Leon Wittke sichert Viktoria den Pott

A-Junioren-Regionalpokal: Flieden verkauft sich stark

22. April 2015, 18:49 Uhr

Das obligatorische Mannschaftsbild: Flieden (blaue Trikots) mussten sich dem Favoriten knapp geschlagen geben. Foto: Paul Schmitt

Nach höchst ausgeglichenen 90 Minuten durfte nach dem Regionalpokalfinale der A-Junioren in Dirlos dann doch der Kapitän des leicht favorisierten Hessenligisten JFV Viktoria Fulda, Alexander Ganß, den Pokal für den Sieger in die Höhe strecken. Zuvor lag vor Ganß und seinen Kollegen ein hartes Stück Arbeit, um Gruppenligist SV Buchonia Flieden mit 1:0 (0:0) in die Knie zu zwingen.

Leon Wittke, Fußballer in Diensten von Viktoria Fulda, machte gestern Abend auf beeindruckende Weise vor, was von einem vorbildlichen Angestellten erwartet wird. Wenige Minuten vor seiner Einwechslung trabte Wittke an Vereinsboss Thomas Dreifürst vorbei, der ihm einerseits prophezeite, andererseits auch ein wenig forderte: "Du machst heute das entscheidende Tor." "Hoffentlich", entgegnete ihm der angesprochene Wittke leicht verlegen. Und tatsächlich erfüllte Wittke, nachdem er sich wenige Minuten auf dem Spielfeld befunden hatte, die mit seinem Chef vorher abgesprochene Zielvereinbarung in hervorragender Manier. Wittkes Kollege Noori stürmte unmittelbar vor dessen großem Auftritt auf das Fliedener Tor zu, wurde aber von einem Abwehrspieler des Gegners am Trikot festgehalten und so aus dem Rhythmus gebracht. Den Ball zum folgenden Freistoß legte sich Wittke nach seinen Bedürfnissen genau zurecht, schaute kurz in Richtung Mauer und schlenzte anschließend das Leder genau in den Winkel. Diese Aktion entlockte auch dem stets dezent zurückhaltenden Viktoria-Chef ein anerkennendes Lob: "Sehr schön gemacht."

Jener Treffer bildete bereits den Höhepunkt in einer Partie, in der sich beide Teams weitestgehend neutralisierten und Torchancen damit zur Mangelware gerieten. Die beiden Fliedener Großchancen vereitelte zweimal B-Juniorenkeeper Tim Kleemann in souveräner Manier. Und auf der Gegenseite hielt Oliver Schreiner seinen Kasten gegen eher harmlose Viktorianer dank auch eines guten Stellungsspiels nahezu mühelos sauber. "Wir sind diesmal nicht in Bestbesetzung angetreten. Flieden hatte sogar etwas mehr vom Spiel gehabt. Das war eigentlich ein typisches Unentschieden-Spiel, das wir mit einem Standard mit etwas Glück entschieden haben", fasste Viktoria-Coach Sebastian Vollmar das Spielgeschehen zusammen. Und auch Pokalspielleiter Werner Scheffler sprach bei der anschließenden Siegerehrung "von einem guten Spiel, bei dem Flieden ein Gegner auf Augenhöhe war". Fulda trifft nun im Viertelfinale auf Hessenebene auf den noch zu ermittelnden Sieger der Partie zwischen Bensheim und Darmstadt 98.

Viktoria Fulda: Kleemann; Petrasch, Wiegand, Ganß, Mißler (63. Wittke), Lembach, Noori, Sternstein (63. Haile Negussie), Müglich, Smolka (73. Klein), Caspar.
Buchonia Flieden: Schreiner; Scholz (14. Abel, 46. F. Lotz), Wess (88. V. Lotz), Krapf, Zeller, Hack, Schenkel, Rehm, Hilgenberg (67. Röbig), Leibold, Heil.
Schiedsrichter: Johannes Frohnapfel (Welkers). Zuschauer: 130. Tor: 1:0 Leon Wittke (72.). rd