Makkabi gewinnt Verfolgerduell in Hausen
Kreisoberliga Frankfurt: Heddernheim und Bockenheim senden Lebenszeichen
FC Posavina - 1. FC 02 Rödelheim 2:1 (0:1)
"Wir haben das Glück erzwungen. Rödelheim war auf Augenhöhe, doch wir hatten mehr Wille und Gift im Spiel", berichtete Posavinas Trainer Pero Bosnjak über den knappen Heimdreier. Aria Razdar hatte die Rödelheimer nach einem Konter mit 1:0 in Führung gebracht. Nach dem Seitenwechsel drehten die Kroaten noch das Spiel und luchsten den Gästen die dringend gebrauchten Punkte wieder ab. Stijepan Piljic gelang nach einem kuriosen Freistoß der Ausgleich. Vom Pfosten prallte der Ball gegen den Rücken von RFC-Torhüter Gianluca Gioia und von dort ins Tornetz zum 1:1.
Zu allem Überfluss unterlief den wackeren Gästen noch ein Eigentor in Gestalt von Mert Timur zum 2:1-Endstand. Torhüter Matej Markovic hielt Posavina mehrfach durch Paraden im Spiel. Bosnjak hatte lobende Worte für die Gäste parat: "Rödelheim hatte eine tolle Einstellung. Das Umschaltspiel des Gegners ist ihnen gut gelungen". Ein Sonderlob bekam Schiedsrichter Patrick Retzlaff aus Krombach. "Er hat Klasse gepfiffen", betonte Bosnjak. Rödelheim ist jetzt punktgleich mit der TSG 51 und muss weiter um den Klassenerhalt bangen.
Schiedsrichter: Patrick Retzlaff (Krombach).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Aria Razdar (25.), 1:1 Stijepan Piljic (57.), 2:1 Mert Timur (72./Eigentor).
VfR Bockenheim - BSC SW 19 2:0 (1:0)
Schon bei einem Remis wäre Bockenheim definitiv abgestiegen gewesen, doch der Tabellenletzte ergriff seine letzte Chance und landete mit dem 2:0-Sieg gegen den Drittletzten den zweiten Dreier in Folge. Marco Müller mit einem verwandelten Handelfmeter und der überragende Spielmacher Sina Shakouri auf Flanke von Crispin Greuner erzielten die Tore für das Schlusslicht. Bei den enttäuschenden Gästen vom Rosegger, die jetzt nur noch drei Punkte vor dem momentanen ersten Abstiegsplatz liegen, sah Maik Wagner die Gelb-Rote Karte.
VfR-Trainer Taner Yalcin war stolz auf seine Mannschaft: "Wir waren taktisch souverän und haben den Plan sehr gut umgesetzt. Mit einer kontrollierten Offensive und einer kompakten Defensive konnten wir das Spiel verdient gewinnen. Wir sehen dem Saisonende nun relativ entspannt entgegen. Wir haben einen guten Lauf und wollen die Runde gut zu Ende spielen", betonte Yalcin.
Schiedsrichter: Jonas Becker (Schlangenbad).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Marco Müller (25./Handelfmeter), 2:0 Sina Shakouri (64.).
Gelb-Rote Karte: Maik Wagner (BSC/67.).
Concordia Eschersheim - SV Viktoria Preußen 3:3 (3:0)
Kein Spiel für schwache Nerven am Rosegger! Die Concordia legte einen Blitzstart hin und führte nach den Toren von Pablo Pereira und Ricardo Harrabi nach 13 Minuten schon mit 2:0. "Wir haben die Preußen an die Wand gespielt. Leider hat der Schiedsrichter uns mit seiner einseitigen Pfeiferei aus dem Konzept gebracht", war Concordia-Trainer Roland Stipp nicht gut auf den aus Gießen angereisten Referee Alexander Müller zu sprechen. Denn dieser stellte im Laufe der Begegnung nicht nur zwei Spieler der Hausherren mit Gelb-Roten Karten vom Feld, sondern zog sich auch sonst noch den Unmut der Eschersheimer Verantwortlichen mit diversen strittigen Entscheidungen zu. Zunächst war es Simon Kramer, der nach einem Disput mit dem "Preußen" Oskar Copik die Ampelkarte sah. Sein Gegenspieler durfte dagegen auf dem Spielfeld bleiben. Trotz der frühzeitigen Unterzahl legten die Concorden noch vor der Halbzeit mit dem kurz davor für Co-Trainer Aaz-Dine Zarioh eingewechselten Willie Laubenheimer das 3:0 nach. "Wir haben uns ganz dumm angestellt und haben in der Defensive schläfrig begonnen. Dann haben wir es trotz der Überzahl mit Weitschüssen probiert, das war dilettantisch", ärgerte sich Thomas Mahlau, der Fußball-Abteilungsleiter der Gäste. Denn die Gastgeber verteidigten weiterhin energisch und aufopferungsvoll und wollten den Vorsprung auch in Unterzahl über die Ziellinie bringen.
Kurz nach der Halbzeit war Pablo Pereira durch und wurde auf seinem Weg zum Tor vom Schiedsrichter zurückgepfiffen. "Das war kein Abseits. Ein utopischer Pfiff", sah Stipp hier schon das Unheil auf die Eschersheimer zukommen. Denn den "Preußen" gelang dann nach etwas mehr als einer Stunde mit einem Distanzschuss von Darius Johnson das 3:1. Vorher monierten die Eschersheimer, dass der Ball deutlich im Aus gewesen sein soll. Im Zuge dieser Proteste musste sich auch Jurij Dutchak mit der Ampelkarte vom Spielfeld entfernen. Es hieß nun also für die letzten regulären 27 Minuten neun Eschersheimer gegen elf "Preußen". "Wir haben auch mit neun Mann super verteidigt", berichtete Stipp. Dagegen wähnte sich Mahlau bei einem "Handballspiel. Wir haben hier nicht mehr mit dem Ausgleich gerechnet. Wir hatten Riesenglück, dass wir noch einen Punkt geholt haben". Denn die tapferen neun Eschersheimer verteidigten das 3:1 bis in die 89. Minute hinein. Dann gelang nämlich Oskar Copik mit einem Weitschuss aus 25 Metern das 3:2. Nun zeigte der Schiedsrichter aber fünf Minuten Nachspielzeit an, aus der am Ende sechs wurden. Und dann gelang den konfusen Gästen am Ende doch noch der schmeichelhafte Ausgleich. Daniel Rother köpfte einen langen Ball zum vielumjubelten 3:3-Endstand ein. "Rother steht einen Meter im Abseits. Ein irregulärer Treffer. Die lange Nachspielzeit erschließt sich mir nicht. Die Mannschaft hatte das nicht verdient", ärgerte sich Stipp über den Referee.
Schiedsrichter: Alexander Müller (Gießen).
Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Pablo Pereira (8.), 2:0 Ricardo Harrabi (13.), 3:0 Willie Laubenheimer (41.), 3:1 Darius Johnson (63.), 3:2 Oskar Copik (89.), 3:3 Daniel Rother (90./+6).
Gelb-Rote Karten: Simon Kramer (Eschersheim/34.), Jurij Dutchak (Eschersheim/63.).
FFV Sportfreunde 04 - SC Weiss-Blau 4:2 (1:1)
TSG 51 - Spvgg. 03 Fechenheim 5:1 (3:1)
FC Tempo - SV Griesheim Tarik 2:1 (1:1)
Die Serben bauten ihre gute Rückrundenbilanz aus und holten den achten Sieg aus den letzten zwölf Spielen. Das macht Platz vier in der Rückrundentabelle für das Team von Trainer Zoran Marcetic, der sich mit dem Sieg gegen die nur mit zwölf Akteuren angereisten Marokkaner zufrieden zeigte: "Tarik war mit den zwei Toren gut bedient. Es war vom Ansatz her ein Sommerkick. Papic hat uns mit seinem Siegtor befreit. Über Rang acht sind wir derzeit schon sehr froh. Vergessen wir nicht, dass wir eigentlich schon abgestiegen waren und unser Vereinsname auf dem Spielplan der Kreisliga A Südost stand". Zur Erinnerung: Tempo blieb nach der verlorenen Relegation nur deswegen in der Kreisoberliga, weil die Spvgg. 05 Oberrad ihre Reserve aus dem Spielbetrieb abmeldete.
In der ersten Hälfte sahen die 100 Zuschauer zwei Tore durch Foulelfmeter. Borislav Pilipovic brachte Tempo mit 1:0 in Führung, Fikri El Haj Ali glich für Griesheim Tarik aus. In der 80. Minute entschied Mato Mirkov papic die Begegnung mit einem strammen Schuss aus 15 Metern zum 2:1 für Tempo. Tariks Spielertrainer Jamal El Baouti, der die alleinige Verantwortung für die Mannschaft trug, weil Multifunktionär Hamza Azaoum verreist war, hakte das Spiel schnell ab: "Der Unterschied war die Chancenverwertung. Hier war ein Punkt drin, aber mit der knappen Niederlage kann man leben. Für uns geht es um nichts mehr. Die Luft ist raus, das spürt man in den Spielen und bei der Trainingsbeteiligung".
Schiedsrichter: Muharrem Canel (Hofheim).
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 Borislav Pilipovic (29./Foulelfmeter), 1:1 Fikri El Haj Ali (36./Foulelfmeter), 2:1 Mato Mirkov Papic (80.).
FV 1920 Hausen - TuS Makkabi 1:2 (0:2)
"Wir haben unglücklich agiert und vor allem in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt", befand FVH-Trainer Martin Reyschmidt. Robel Tsegai mit einem Fernschuss über Torhüter Marc Sieber hinweg und Torjäger Branislav Glamocanin per Kopfball nach einer Ecke hatten die 2:0-Halbzeitführung der Gäste von der Bertramswiese heraus geschossen. Nach dem Seitenwechsel machten die Lila-Weißen weiter Druck, kamen aber nur noch zum Anschlusstreffer durch Darko Ilic. Zwar war noch eine halbe Stunde zu spielen, der Ausgleich gelang jedoch nicht mehr.
Vielmehr vergab die Mannschaft von Trainer Jorge Huberman mit Konterchancen durch Ibrahim Abbouz einen deutlicheren Sieg. "Wir waren nicht so gut wie sonst. Es hätte auch mindestens fünf Minuten Nachspielzeit geben müssen. Der Schiedsrichter hat aber gar nichts angezeigt und eine Minute nach der regulären Spielzeit abgepfiffen", ärgerte sich Reyschmidt. Makkabi rückte durch den Auswärtssieg wieder auf einen Punkt an die Hausener heran, die aber noch das Nachholspiel am Donnerstag beim FC Kalbach II in der Hinterhand haben. Makkabis Sportlicher Leiter Maximilian Eilingsfeld war hochzufrieden: "Wir haben verdient gewonnen. Jetzt schauen wir weiter von Spiel zu Spiel".
Schiedsrichter: Holger Noe (Mömbris).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Robel Tsegai (29.), 0:2 Branislav Glamocanin (45./+1), 1:2 Darko Ilic (59.).
SV 07 Heddernheim - FC Kalbach II 2:1 (1:1)
Heddernheim darf nach diesem Sieg zumindest wieder auf das Erreichen der Abstiegsrelegation hoffen. "Kompliment an die Mannschaft. Wir haben kämpferisch alles gegeben und hatten endlich auch mal das Glück auf unserer Seite. Dieses positive Erlebnis nehmen wir jetzt in das nächste Spiel mit", freute sich SVH-Trainer Andreas Berggold, der sein Team gegenüber dem Spiel beim FC Posavina vor drei Wochen auf fünf Positionen verändert hatte. Dabei bediente sich der Coach auch aus dem Kader der zweiten Mannschaft und seine personellen Umstrukturierungen griffen. Die Grün-Weißen legten die richtige Einstellung und Mentalität an den Tag, hatten in der ersten halben Stunde viel mehr vom Spiel und einige gute Torchancen. Die Verbandsliga-Reserve tauchte erst nach 38 Minuten mit Stürmer Erkan Beyazal vor dem Heddernheimer Tor auf, doch Czukiewicz klärte zur Ecke. Die segelte dann in den Strafraum und Andreas Kremer köpfte zur Führung der Kalbacher ein. Als die Nachspielzeit der ersten Hälfte angebrochen war, beging Kalbachs Can Karaca einen folgenschweren Fehler. Er spielte den Ball hoch zurück zu Torhüter Tobias Schick. Dieser faustete den Ball zur Ecke. Schiedsrichter Stefan Menz aus Aarbergen wertete dies als unerlaubte Aufnahme eines Rückpasses.
Es gab einen indirekten Freistoß etwa zwei Meter vor dem Tor. Kapitän Philipp Siegel fand die Lücke in der Kalbacher Mauer und brachte den Ball im linken Eck zum 1:1 unter. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste nun stärker auf, Kremer hatte gleich eine gute Kopfballchance, scheiterte aber an Czukiewicz. Als Erkan Beyazal auf Kalbacher Seite Gelb-Rot sah, waren die Platzherren in Überzahl. Eine Minute später gelang dann auch die Führung der Hausherren. Siegel flankte, Bracic legte per Kopf ab und Nikita Mitto traf sehenswert per Direktabnahme in den rechten Winkel zum 2:1. Vier Minuten später drohte der erneute Ausgleich. Bracic beging ein unnötiges Foulspiel im Sechzehner und es gab Elfmeter. Czukiewicz behielt im Duell mit Kalbachs Kapitän Lukas Höll die Oberhand und parierte den Strafstoß. "Er hat den Sieg festgehalten. Wir haben aber mit einem Mann mehr zu viele Bälle verloren", monierte Berggold. FCK-Trainer Karol Drynda sah sein Team "in der ersten Hälfte nicht präsent. Die Führung war glücklich, weil wir die erste Hälfte verschlafen haben. Meiner Meinung nach war das kein Rückpass, aber auf jeden Fall ein unnötiges Gegentor. Nach der Pause haben wir ein anderes Gesicht gezeigt und mit zehn Mann auf Dreierkette umgestellt. Wenn der Elfer reingeht, holen wir einen Punkt".
Schiedsrichter: Stefan Menz (Aarbergen).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Andreas Kremer (39.), 1:1 Philipp Siegel (45./+2), 2:1 Nikita Mitto (67.).
Besonderes Vorkommnis: Heddernheims Torhüter Marcin Czukiewicz hält Foulelfmeter von Kalbachs Lukas Höll (71.).


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