Lohsse warnt vor Griesheimer Quartett

Letzte Heimniederlage gegen Türker und Co.

02. März 2017, 14:19 Uhr

Blick zur Uhr: In ein paar Stunden steigt für Marco Lohsse und den TSV Lehnerz endlich das erste Pflichtspiel 2017. Foto: Ralph Kraus

Es ist das Duell der punktgleichen Tabellennachbarn, wenn sich am Samstag (15 Uhr) der TSV Lehnerz und Viktoria Griesheim auf dem Lehnerzer Kunstrasen gegenüberstehen.

Griesheim ist für Lehnerz ein ganz besonderer Gegner. Schließlich ist die Viktoria die letzte Mannschaft, die aus Lehnerz alle drei Punkte entführen konnte. Im April letzten Jahres gab es einen 2:1-Erfolg. Seitdem ist Lehnerz in zwölf Meisterschafts-Heimspielen am Stück ungeschlagen.

"Griesheim ist eine sehr unbequeme Mannschaft, die mit Spielern wie Chouchene, Starck, Stork und Bilgin vier außergewöhnliche Leute in seinen Reihen hat. Ich habe mir die Mannschaft selbst schon angeschaut und habe diese Woche nochmal neueste Informationen von Otmar Velte erhalten, der letzten Samstag mit Lohfelden in Griesheim verloren hat", sagt TSV-Trainer Marco Lohsse.

So oder so hat Lohsse aber bei allem Respekt keine Angst vor der Aufgabe: "Wir sind läuferisch und körperlich in einem sehr guten Zustand. Dass unser erstes Spiel in Vellmar ausgefallen ist, konnten wir ja nicht beeinflussen. 2017 haben wir fünf Vorbereitungsspiele gewonnen und einmal unentschieden gespielt. Das zeigt, dass wir gut drauf sind und uns alle auf das erste Punktspiel freuen dürfen." Fehlen werden den Lehnerzern möglicherweise Renato Tusha (Schlag gegen die Rippe) und Sebastian Kress, der nach zwei Trainingseinheiten wieder verletzt passen musste.

Für Griesheim hat das Jahr 2017 derweil bestens begonnen. Mit 3:1 gewann die Viktoria ihr Auftaktspiel gegen den FSC Lohfeden. "Da haben wir schon ganz viel richtig gemacht. Über weite Strecken war das wirklich gut von uns", freut sich Trainer Suat Türker, der sich für die Restrunde konkrete Ziele gesetzt hat. "Wir haben in der Vorrunde ja in der Defensive schon hervorragend gestanden. Jetzt wollen wir aber auch mehr für die Offensive tun. Dafür haben wir in der Vorbereitung hart gearbeitet und das hat man gegen Lohfelden bereits gesehen."

Pascal Stork erntet ein extra dickes Lob vom Trainer. Und das nicht nur, weil Stork mit neun Treffern bester Schütze ist: "Pascal ist nicht mehr wegzudenken: Er ist ein sehr lauffreudiger Stürmer, der nie aufgibt, auch wenn es mal nicht so läuft. Er tut unheimlich viel für die Defensive und ist auf einem prima Weg", so das Statement Türkers in Richtung des 22-Jährigen, der vor der Runde nach Stationen in Kaiserslautern II und beim SV Wiesbaden wieder an den Hegelsberg zurückgekehrt ist.

Zum kommenden Gegner aus Lehnerz hat Türker eine hohe Meinung. "Eigentlich müsste die Mannschaft von der Qualität her ganz weit vorne mitspielen. Lehnerz hatte viel Verletzungspech, aber dennoch eine starke Truppe." Verstecken wollen sich Türker und Co. am Samstag aber nicht. "Mir ist bewusst, dass für einen Erfolg viel Laufleistung nötig sein wird, aber wir werden garantiert mutig agieren."

Autor: Ralph Kraus