„Letztes Jahr sollte uns eine Lehre sein“
Barockstadt-Trainer Sedat Gören (links) und Co-Trainer Yasin Kocatepe mit Neuzugang Clint Essers. © Tino Weingarten
Vier Stunden, bevor Sedat Gören auf dem von Schnee befreiten Platz seine Mannschaft zum Auftakt in die Wintervorbereitung bat, stellte die SG Barockstadt mit Clint Essers einen erfahrenen Verteidiger als Neuzugang vor. Essers, der zuletzt für den MVV Maastricht in der zweiten niederländischen Liga spielte und 37 Spiele in der ersten Liga bestritt, hat bis 2025 unterschrieben und ist bei der SGB sowohl auf der rechten Außenbahn als auch in der Mittelfeldzentrale eingeplant. „Er hat eine unglaubliche Power in seinem Spiel und hat die gewisse Aggressivität, mit der wir hoffen, auch auswärts konstanter zu punkten. Darüber hinaus hat er uns im persönlichen Gespräch auch als Typ mit seiner Einstellung und Professionalität absolut überzeugt“, betont Geisendörfer.
SG Barockstadt: Trainingsauftakt mit erstligaerfahrenem Neuzugang
Nötig machte die Verpflichtung des zuletzt für ein halbes Jahr vereinslosen Verteidigers die Ausfallliste in der Abwehr. Tobias Göbel fällt mit einem Kreuzbandriss ohnehin noch länger aus, Marius Grösch wird zunächst individuell auf Belastbarkeit geprüft und Marius Löbig, der als Außenverteidiger aushelfen kann, ist noch immer verletzt. Zudem hat – neben dem zum 1. FC Erlensee gewechselten Jan Lüdke – der erst Ende September verpflichtete Maximilian Bachmann die SGB schon wieder verlassen. „Wir mussten da was machen und Clint kann defensiv alles spielen. Es ist Wahnsinn, wie groß unser Netzwerk ist. Das zeigt, wie bekannt der Verein geworden ist“, sagt Trainer Gören.
Die Hinrunde hat dabei sicherlich geholfen, die Barockstadt überwintert auf Platz sechs, ist vor dem Start in die Restrunde, die am 24. Februar mit dem Nachholspiel gegen den SGV Freiberg beginnt, allerdings in doppelter Hinsicht gewarnt: Bei nur zehn Punkten Rückstand auf Platz eins beträgt der Vorsprung auf einen möglichen Abstiegsplatz nur sieben Punkte. Außerdem sind bei den Verantwortlichen die Erfahrungen aus der vergangenen Restrunde noch präsent. „Letztes Jahr war zur Winterpause jedem klar, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden. Dieses Jahr ist es aber eine andere Situation, da dürfen wir uns das nicht erlauben. Das letzte Jahr sollte uns eine Lehre sein“, betont Gören, der vier Testspiele vereinbart hat, ehe am 17. Februar das erste Pflichtspiel gegen Hessenligist Bayern Alzenau im Hessenpokal ansteht.
Der A-Lizenz-Inhaber hält fünf Wochen Vorbereitungszeit für angemessen, zumal er seinen Spielern einen individuellen Trainingsplan mit an die Hand gegeben hat. „Ich denke, dass die Jungs da was gemacht haben. Wenn das der Fall ist, kommen wir mit den Wochen zurecht“, sagt Gören, der seiner Mannschaft Anfang Februar ein paar freie Tage gönnt, ehe die zweite Etappe mit Blick auf die Pflichtspiele startet.
Die Testspiele Samstag, 20. Januar (14 Uhr): Greuther Fürth II (H) Samstag, 27. Januar (14 Uhr): SC 1960 Hanau (A) Dienstag, 30. Januar (18.30 Uhr): VfB Marburg (H) Samstag, 10. Februar (13 Uhr): Adler Weidenhausen (H)


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