Marcel Zintel: Alles auf Neuanfang

25-Jähriger möchte seinen Stellenwert in Soden steigern

12. Februar 2015, 19:00 Uhr

Marcel Zintel (rechts) möchte sich in der Rückrunde wieder aufdrängen. Foto: Charlie Rolff

Marcel Zintel wurde als Hoffnungsträger verpflichtet. Im Sommer 2013 wechselte der hessenligaerfahrene Angreifer als 23-Jähriger von Buchonia Flieden zu Gruppenligist SG Bad Soden und sollte die Sprudelkicker in die Verbandsliga schießen. Doch es kam anders: Nach einer ersten Saison zum Vergessen inklusive einer halbjährigen Verletzungspause wegen Innenbandproblemen läuft es auch im zweiten Jahr nicht zufriedenstellend für Zintel. Unter dem neuen Trainer Sead Mehic soll jetzt alles besser werden.

Zweieinhalb Jahre ist es her, da schoss Marcel Zintel die zweite Mannschaft von Buchonia Flieden fast im Alleingang in die Verbandsliga. Die Belohnung folgte im Sommer 2012, als sich der Angreifer fest in den Kader der Hessenliga spielte und dort zu glänzen wusste. Seinen ganz großen Auftritt hatte Zintel am ersten Spieltag der Hessenligasaison 2012/13, als die Buchonen am ersten Spieltag vor 2200 Zuschauern im Königreich den Hünfelder SV mit 4:2 (3:2) nach Hause schickten. Doppeltorschütze und Mann des Spiels: Marcel Zintel.

Heute sieht die Fußballwelt des 25-Jährigen, der in 42 Hessenligaspielen acht Tore erzielte, ganz anders aus. Lediglich zweimal stand Zintel für die Sprudelkicker in der laufenden Spielzeit in der Startelf und brachte es in sechs Spielen gerade einmal auf 237 Einsatzminuten – auf einen Treffer wartet er in dieser Spielzeit noch vergeblich. Sechs Tore hat er dennoch erzielt, allerdings für die zweite Mannschaft in der A-Liga Schlüchtern.

Doch im Fußball kommt es erstens anders und zweitens als man denkt: Unter dem neuen Trainer Sead Mehic blüht Zintel wieder richtig auf und knüpft an alte Zeiten an. „Marcel macht einen richtig guten Eindruck und zieht klasse mit. Ich bin davon überzeugt, dass er für uns ein ganz wichtiger Spieler sein wird“, sagt Mehic über seinen Schützling, der die Flexibilität Zintels lobt. Zudem sei er ein Spieler, der sofort den Abschluss suche und Zug zum Tor habe.

"Mir hat das Vertrauen vom Trainer gefehlt"

„Bei Vorgänger Klaus Dörner hat mir einfach das nötige Vertrauen gefehlt", blickt der Mann aus Katholisch Willenroth zurück. Vertrauen, das ihm der neue Trainer schenken könnte. "Ich habe nur selten die Chance bekommen, meine Fähigkeiten in einem Spiel von Beginn an unter Beweis stellen zu können. Jetzt geht es wieder für alle Spieler bei null los. Diese Chance möchte ich nutzen“, erklärt der Angreifer und fügt hinzu: „Sead Mehic ist ein absoluter Fachmann. Er ist theoretisch super, erklärt uns aber auch, wie wir es umsetzen sollen und was daraus resultiert. Gerade im taktischen Bereich zeigt er uns immer wieder Lösungsvorschläge auf.“

Die Zielsetzung für Zintel in der Rückrunde ist klar: Mehr Einsätze und der Aufstieg in die Verbandsliga sollen es schon sein. „Ich bereue den Wechsel keineswegs. Inzwischen bin ich sogar nach Bad Soden gezogen und fühle mich pudelwohl in der Mannschaft. Ich habe alles richtig gemacht“, so der Ex-Fliedener, der seine rückläufige Torquote auf die Systemumstellung zurückführt. „Bei den Buchonen haben wir mit drei Stürmern gespielt und ich habe dort auf dem Flügel gespielt. In Soden wird mit zwei zentralen Stürmern beziehungsweise einer hängenden Spitze gespielt. Da sind die direkten Wege zum Tor oftmals zugestellt, zumal die Mannschaften gegen uns sehr defensiv stehen.“ Doch Trainer Mehic hat bestimmt auch für dieses Problem eine Lösung parat.

Autor: Max Lesser

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