiel zu gewinnen. Geinsheim hat ein gutes Konterspiel, aber wir wollen am Sonntag mit aller Macht gewinnen. In Bad Vilbel waren wir im letzten Drittel nicht konsequent", sagt Neu-Isenburgs Peter Hoffmann, der ausdrücklich vor Geinsheims Torjäger Dominik Auer warnt..
Die Gäste holten nach der knappen 0:1-Heimniederlage gegen Bensheim in den letzten vier Pflichtspielen acht Punkte in Folge und werden sich vor der Hoffmann-Elf keineswegs verstecken. Aktuell belegen die Geinsheimer mit 25 Punkten den vorletzten Tabellenplatz, haben aber auch noch ein Nachholspiel zu absolvieren.

