Leistung absolut hessenligatauglich

Hessenliga: Borussia verliert erneut

31. Oktober 2015, 16:05 Uhr

Borussen-Keeper Tobias Wolf musste zweimal hinter sich greifen. Foto: Charlie Rolff

Die Sieglosserie findet auch unter Borussia Fuldas neuem Übungsleiter Thomas Brendel vorerst kein Ende - und das obwohl der Vorletzte besser war als Gastgeber und Hessenliga-Spitzenreiter Rot-Weiss Frankfurt. Unterm Strich steht allerdings eine 1:2 (1:1)-Pleite. Elf Spiele sind die Fuldaer nun sieglos, Letzter nur nicht, weil Oberrad in Vellmar ebenfalls unterlag.

Doch nach beherztem Kampf, einer spielerisch ansprechenden Leistung und der Tatsache, dass den Borussen keinerlei Verunsicherung anzumerken war, überwog dennoch das Positive. Brendel gab zu Protokoll, dass man sicherlich einen Punkt verdient gehabt hätte, die Mannschaft auch ein wirklich vernünftiges Spiel gezeigt habe, in letzter Konsequenz jedoch Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben hätten.

Als Ingmar Merle nach nicht einmal 20 Sekunden einen Schuss aus 18 Metern nur knapp über das Gehäuse setzte, war klar, welchen Weg Brendel vorgegeben hatte: Den nach vorne. Fulda riss die Partie an sich, ließ Frankfurt kaum bis gar nicht ins Spiel kommen und erspielte sich früh Möglichkeiten. Allerdings hatte vor allem Dennis Müller das Pech gepachtet, weil er einmal zu überrascht war (16.) und einmal den Ball etwas weit vom Fuß springen ließ (28.).

Und wenn man einen Negativlauf hat, reicht schon eine Unaufmerksamkeit: André Fließ bekam rechts zu viel Platz, bei Cem Kara war in der Mitte dann gar keiner mehr. Der Torjäger durfte unbedrängt zur Führung einnicken (37.). Doch Fulda musste sich diesmal nur kurz schütteln. Einen Müller-Freistoß verlängerte erst Felix Beck, Ingmar Merle schoss anschließend den auf der Linie sich nicht mehr wehrenden Frankfurter Jeremy Lundy an (43.). Der hochverdiente Ausgleich.

Nach der Pause war die Dominanz nicht mehr ganz so groß, allerdings hatte Fulda den Gegner immer noch im Griff. Ein unnötiges Foul von Schad, eine Unaufmerksamkeit bei Pllanas Freistoß und schon stand es 2:1 für die "Roten" (60.). Spätestens jetzt dachte man, die Köpfe gehen runter. Doch Fulda folgte den Matchplan weiter, hätte durch Joker Jonathan Müller ausgleichen können (72.), wurde nach dieser Möglichkeit aber zu fahrig. Auch die nummerische Überzahl, weil Tim Fließ, Torschütze zum 2:1, flog, nutzte nicht mehr viel (75.). Dennoch hätte Marcel Trägler im letzten Atemzug noch das verdiente 2:2 machen können, schoss jedoch Kunisch an (90.+5). Danach war Schluss.

Frankfurt: Takidis - Lundy (61. Ouattara), Kunisch, Mus, Abdul - T. Fließ - Sawada, A. Fließ (56. Pllana), Fil, Kara - Akgöz (90.+1 Topcagic).
Fulda: Wolf - Dimitrijevic, Schad (81. Trägler), Milankovic, Beck - Krause (72. J. Müller), Jaksch - D. Müller (85. Ruhl), Pomnitz, Merle - Poredski.
Schiedsrichter: Simon Müller (TSV Oberzell).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Cem Kara (35.), 1:1 Jeremy Lundy (43., Eigentor), 2:1 Tim Fließ (60.).
Gelb-Rote Karte: Tim Fließ (68., Frankfurt).

Autor: Johannes Götze