May: "Ein einstelliger Tabellenplatz ist das Ziel"

Gruppenliga Frankfurt West: Es geht wieder los

04. August 2017, 11:58 Uhr

Manuel May (rechts) erwartet eine sehr ausgeglichene Liga. Foto: Christoph Weß

Auch in der Gruppenliga Frankfurt West rollt am Wochenende wieder der Ball. Dabei sind die Anstoßzeiten quer über das Wochenende verteilt. Den Anfang machen am heutigen Freitagabend unter anderem der FC Neu-Anspach und der 1. FC Oberstedten. Das zweite Duell ohne Liga-Neuling ist am Sonntagabend gleichzeitig das letzte, wenn die FG Seckbach um 18 Uhr den SV BKC Bosnien empfängt.

FC Neu-Anspach – 1. FC Oberstedten (Freitag, 19.30 Uhr)

Erst wenige Spieltage vor Saisonende entschied sich, für welche Liga beide Teams planen konnten: Für beide steht ein weiteres Jahr Gruppenliga auf dem Plan. Während der FC Neu-Anspach bis zum Schluss zumindest theoretische Chancen auf die Aufstiegsrunde hatte, gelang dem 1. FC Oberstedten erst am letzten Spieltag der Klassenerhalt mit einem 3:0-Erfolg über eben jenen FCNA. Auch in der kommenden Saison erwartet der FCO in seiner zweiten Gruppenliga-Spielzeit einen harten Kampf um den Klassenerhalt: "Ums Überleben werden wir auch in den nächsten Jahren in der Gruppenliga kämpfen. Für uns ist diese Klasse keine Selbstverständlichkeit“, so der sportliche Leiter Rüdiger Rau. Neu-Anspach-Coach Rico Henrici, dessen Truppe bei einigen Kollegen zum Favoritenkreis um den Aufstieg zählt, freut sich in erster Linie auf den Auftakt vor eigenem Publikum: "Es ist schön, dass wir zum Start ein Heimspiel haben.“

FV Stierstadt – SC Dortelweil (Freitag, 20.15 Uhr)

Mit dem Vorjahres-Dritten aus Dortelweil empfängt Aufsteiger FV Stierstadt zum Auftakt in die neue Spielzeit eine Mannschaft, die aufgrund namhafter Verstärkungen bei Vereinsverantwortlichen hoch im Kurs steht. Und auch der SC selbst will unnötige Punktverluste wie im Vorjahr verhindern: "Wir wollen von Beginn an fokussiert sein und uns so wenige Ausrutscher wie möglich leisten. Wir haben nämlich schon eine gewisse Erwartungshaltung an uns selbst und wissen um unsere Stärken“, äußerte sich Philipp Hochgesand, sportlicher Leiter der Dortelweiler während der Saisonvorbereitung. Der Aufsteiger hat auch trotz der insgesamt zehn Neuzugänge ambitionierte Ziele: "Wir haben nun mehr Qualität in der Breite und das Niveau der Mannschaft ist gestiegen, deshalb möchte ich mit den Jungs gerne auf einem einstelligen Tabellenplatz landen“, so der neue Trainer Thomas Zampach.

SKV Beienheim – VFB Friedberg (Samstag, 17 Uhr)

Nach einem guten sechsten Platz erwartet der VFB Friedberg in der zweiten Saison nach dem Aufstieg ein noch schwereres Jahr. Trotz des straffen Auftaktprogramms mit Spielen gegen Beienheim, Neu-Anspach und Bornheim geht der VFB laut Spielausschuss-Vorsitzendem Carsten Lesiak keinesfalls pessimistisch in die Runde: "Fünf Punkte zum Start wären schön, aber das Programm ist nicht ohne.“ Auch der Gastgeber geht laut Pressesprecher Michael Major optimistisch in die ersten Partien gegen Friedberg und den TuS Merzhausen. Er würde sich "wünschen, dass wir in den ersten beiden Heimspielen sechs Punkte holen.“ Dennoch sieht Major den Verein als Außenseiter, dessen Ziel einzig der Klassenerhalt sein könne.

FV Hausen – TuS Merzhausen (Sonntag, 15 Uhr)

Auch der TuS Merzhausen wurde unter der Trainerschaft vereinzelt zum Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt. Ein entscheidender Faktor sind dabei mit Sicherheit die Neuzugänge, auf die Neu-Trainer Enis Dzihic bauen kann. Gleich mehrere Spieler – darunter viele ehemalige Schützlinge des Coaches – konnten aus höheren Ligen nach Merzhausen gelotst werden. "Die Gruppenliga Frankfurt West ist die spielstärkste Gruppenliga mit der höchsten Qualität“, erwartet Dzihic dennoch keine einfachen Aufgaben. Und auch der FV Hausen will in seiner ersten Gruppenliga-Saison mit einem halben Dutzend Neuzugänge versuchen, bereits gegen Merzhausen den ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt zu gehen.

FSV Friedrichsdorf – TSG Nieder-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Nach dem Neuanfang in der B-Klasse hat der FSV Friedrichsdorf mit der Meisterschaft der Kreisoberliga Hochtaunus den dritten Aufstieg innerhalb von acht Jahren geschafft. Die besten Chancen die Liga zu halten sieht der Verein vor allem in Spielen vor eigenem Publikum: "Gerade in den Heimspielen sollten wir punkten, um den Klassenerhalt zu schaffen“, so Abteilungsleiter und Ex-Trainer Michael Schwarz, der bereits am ersten Spieltag die Chance auf einen Heimdreier hat. Der Gegner aus Nieder-Erlenbach hingegen will die Saison aus dem Vorjahr bestätigen und auch auch in der kommenden Spielzeit in der oberen Tabellenhälfte mitspielen: "Unser Ziel ist wieder ein einstelliger Tabellenplatz“, so Spielertrainer Vito Raimondi, dessen Mannschaft sich von der aus dem Vorjahr personell nur vereinzelt unterscheidet.

SG Bornheim – Spvgg. Oberrad (Sonntag, 15 Uhr)

Nach dem zweiten Abstieg in Folge liegt der Fokus bei der Spvgg. Oberrad nicht zwingend auf dem direkten Wiederaufstieg. Über die nächsten Jahre soll die gute Jugendarbeit in Oberrad in der Seniorenabteilung wieder mehr zur Geltung kommen: "Wir wollen mit Nachhaltigkeit etwas aufbauen. Ob wir dann Vierter, Achter oder Zwölfter werden, die Platzierung ist nicht so wichtig“, äußerte sich der sportlicher Leiter der 05er, Mario Di Falco, vor wenigen Wochen. Der Gegner aus Bornheim scheint als eine von wenigen Mannschaften der Gruppenliga die zugeschobene Favoritenrolle anzunehmen. So äußerte sich auch Neuzugang Alaa Aishouna mit Blick auf den ersten Spieltag: "Wir sind sehr heiß darauf und der Coach glaubt an uns. Wir spielen bei uns zu Hause, alles andere als drei Punkte sind nicht akzeptabel.“

FG Seckbach – SV BKC Bosnien (Sonntag, 18 Uhr)

Mit der rundum erneuerten Seckbacher Mannschaft inklusive einem Dutzend neuer Spieler, sowie drei neuer Trainer geht die FG Seckbach als Mitfavorit um die interessanten Positionen ins Rennen. Eben jene Neuzugänge müssen jedoch "erstmal integriert werden und das wird seine Zeit dauern“, so Trainer Thorsten Spahn, der mit seinem Trainergespann im Vergleich zur Vorsaison ein besonderes Augenmerk auf die Anzahl der Gegentore, sowie auf die Auswärtsbilanz legt. Das konkrete Ziel äußerte Spielertrainer Manuel May, der eine "sehr ausgeglichene Liga“ erwarte, "in der für uns ein einstelliger Tabellenplatz das Abschlussziel ist.“ Der Gegner vom SV BKC Bosnien konnte in der vergangenen Saison erst kurz vor knapp den Klassenerhalt sichern. Unter dem neuen Trainer Rasim Grabovica soll es in der kommenden Spielzeit nicht ganz so eng werden: "Mit dem Abstieg wollen wir nichts zu tun haben und uns im gesicherten Mittelfeld bewegen”, so die Zielsetzung von Sportvorstand Admir Malohodzic.

(sly)