Lehmann versagen vom Punkt die Nerven
Gruppenliga: Nullnummer in Künzell
Nach dem Schlusspfiff gingen beiden Übungsleiter aufeinander zu und ließen die Begegnung nochmals Revue passieren. Einigkeit herrschte zwischen beiden, "dass das Ergebnis so in Ordnung geht." In der ersten Halbzeit besaß Künzell noch die etwas besseren Möglichkeiten, als Schüsse von Peter John und Vincent Breunung noch von Großenlüderer Abwehrspieler für ihren bereits geschlagenen Torhüter Julian Schäfer noch von der Linie "gekratzt" wurden.
Und nach der Pause keimte noch einmal Gefahr vor dem Gästetor auf. Nach einem Becker-Freistoß bekam Schäfer gerade noch die Fäuste nach oben. Das war es dann aber schon an Tormöglichkeiten, die auch nicht zunahmen, nachdem Martinez nach einem Foul an David Bettendorf mit der Ampelkarte im Gepäck vorzeitig zum Duschen geschickt worden war. "Das war einfach nicht zwingend genug. Für mich ist das schon etwas enttäuschend, zumal einige aus dem Umfeld aber auch aus der Mannschaft von Höherem geträumt haben. Nach dem Petersberg-Spiel, bei dem wir in der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert hatten, sind wir nicht mehr so recht in Tritt gekommen. Vielleicht hat uns das einen Knacks gegeben. Fakt ist, dass wir 20 Prozent weniger Leistung auf den Platz bringen, als vor dieser Partie gegen Petersberg", bemühte Müller auch die Psyche seiner Mannen bei der Ursachenforschung dafür, warum es derzeit nicht mehr so rund läuft wie noch zu Saisonbeginn.
Großenlüder indes legte vor allem vor der Pause sein Hauptaugenmerk auf den Defensivverbund, fand im Angriff kaum statt. Erst nach dem Seitenwechsel wurde Großenlüder mutiger. Und nachdem Fabian Lehmann von seinem Schatten an diesem Nachmittag, Vincent Breunung, im Künzeller Strafraum zu Fall gebracht worden war, was einen Strafstoß nach sich zog, schien die Gästeführung unvermeidbar. "Klarer Elfmeter", pflichtete auch Marcel Müller dem Unparteiischen bei. Sein Keeper Daniel Breunung parierte den Strafstoß aber in ungewöhnlicher Manier, indem er im Fallen noch ein Bein hoch bekam und so den Elfer entschärfte.
Und als Großenlüder bereits in Unterzahl war, musste Breunung nochmals in höchster Not gegen Lehmann klären. Dieser kam aus gut zwölf Metern an den Ball, schaffte es jedoch nicht, das Spielgerät am Keeper vorbei ins Netz zu bugsieren. "Da waren wir nicht kaltschnäuzig genug. Allerdings muss ich vor meiner Mannschaft den Hut ziehen. Wir haben einen Punkt bei einer Mannschaft geholt, die zu den Topteams der Liga zu zählen ist und in deren Umfeld vor nicht allzu langer Zeit noch von der Verbandsliga gesprochen wurde. Daher ist dieser Punkt aller Ehren wert", zeigte sich auch Thomas Reith, Coach von Großenlüder, mit dem Remis überaus zufrieden.
Künzell: D. Breunung; V. Breunung, Weimer, Schlott, Becker (86. Schwab), Kress, Zeller (77. Herbach), Rühl (60. Herchenhan), Farnung, Bettendorf, John.
Großenlüder: Schäfer; Marx, Martinez, Breshner, Merz, S. Hasenauer, Hohmann, Ripka, Michel (75. M. Hasenauer), Reinhardt, Lehmann (89. Happel).
Schiedsrichter: Andreas Böck (Steinau an der Straße). Zuschauer: 200. Tore: - . Gelb-Rote Karte: Antonio Martinez (Großenlüder, 72.). Verschossener Foulfelfmeter: Künzells Daniel Breunung hält gegen Fabian Lehmann (62.). rd

