Lehmann hat das Ziel, noch einmal höherklassig zu spielen

"Vor dem Tor geht mir immer noch die Düse"

20. Januar 2016, 11:47 Uhr

Fabian Lehmann trifft wie er will. Foto: Friedhelm Eyert

Er hat in der laufenden Spielzeit zwar erst 15 Einsätze absolviert, doch bereits jetzt steht fest: Fabian Lehmann spielt die Saison seines Lebens. Mit 18 Treffern ist Teutonia Großenlüders Stürmer hinter Boris Aschenbrücker (19 Tore) der zweitbeste Angreifer der Liga. Seine persönliche Bestmarke mit 13 Toren aus der Spielzeit 2013/14 hat der 24-Jährige bereits geknackt.

"Ich bin das erste Mal seit Jahren wieder verletzungsfrei und kann regelmäßig dreimal die Woche trainieren. Gerade die Sommervorbereitung hat mir extrem gut getan", sagt Fabian Lehmann, der ein Loblied auf seine Mitspieler singt: "Sie haben es mir oft sehr leicht gemacht. Bei vielen Bällen musste ich nur noch den Fuß hinhalten."

Gerade die Spielweise der Teutonia kommt dem pfeilschnellen Angreifer entgegen. Trainer Thomas Reith lässt aus einer kompakten Defensive um Libero Sascha Hasenauer spielen und versucht mit schnellem Umschalten in den Rücken der gegnerischen Abwehr zu kommen. "Ich kann einige Gegner aber auch nicht verstehen. Teilweise haben sie auf Höhe Mittellinie gegen uns verteidigt und ich hatte extrem viel Platz, um meine Schnelligkeit auszuspielen. Für mich war das natürlich super, aber die Gegner waren selbst schuld", sagt Lehmann.

Mit 18 Treffern in 15 Begegnungen spielt der 24-Jährige aktuell die Saison seines Lebens. "Es ist aber nicht so, dass ich vor dem Tor wesentlicher kaltschnäuziger und ruhiger geworden bin. Mir geht immer noch die Düse", sagt Lehmann lachend und ergänzt: "Momenten habe ich einen brutalen Lauf. Ich bin voller Selbstvertrauen, wie die gesamte Mannschaft. Wir spielen eine phantastische Runde." Geht es nach Lehmann, so bleibt Reith über der Saison hinaus Coach der Teutonia.

"Thomas muss bei jedem Zu-Null-Spiel eine Kiste ausgegeben. Zwischenzeitlich standen wir defensiv so stark, er kam mit den Kisten gar nicht hinterher", flachst der Angreifer, der seine Zukunft in Großenlüder aber offen lässt. In Mannheim wird der Ex-Borusse derzeit zum Industriekaufmann ausgebildet, im Mai und Juni stehen die Abschlussprüfungen an. "Der Beruf steht an erster Stelle. Wenn ich in Mannheim bleibe, dann möchte ich weiterhin Gruppenliga spielen. Verschlägt es mich allerdings zurück nach Fulda, kann ich mir vorstellen, noch einmal höherklassig anzugreifen. Dafür habe ich früher schließlich diverse Auswahlen durchlaufen", sagt Lehmann, der einen Verbleib bei der Teutonia aber keineswegs ausschließen möchte.

Autor: Max Lesser