Lemm: "Werden nichts geschenkt bekommen"
Verbandsliga Süd: Ginsheim kann in Alsbach Meister werden
Ginsheims Trainer Artur Lemm möchte mit seiner Mannschaft in Alsbach die Meisterschaft feiern. Foto: Oliver Müller
FC Alsbach - VfB Ginsheim (Samstag, 17 Uhr)
"In Tempo, Willen und Leidenschaft war uns Alsbach einen Schritt voraus. Außerdem waren sie in den Aktionen fixer", nennt Ginsheims Trainer die Gründe der 0:3-Niederlage im Hinspiel. Auch deshalb bezeichnete Artur Lemm das Heimspiel als "schlechteste Saisonleistung" seiner Mannschaft. Gleichzeitig mit dieser Pleite hatten die Ginsheimer eine Schwächephase, in der sie den ersten Tabellenplatz an die Spielvereinigung aus Neu-Isenburg abgeben musste. Am vorletzten Spieltag änderte sich das Bild wieder. Durch ein Unentschieden gegen Vatanspor Bad Homburg (2:2) musste die Mannschaft von Peter Hoffmann den ersten Tabellenplatz an die Ginsheimer abgeben. Nun könnte bereits ein Punkt für Artur Lemms Mannschaft reichen, um Meister der Verbandsliga Süd zu werden und somit direkt den Aufstieg in die Hessenliga zu schaffen. "Wenn wir in Alsbach sogar gewinnen, hätten wir vier Sieg hintereinander geholt, was uns in dieser Saison bisher noch nicht gelungen ist", so Trainer Lemm, der im Team keine Anspannung versprürt, da sich die Spieler keinen Druck machen und "den Schuss Lockerheit haben", um erfolgreich zu sein. Bereits im vergangenen Jahr hatte der VfB die Möglichkeit aufzusteigen, brach am Ende aber zusammen. "Jeder im Umfeld hat von Aufstieg gesprochen, das war negativer Druck und hat die Jungs gehemmt", erklärt Ginsheims Trainer das Scheitern. Doch in dieser Spielzeit haben die Spieler an Mentalität dazu gewonnen, was für Lemm einen weiteren Grund des Erfolgs darstellt und wodurch sich die Ginsheimer die Meisterschaft verdient hätte. Für das Spiel in Alsbach fordert der Trainer von seiner Mannschaft noch einmal hohe Konzentration, um sich nicht nur für das Hinspiel zu revanchieren, sondern auch die Meisterschaft perfekt zu machen. "Wir wissen aber auch, dass wir dort nichts geschenkt bekommen und sich Alsbach mit Sicherheit mit drei Punkten von den heimischen Fans verabschieden will. Sie werden sich nicht kampflos geschlagen geben", ist sich Trainer Lemm sicher. Deshalb sollen seine Spieler wieder die bestmögliche Leistung abliefern und von Beginn an der Begegnung ihren Stempel aufdrücken, um als Sieger vom Platz zu gehen.
Trotz Personalsorgen will Alsbach gewinnen
Genau das werden die Alsbacher versuchen zu verhindern. Schließlich ist es das letzte Heimspiel, bevor die Verbandsliga Süd in die Sommerpause geht. Zudem soll Florian Frölich, der nach Saisonende den Verein verlässt (wie berichtet), gebührend mit einem Heimerfolg verabschiedet werden. Allerdings könnte es möglich sein, dass der offensive Spieler nicht selbst darauf Einfluss nehmen kann, weil er zurzeit noch fraglich ist. Doch nicht nur Frölich wird dem Trainerteam möglicherweise nicht zur Verfügung stehen, auch Alexis Bonias, Marcus Manga Mbou und Deniz Özkaya sind fraglich. Definitiv ausfallen werden Malte Naujoks und Joachim Fricker. "Verletzungsbedingt entstehen auch Lücken bei uns im Training", bedauert Alsbachs Pressesprecher Andreas Rothermel. Manuel Metzger kehrt nach seiner Sperre wieder in den Kader zurück.
Mit einem Heimsieg wollen sich die Alsbacher auch von ihren Zuschauer für die Unterstützung bedanken und gehen "voller Motivation diese Aufgabe an, um danach zu feiern", erklärt Pressesprecher Rothermel, der hinzufügt: "Wir können an der Aufstiegsrunde noch mit entscheidend sein, sollten wir gegen Ginsheim gewinnen. Außerdem wollen wir unsere Bilanz gegen die ersten drei Tabellenplätze ausbauen." Gegen Neu-Isenburg, Ginsheim und den FV Bad Vilbel verlor der FCA bislang nur einmal (in Neu-Isenburg mit 0:1). Ansonsten spielte die Mannschaft von Sascha Huy zweimal Unentschieden oder konnte gar zweimal als Sieger vom Platz gehen. Gegen Ginsheim soll nun der dritte Erfolg gelingen: "Wir wollen gewinnen und werden auf Sieg spielen."


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